Party-Tempel oder TV-Studio? Weißhaus: Die irren Köln-Pläne des neuen Schlossherrn

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Das mittelalterliches Wasserschloss Weißhaus in Köln-Sülz, hier ein Foto aus dem Jahr 2014, stand 2019 zum Verkauf. 

Köln  – Sein TV-Spot läuft seit vier Jahren allabendlich kurz vor der 20-Uhr-„Tagesschau“ und ist einer der meist ausgestrahlten im deutschen Fernsehen. „Ich hab ’ne neue Matratze gekauft“ – den Satz kennt wohl fast jeder. Adam Szpyt (49) ist „Bett1”-Boss, lebt in Berlin und schlug mit seiner Firma bei der Versteigerung des Weißhaus-Schlosses in Köln zu. 

Köln: Bett1-Boss ermöglichte ATP-Turniere in Lanxess-Arena

Herr Szpyt, sie haben in Köln gegen alle Corona-Widrigkeiten zwei ATP-Tennisturniere in Folge möglich gemacht. Was ist ihr Fazit?
Unser Fazit ist einfach: Wir können das! Wir bekommen das hin. Ich habe gesagt: Corona zwingt uns dazu, eine neue Normalität zu leben und zu zeigen, dass wir wieder da sind. Wir werden ein neues Turnier organisieren und zwar mit Zuschauern. Da haben mich alle für verrückt erklärt. Ich habe gesagt, nein, wir zeigen Hygiene, Hygiene, Hygiene, Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Wir sind die neue Normalität und wir müssen sie leben. Wenn wir nun auch diese neue Normalität zerstören, weil wir Angst haben, dann haben wir alle ein Problem.

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Der neue Kölner Schlossherr: Adam Szypt beim Interview mit dem EXPRESS. 

Das Exhibition-Turnier fand im Juli statt, wie waren die Rückmeldungen?
Der Zuspruch war sehr groß in Deutschland und international. In 153 Ländern wurde live übertragen. Wir waren das erste Sportturnier mit Zuschauern in Deutschland. Ohne einen einzigen Coronafall, das Hygienekonzept hat funktioniert. Wir können das. Wir können Veranstaltung, wir können Sport, wir können Entertainment, wir können Humor. Wir haben auch, trotz Stress, viel gelacht hinter den Kulissen. Wie hier auch in der Stadt des Karnevals!

Der Karneval wird dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden.

Das versteht sich ja von selbst in diesen Zeiten. Aber Köln ist und bleibt eine irre Stadt, eine verrückte Stadt, die liberal ist, die tolerant ist, die lacht. Mainz singt und lacht – aber hier in Köln singen und lachen sich alle scheckig. Köln ist fantastisch, die Stadt ist toll. Ich habe Köln schon immer geliebt, ich will jetzt nicht privat werden, aber hier hat alles angefangen bei mir im privaten Bereich.

Sie haben in Köln ein sehr schmuckes „Haus“ gekauft, das Weißhaus-Schloss.

Also nicht ich persönlich – wir als Firma bett1. Als Schloss würde ich das Weisshaus aber nicht bezeichnen.

Dann wird es also keine Privatresidenz?
(überlegt lange) Für meinen Hun Barnie, meinen Sie?

Zum Beispiel. Warum haben Sie das Schloss gekauft?
Wir wollten das Areal erhalten. Und soweit ich weiß, war das das Lustschloss für Mönche, oder? Im zehnten Jahrhundert hatten die Mönche da ihre Sommerresidenz, oder? Außerhalb der Stadtmauern.

Richtig, es war die Sommerresidenz der Äbte der Benediktinerabtei Sankt Pantaleon.
Ja. Ja, ich glaube, das war das Partyhaus für die Mönche. Das Berghain Kölns (Berghain ist ein Techno-Club im Berliner Ortsteil Friedrichshain/d.Red.). Dafür wurde es gebaut. Ein Partyschloss. Ich gehe nicht ins Berghain, bin leider nur am Arbeiten. Aber Mitarbeiter gehen hin, ich denke, ohne Berghain wäre Berlin nicht Berlin. Es ist der Herzschlag der Stadt. Und Köln liebt das Weißhaus, dieses traditionsreiche Areal.

Köln: Tennis-Weltstars für TV-Show ins Weißhaus-Schloss?

Mit Party sind wir aktuell wieder in der Problemzone.
(Lacht) Ja, leider, nicht nur wegen Corona. Wir haben gerade diese Initiative gegründet mit 199.000 Euro Gesamtpreisgeld: „bett1 Sing +Dance“, damit wollen wir Nachwuchskünstler unterstützen, Akrobaten, Sänger und so weiter. Wir freuen uns auf alle Künstler, die uns auf dieser kreative Reise begleiten. Wir machen ja viel Entertainment jetzt, organisieren viele Tennisturniere, wir planen auch eine Samstagabendshow, die wollen wir vor jedem großen Tennis-Event aufzeichnen.

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In Eigenregie? Als Streaming-Angebot oder im TV?
Wir machen es in Eigenregie. Wir könnten es natürlich auch mit den Sendern machen, wir haben ja in Deutschland Sender, die auch Unterhaltung wollen. Ob das jetzt öffentlich-rechtliche Sender oder private sind, sei dahin gestellt. Wir haben internationale Weltstars bei unseren Turnieren, früher hätte Thomas Gottschalk sie sofort in die Sendung „Wetten dass“ eingeladen. Also müssen wir es jetzt machen. Wir haben die Welt-Stars vor Ort, warum sollen wir sie nicht in eine Samstagabend-Show einladen? Die haben ja auch Lust dazu. Jetzt müssen wir mal gucken, ob wir die Samstagabendshows im Weißhaus drehen? Ja, fällt mir gerade ein, können wir machen.

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