Beim Vorstellabend bot der Klub Kölner Karnevalisten spannende Newcomer und ehrte verdiente Persönlichkeiten. Eine Band verkündete ihr Bühnen-Aus.
Neue Gesichter und Abschieds-TrauerKlub Kölner Karnevalisten: Große Ehre für Kölns Musik-Legende

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Emotionaler Höhepunkt des Präsentationsabends war die Ernennung von Reiner Hömig (l.) zum Ehrenmitglied des Klub Kölner Karnevalisten. Rechts der Vorsitzende des KKK, Theo Schäfges.
Die Karnevalsszene läuft im Vorfeld der Sessionseröffnung weiter heiß. Nach Kajuja und Stammtisch Kölner Karnevalisten hatte auch der Klub Kölner Karnevalisten am Samstagabend (24. Oktober 2026) zum Präsentationsabend in den großen Saal des Maritim-Hotels eingeladen.
Für einen kölschen Auftakt sorgten die Fidelen Kölschen zusammen mit Udo Müller, der mit Evergreens („Es ist noch Suppe da“ und „Wer soll das bezahlen?“) an Jupp Schmitz, der in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiert, erinnerte.
„Feuerwehrmann Kresse“ feiert sein 40-jähriges Bühnenjubiläum
Gleich nach dem Opening zeigte das Boore Schnäuzer Ballett, was Fastelovend ist. Zum 50-jährigen Bestehen zeichnete Moderator Robert Greven die Truppe mit den drei „goldenen Ks“ aus.
Von der Initiative „Ruhe im Saal“ und dessen Initiator Andreas Jörissen gab es für den KKK das Qualitätssiegel. Mit dem Siegel werden Karnevalsvereine und Veranstalter ausgezeichnet, die sich nicht nur für den Erhalt und die Wertschätzung von Büttenrednern einsetzen, sondern dafür sorgen, dass Redebeiträge den nötigen Respekt des Publikums erhalten.
Mit dem Qualitätssiegel soll zum einen das Bewusstsein der Gäste für Ruhe während der Redebeiträge geschärft werden und zum anderen soll es eine Orientierung für Künstler und Redner sein, wo sie ein aufmerksames Publikum erwarten können.
Einmal mehr zeigten die Tänzer und Tänzerinnen der Zunft-Müüs, der Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde und die Herren des Dellbröcker Boore Schnäuzer Balletts eindrucksvoll, was kölsches Brauchtum bedeutet. Alle drei Tanzgruppen wurden verdienterweise vom Publikum abgefeiert.

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Für einen kölschen Auftakt sorgten die Fidelen Kölschen.
Bei den Bands konnten sich die Dräcksäck mit ihrem neuen Sessionstitel „Fründe“ und der Ballade „Wunderviel“ durchsetzen. Schön zu sehen, dass die Band um Frontmann Stefan Dumke ihren eigenen Stil gefunden hat und nicht jeden Trend nachzuahmen versucht.

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Nach 40 Jahren auf den Bühnen machen die Filue Aschermittwoch Schluss.
Neben der Band Firlefanz und dem Sänger Marcel Wirtz („Su schön“) präsentierte der KKK mit Mike Müller ein weiteres neues Gesicht. Der 24-Jährige, der seine Songs („Rheinlandkind“, „Fridach“) selbst schreibt, überzeugt stimmlich und zeigt als Solo-Sänger eine gute Bühnenpräsenz. Hinzu kommt: Müller singt kölsch.
Damit Mike Müller die Chance hatte, sich vor einem vollen Saal und nicht erst zur späten Stunde dem Publikum zu präsentieren, tauschte JP Weber spontan seine Auftrittszeit mit dem Newcomer. „Nachwuchs muss gefördert werden und dazu gehört auch, dass sie zu vernünftigen Uhrzeiten auf der Bühne stehen können“, betonte Weber.

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Für Newcomer Mike Müller (l.) tauschte JP Weber seine Auftrittszeit.
In dieser Session feiert Klaus Bömeke alias „Feuerwehrmann Kresse“ sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Als Tollpatsch in Uniform, Helm und Rollschuhen sorgt er für viel Chaos bei der Brandbekämpfung. Seine Rede zum Jubiläum zündete beim Publikum und er wurde verdient mit stehenden Ovationen gefeiert. Obendrauf gab es noch die drei „goldenen Ks“ vom Klub Kölner Karnevalisten.
Ebenfalls gefeiert wurden die Filue („10 Liter Kölsch“). „Wir möchten uns heute vom KKK verabschieden, denn wir haben uns entschlossen, nach 40 Jahren als Band Schluss zu machen. Es gab Höhen und Tiefen, Lachen und Weinen, aber unser Herz für den Karneval haben wir nie verloren. Wir durften in den vergangenen vier Jahrzehnten jede Menge erleben und sind sehr dankbar dafür“, betont Sänger Stefan Fischer und kündigt an: „Bis Aschermittwoch werden wir noch einmal alles geben.“

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Bei den Bands konnten sich die Dräcksäck mit ihrem Frontmann Stefan Dumke durchsetzen.
Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Reiner Hömig zum Ehrenmitglied des Klub Kölner Karnevalisten. Nach seiner Herz-OP im August, bei der drei Stents eingesetzt wurden, ist Kölns Erfolgs-Produzent wieder voller Tatendrang. Immer schon hat Reiner Hömig den Nachwuchs gefördert und dabei mit seinem Gespür Tradition und Moderne verbunden.

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In der Session 2027 feiert Klaus Bömeke (l.) alias „Feuerwehrmann Kresse“ sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Dafür wurde er vom KKK und Moderator Robert Greven (r.) mit den drei „goldenen Ks“ ausgezeichnet.
Ganz besonders widmete er sich den Bläck Fööss. Was aber kaum einer weiß: In seinem Studio stand neben Mireille Mathieu, Jürgen Drews und Wolfgang Petry auch schon Céline Dion, als sie noch kein Weltstar war, am Mikrofon. Der Baas des KKK, Theo Schäfges, bedankte sich für die unzähligen kölschen Hits und dafür, dass er immer den KKK mit Rat und Tat unterstützt hat. Sichtlich gerührt bedankte sich Hömig beim Publikum.
Mit Tränen in den Augen musste auch Moderator Robert Greven kämpfen. Bevor Greven sein Amt als Vorsitzender des Klub Kölner Karnevalisten an seinen Nachfolger Theo Schäfges übergab, hatte er 16 Jahre den KKK zukunftsfähig gemacht. „Lieber Robert, danke für dein unermüdliches Engagement für den KKK und dein riesiges Herz für den Karneval“, bedankte sich Schäfges und ernannte Robert Greven zum Ehrenvorsitzenden des Klub Kölner Karnevalisten.
