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Rekord bei letzter ShowBackstreet Boys nehmen emotional Abschied von Düsseldorf

Die US-amerikanische Boygroup Backstreet Boys steht auf der Bühne.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Backstreet Boys (Nick Carter, Howie Dorough, AJ McLean, Brian Littrell und Kevin Richardson, v.l.) gaben am Mittwochabend (7. Oktober 2026) das zehnte und damit letzte Konzert in Düsseldorf.

Die Konzertserie „Into the Millennium – Homecoming – Live in Germany“ ist mit der zehnten Show in Düsseldorf zu Ende gegangen. Die Backstreet Boys bedankten sich bei ihren Fans für diese besondere Zeit.

Am Ende weinte der Himmel und auch einige Fans verdrückten ein paar Tränen. Es ist vorbei. Die außergewöhnliche Konzertreihe der Backstreet Boys ist am Mittwochabend (7. Oktober 2026) in Düsseldorf ausgeklungen.

Insgesamt erlebten rund 470.000 restlos begeisterte Fans aus Deutschland, ganz Europa und anderen Kontinenten – nahezu ausnahmslos in den blau-weißen Farben ihrer Lieblingsband – die zehn spektakulären Shows, die sich wie eine Zeitreise anfühlten.

Backstreet Boys: 470.000 Fans bei den zehn Shows in Düsseldorf

Da es ausgerechnet zum Abschluss des Konzert-Marathons heftig regnete, blieb das Dach der Merkur-Spiel-Arena komplett geschlossen. Das Feuerwerk zum letzten Song „Everybody (Backstreet’s Back)“ fiel deshalb aus.

Die Fans erlebten trotzdem noch einmal einen emotionalen und mitreißenden Abend mit unzähligen Hits. Die fünf Mitglieder der legendären US-Boygroup bedankten sich der Reihe nach für die aufregenden zwei Wochen in Düsseldorf.

„Ein Traum wurde wahr. Zwei Wochen waren wir in diesem wunderbaren Stadion. Danke an Düsseldorf, dass ihr uns zu Gast hattet. Es gab tatsächlich Leute, die bei allen zehn Shows waren“, sagte Kevin Richardson (55), der während der Konzertserie im Rheinland seinen Geburtstag gefeiert hatte.

Nick Carter (46) erinnerte an den Start der Band vor über 30 Jahren. Mit „I’ll Never Break Your Heart“ feierte die Gruppe hier ihren ersten Platin-Hit. „Danke für die ganze Liebe. Wir werden nie vergessen, wo alles anfing – hier in Deutschland! Ich liebe euch alle“, sagte er.

Die Backstreet Boys schweben auf Surfbrettern auf die Bühne.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Der 26 Songs umfassende Hit-Marathon begann mit einem atemberaubenden Opening, als die Backstreet Boys auf Surfbrettern von der Hallendecke herab auf die Bühne schwebten.

Howie Dorough (53) hatte den Trip nach Deutschland besonders genossen. Er besuchte zwischen den Konzerten das Kloster Eberbach im Rheingau, wo er einen Wein aus seinem Geburtsjahr kosten durfte. Zudem ließ er sich in der Altstadt-Kneipe „Kuhstall“ blicken. „Überwältigend. Das war unglaublich hier“, sagte er zum Abschied.

AJ McLean (48) dankte seiner Frau Rochelle, die am Mittwoch ihren 45. Geburtstag feierte. 2008 lernten sich beide kennen, 2011 war die Hochzeit, Anfang 2024 trennten sie sich. Doch das Liebescomeback scheint perfekt zu sein. „Sie hatte vor neuneinhalb Jahren die tolle Idee, die ‚Into the Millennium Tour‘ zurück auf die Bühne zu bringen“, sagte der Sänger.

Zum Düsseldorf-Finale war das Stadion mit 48.000 Fans so voll wie bei keinem der neun Konzerte zuvor. „Das ist die größte Kulisse“, sagte Brian Littrell (51) beeindruckt. „Können wir vielleicht eines Tages wiederkommen? Wir vermissen euch so.“

Fans der Backstreet Boys feiern vor dem Stadion.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Nahezu alle Fans waren in weißen oder hellblauen Outfits zu den Konzerten gekommen. Dieses Bild spiegelte sich auch in der Düsseldorfer Innenstadt wider.

Die Fans wären damit einverstanden. Der knapp zweiwöchige Ausnahmezustand in der Stadt hat gezeigt, welche Anziehungskraft die fünf Stars nach wie vor haben. „Deutschland hat sich für uns immer wie eine zweite Heimat angefühlt, und was wir in Düsseldorf erlebt haben, war wirklich unvergesslich“, teilten die Backstreet Boys nach der Show in einer Stellungnahme mit.

„Zu erleben, wie die gesamte Stadt uns und unsere Fans willkommen geheißen hat, bedeutet uns sehr viel. Wir sind Live Nation, der Stadt Düsseldorf und vor allem den 470.000 Fans, die diese Residenz zu etwas so Besonderem gemacht haben, unglaublich dankbar. Deutschland wird immer einen ganz speziellen Platz in unseren Herzen haben!“

Die US-amerikanische Boygroup Backstreet Boys auf der Bühne.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Backstreet Boys boten immer eine zweistündige, perfekt durchchoreografierte Show.

Die Begeisterung spiegelte sich auch im stärksten digitalen Engagement in der jüngeren Tourneegeschichte der Backstreet Boys mit millionenfach verbreiteten Fan-Momenten wider. Die Stadt Düsseldorf, die Hoteliers und die Gastronomie haben zudem von diesem besonderen Residency-Konzept enorm profitiert. Es ist damit zu rechnen, dass in Zukunft mehr Bands lieber zahlreiche Shows an einem Standort spielen werden, statt durch das Land zu touren.

Während die letzten Fans am Mittwoch noch selig aus dem Stadion in die regnerische Nacht schlichen, lief im Innern der Abbau schon auf Hochtouren. Jetzt muss in Windeseile ein neuer Rasen verlegt werden. Denn schon am Sonntagabend geht es dort für Fortuna gegen Verl wieder im Drittliga-Alltag weiter. Die Backstreet Boys werden in ein paar Wochen wieder in Las Vegas auf der Bühne stehen.