Abo

Alarm in Müngersdorf800 Kräfte proben den Ernstfall mit Gift-Wolke im FC-Stadion

Aktualisiert:

Krisenfall im Stadion: Eine Elite-Einheit probte den Ernstfall.

Ein absolut ungewohnter Anblick im Stadion in Köln-Müngersdorf. Statt jubelnder Fußball-Anhänger füllten fast 800 Helfer und ungefähr 400 Komparsen das Areal. Bei einer riesigen Zivilschutz-Aktion wurde hier ein Krisenfall durchgespielt.

Dort, wo sonst der 1. FC Köln um Punkte kämpft, trainierten die Anwesenden mit massivem Aufwand die Säuberung von Personen, Kraftfahrzeugen und Material nach einem Kontakt mit Giftstoffen.

Horror-Szenario: Chemie-Unfall simuliert

Die Grundlage für die gesamte Aktion war eine dramatische Annahme. Laut dem Technischen Hilfswerk (THW) wurde ein Unglück in einer Pestizid-Fabrik in der Umgebung der Arena nachgestellt. Eine toxische Wolke verteilt sich daraufhin über die Gegend – und die Rettungskräfte müssen schnell und abgestimmt handeln.

Im Zentrum der Maßnahme stand eine völlig neue Gruppe, die ab Ende des Jahres 2026 bei Gefahren durch chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe (CBRN) einsatzfähig sein wird. Ihr Name: „rescEU-CBRN-DECON“.

Diese Elite-Einheit wird vom THW, der Bundespolizei sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam aufgestellt. Die Europäische Union finanziert dieses bedeutende Vorhaben.

Nils Jakubeit, der die Übung für das THW leitete, zog ein positives Fazit. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er, die Kooperation während der Aktion funktioniere sehr gut. Das betreffe die Kräfte direkt vor Ort ebenso wie die Koordination der beteiligten Ämter im Hintergrund. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

ARCHIV - 28.07.2025, NA, Köln: Der Dom ist am Morgen durch ein Geländer gesehen angestrahlt. (zu dpa: «Besichtigung von Kölner Dom kostet bald zwölf Euro Eintritt») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
„Immer stärker unter Druck“
Unesco-Chefin warnt vor Gefahren für Kölner Dom und Co.