Hier wird’s heiß und traurig: Der Baum ist raus, die Familie wieder weg, der Alltag zurück – und plötzlich steht etwas im Raum, das über die Feiertage erfolgreich verdrängt wurde: die Frage, ob diese Beziehung eigentlich noch trägt. Der Januar gilt seit Jahren als Trennungsmonat. Zufall ist das nicht.
Trennung im JanuarWarum sich viele fragen, ob sie bleiben oder gehen

Copyright: Louisa Noack / mit KI erstellt
Wenn der Trubel vorbei ist, bleibt oft das, was lange verdrängt wurde. Der Januar gilt als der Monat der Entscheidungen.
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Warum der Januar Beziehungen besonders fordert
Die Wochen vor Weihnachten sind laut, voll und emotional aufgeladen. Termine, Erwartungen, Harmonie-Druck. Viele Paare funktionieren in dieser Zeit mehr, als dass sie fühlen. Streit wird vertagt, Unzufriedenheit geschluckt, Nähe auf später verschoben. Und dann kommt der Januar.
Die Ruhe danach wirkt wie ein Vergrößerungsglas: Was vorher nur genervt hat, fühlt sich jetzt schwer an. Was man übergangen hat, meldet sich zurück. Viele Paare erleben genau jetzt einen Moment der Ehrlichkeit – manchmal schmerzhaft, manchmal befreiend.
Psychologen sprechen vom Post-Holiday-Effekt: Nach intensiven Phasen sinkt die Ablenkung, die Selbstwahrnehmung steigt. Plötzlich ist da Raum für Fragen wie:
Sind wir noch ein Team?
Fühle ich mich gesehen?
Will ich so ins neue Jahr gehen?
Bleiben oder gehen? Die stillen Fragen im Kopf
Die wenigsten Trennungen passieren aus dem Nichts. Oft gehen ihnen Monate innerer Dialoge voraus. Der Januar bringt diese Gedanken an die Oberfläche:
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ist das eine Phase oder ein Muster?
Halten wir aus Gewohnheit zusammen oder aus Liebe?
Gerade zum Jahresanfang entsteht der Wunsch nach Klarheit. Ein neues Jahr fühlt sich für viele wie ein symbolischer Neuanfang an – und manche merken: Dieser Neuanfang passt nicht mehr zu der Beziehung, wie sie gerade ist.
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Warum sich viele Paare jetzt trennen
Statistiken und Beratungsstellen berichten seit Jahren von einer erhöhten Trennungsrate im Januar. Der Grund ist selten „zu wenig Liebe“, sondern häufig zu wenig Verbindung.
Über die Feiertage wird Nähe erwartet – aber nicht immer gelebt. Wer sich in dieser Zeit besonders allein fühlt, spürt das danach umso stärker. Der Januar ist dann nicht der Auslöser, sondern der Moment der Entscheidung.
Aber: Nicht jede Krise ist ein Abschied
So ehrlich der Januar ist – er ist nicht automatisch ein Trennungsurteil. Für viele Paare ist er auch eine Chance zum Beziehungs-Reset.
Ein Reset bedeutet nicht, alles neu zu erfinden. Sondern hinzuschauen:
Was fehlt uns gerade?
Was hat sich verschoben?
Wo reden wir aneinander vorbei?
Oft geht es weniger um große Themen als um Alltägliches: fehlende Zeit, unausgesprochene Erwartungen, unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe oder Rückzug.
Beziehungs-Reset statt guter Vorsätze
Während Fitnessstudios im Januar überfüllt sind, bleiben Beziehungen oft auf der Strecke. Dabei brauchen sie gerade jetzt Aufmerksamkeit – nicht in Form von Vorsätzen, sondern von Gesprächen.
Ein Beziehungs-Reset kann bedeuten:
- sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen, ohne Ablenkung
- ehrlich auszusprechen, was schwerfällt – ohne Vorwürfe
- anzuerkennen, dass beide sich verändert haben
Nicht jede Beziehung muss gerettet werden. Aber viele scheitern nicht an fehlender Liebe, sondern daran, dass niemand mehr fragt, wie es dem anderen wirklich geht.
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Wann Gehen die ehrlichere Lösung ist
Manchmal zeigt der Januar aber auch klar: Es reicht nicht mehr. Wenn Gespräche immer wieder ins Leere laufen, wenn Nähe dauerhaft fehlt oder Grundwerte nicht mehr zusammenpassen, kann eine Trennung der ehrlichere Schritt sein.
Auch das ist kein Scheitern, sondern eine Form von Selbstfürsorge. Gerade zu Jahresbeginn entscheiden sich viele Menschen bewusst dafür, das neue Jahr nicht in einer Beziehung zu verbringen, die sie klein hält.
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Fazit: Der Januar zwingt zu Ehrlichkeit
Der Januar ist kein Trennungsmonster; er ist ein Spiegel. Er zeigt, was da ist, wenn der Lärm verschwindet. Manche Paare gehen auseinander. Andere finden neu zueinander. Beides beginnt mit derselben Frage: Was brauche ich – und was brauchen wir? Ob Bleiben, Gehen oder Reset: Wer diese Frage ehrlich beantwortet, startet nicht nur klarer ins neue Jahr, sondern auch näher bei sich selbst.


