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Bei „Mensur“Kölner AfD-Politiker geht mit Klinge auf Parteikollegen los

AfD-Politiker Matthias Büschges steht in Köln-Porz im Regen und macht Wahlkampf.

Copyright: Alexander Schwaiger

Matthias Büschges ist Fraktionsgeschäftsführer der AfD im Kölner Stadtrat und tritt in einer Mensur gegen einen Parteikollegen an.

Aktualisiert:

Zwischen zwei AfD-Politikern aus NRW kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Nicht mit politischen Argumenten, sondern scharfen Klingen.

Ein Kölner AfD-Politiker geht mit einer Klinge auf einen Parteikollegen los – und der wird sich wehren. Matthias Büschges, Fraktionsgeschäftsführer der AfD im Kölner Stadtrat, tritt bei einer sogenannten Mensur gegen Jeremy Franosch, AfD-Ratsmitglied in Düsseldorf, an.

Dabei handelt es sich um einen traditionellen Fechtkampf mit Hiebwaffen unter Mitgliedern studentischer Verbindungen. Dabei werden bestimmte Körperbereiche geschützt – Gesicht und Kopf bleiben als Trefferflächen aber unbedeckt.

Kölner AfD-Politiker im Waffen-Kampf gegen Parteikollegen

Wie „t-online“ berichtet, soll nach dem sogenannten verschärften Schlägerbrauch gefochten werden. Beide Kontrahenten sollen demnach mit dem rechten Arm fechten.

Stattfinden soll das Ganze am Samstag (17. Oktober 2026) im  Verbindungshaus der „Alten Halleschen Burschenschaft Rhenania-Salingia“ in Düsseldorf.

Was steckt hinter dem Aufeinandertreffen? „Das ist eine Privatangelegenheit, sie hat nichts mit der Partei zu tun“, sagte Büschges. Und weiter: „Wir beide sind Familienväter. Wir machten das aufgrund der sportlichen Herausforderung.“ Es würden auch nur „sehr wenige Parteimitglieder anwesend“ sein. Zudem trete man „voll geschützt“ gegeneinander an. „Am Ende gehen wir nicht da rein, um den anderen zu verletzen.“

Franosch erklärte, für ihn stehe der sportliche Vergleich im Vordergrund. Politische Konflikte über eine Mensur lösen zu wollen, liege ihm fern.

Büschges bestätigte zugleich, dass die Verabredung zu dem Fechtkampf bei der Aufstellungsversammlung der AfD für die NRW-Landtagswahl 2027 getroffen worden sei. Dort hätte man sich „aus einer Bierlaune“ heraus ein wenig aufgezogen.

Die Aufstellungsversammlung in Marl im Juli war vor dem Hintergrund des AfD-internen Streits in NRW eskaliert. Den Sympathisanten des als gemäßigt geltenden Landeschefs Martin Vincentz steht das selbsternannte „patriotische Lager“ um den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich entgegen. (dpa/red)