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FC-Krawalle in NizzaKölner Hooligan (28) mit Ultra-Mütze im Gericht, dann kichert er auch noch

Fans laufen mit Pyrotechnik über die Sitzplätze auf der Tribüne. Beim Spiel in Nizza kam es am 8. Spetember 2022 zu heftigen Krawallen. Ein Beteiligter an den Ausschreitungen wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

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Beim Spiel in Nizza kam es am 8. Spetember 2022 zu heftigen Krawallen. Ein Beteiligter an den Ausschreitungen wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

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Nach den Ausschreitungen vor dem Europapokal-Spiel des 1. FC Köln in Nizza ist ein Mann verurteilt worden. Als Beweismittel kamen auch Videoaufnahmen zum Einsatz, die den 28-Jährigen zeigen.

Nach den Fußball-Krawallen von Nizza im September 2022 musste sich der nächste Hooligan vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Der 28-jährige Schornsteinfeger aus Köln-Porz ist wegen schweren Landfriedensbruchs sowie mehrfacher versuchter gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen worden.

Nach Randale in Nizza: Kölner bekommt Haft auf Bewährung

Das Schöffengericht verurteilte den Mann nach rund vierstündiger Verhandlung am Mittwoch (5. April 2023) zu einem Jahr Haft auf Bewährung. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt, in denen sich der 28-Jährige straffrei führen muss. Zudem wurde ihm ein Bewährungshelfer beigeordnet.

Auf das Urteil reagierte der Angeklagte mit einem Kichern. „Sie sollten das mit dem straffrei leben sehr ernst nehmen“, machte die Vorsitzende am Ende der Begründung deutlich. Beim Betreten des Gerichtssaals trug der er sogar eine Mütze der Ultra-Gruppierung „Boyz Köln“.

Der Angeklagte hatte seine Beteiligung an den gewalttätigen Auseinandersetzungen zu Beginn der Verhandlung über seinen Verteidiger eingeräumt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Beim Gruppenspiel des 1. FC Köln gegen OGC Nizza in der Europa Conference League war es am Rande der Partie in Südfrankreich zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den rivalisierenden Fangruppen gekommen. Die Begegnung konnte nur mit rund einstündiger Verspätung beginnen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt, darunter neun Polizisten.

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Als Beweismittel in den Prozess eingeführte Videoaufnahmen zeigten, dass der Angeklagte mit freiem Oberkörper und einem gelben Schal in vorderster Linie an den gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt war. So war er beim Wurf einer Flasche außerhalb des Stadions zu sehen.

Später im Stadion beteiligte sich der 28-Jährige ebenfalls am Krawall. Ein Video zeigte unter anderem, wie er einen Absperrpfosten aus Metall in Richtung gegnerischer Fans und Ordner warf.

Rund vier Wochen nach den Krawallen hatte die Polizei Häuser und Wohnungen von 16 mutmaßlichen Beteiligten in Köln, Hürth, Pulheim und Bergisch Gladbach durchsucht und vollstreckte fünf Haftbefehle.

Bereits im Januar und Februar waren von den Amtsgerichten in Bergisch Gladbach und Köln insgesamt vier an den Krawallen Beteiligte zu Freiheitsstrafen zwischen einem und zwei Jahren verurteilt worden. (mt/dpa)

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