Bei der „Lit. Cologne“ treten jährlich die erfolgreichsten Autorinnen und Autoren auf. Im Spezialprogramm haben die Veranstalter nun einen echten Buch-Superstar aus den USA nach Köln gelotst.
„Leiche verschwinden lassen“Buch-Superstar plaudert bei Köln-Besuch aus dem Nähkästchen

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Bestseller-Autor Colson Whitehead (l.) stand bei der Lit. Cologne mit Schauspieler Richard Barenberg (M.) und Kultur-Journalist Tobias Rüther auf der Bühne.

Er ist ein Superstar der internationalen Buchszene. Der US-Amerikaner Colson Whitehead konnte bereits zweimal den prestigeträchtigen Pulitzer Preis (für „Underground Railroad“ und „Nickel Boys“) gewinnen.
Nun war der 56-Jährige im Rahmen der „Lit. Cologne“ in Köln zu Gast, um sein neuestes Werk „Cool Machine“ vorzustellen. Der Roman ist der letzte Teil seiner weltweit erfolgreichen „Harlem Trilogy“.
Neuer Whitehead in Deutschland erschienen
Die Serie begleitet Ray Carney, einen New Yorker Möbelverkäufer, der nebenbei noch krumme Dinger dreht, durch die wilden 60er-, 70er- und 80er-Jahre im Norden Manhattans. „Cool Machine“, das am 6. Oktober in Deutschland erschienen ist, ist aber nicht nur eine Gaunergeschichte, sondern auch eine Liebeserklärung an Whiteheads Heimat New York.
Harlem sei ein Stadtteil, der „für die Geschichte der ganzen USA steht“. „Ein Möbelladen ist dabei die perfekte Kulisse, um gesellschaftlichen Wandel zu zeigen“, sagte Whitehead im Gespräch mit Tobias Rüther, der durch den Abend führte.
Der Bestseller-Autor gewährte dabei interessante Einblicke in seinen Schreibprozess („Ich habe eine Playlist mit 400 Songs, die ich während des Schreibens höre“), seine Recherchen für das gesamte Werk („Ich musste auch herausfinden, wo man besonders gut eine Leiche verschwinden lassen kann“) und das heutige Leben in Amerika.
Einmal kam das Gespräch dabei auch kurz auf Donald Trump zu sprechen. Whitehead hat eine klare Meinung zum amerikanischen Präsidenten und machte keinen Hehl aus seiner Abneigung. Trotzdem freut sich Whitehead nach monatelanger Lesereise auf die Rückkehr in die Heimat. Denn wie sehr er den Big Apple liebt, konnte er auch in Köln nicht verbergen.
Direkt zu Beginn der Lesung im WDR-Funkhaus gestand Whitehead, dass ihn akutes Heimweh plagt. „Ich freue mich, dass ich dann mal wieder länger zu Hause sein kann“, sagte er bei der Lesung. Dort arbeitet der Bestseller-Autor schon an seinem nächsten Buch.
