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Gastro geschlossenChefin erklärt, warum sie Köln den Rücken kehrt

Das Fuhrmann im Kunibertsviertel hat geschlossen.

Copyright: Matthias Trzeciak

Das Fuhrmann im Kunibertsviertel hat geschlossen.

Das Fuhrmann im Kunibertsviertel hat zugemacht. Die Chefin erklärt, warum sie Köln den Rücken kehrt.

„Wir schließen!“ steht in großen Lettern auf einem Zettel im Schaufenster der Traditionsgaststätte Fuhrmann im Kunibertsviertel.

Zuletzt war dort das beliebte Café „little green kitchen“ untergebracht. Viele Stammkunden trauern – für Betreiberin Johanna (34) beginnt ein neues Kapitel: Sie ist schwanger und wandert mit ihrer kleinen Familie nach Dakar im Senegal aus.

Kölner Gaststätte dicht: Betreiberin wandert aus

Seit dem 25. September hat das kleine Lokal in der Straße „Unter Kahlenhausen“ geschlossen. „Der Grund dafür ist ein wunderschöner: Ich erwarte ein Baby und für mich und meine kleine Familie beginnt ein neues Kapitel außerhalb Deutschlands“, schreibt Johanna auf dem Aushang.

Begonnen hatte alles vor sechs Jahren, mit einem winzigen Laden im Klingelpütz im Gereonsviertel – dort befand sich auch die „kleine Küche“, die dem Café seinen Namen gab. Weil die Nachfrage nach gesundem Catering stetig wuchs, zog Johanna vor drei Jahren mit ihrem Konzept ins Kunibertsviertel um.

Nach sieben Jahren Köln zieht es Johanna jetzt nach Dakar, wo gerade ein eigenes Haus entsteht. „Wir bauen dort aktuell ein Haus und hoffen auf eine immer sonnige Zukunft“, sagt sie.

Auf Instagram verabschiedet sich Johanna von ihren Gästen: „Tschüss, ihr lieben Leute! Ich bin dankbar und stolz auf alles, was ich erleben durfte, auf jeden einzelnen Stammgast, jede überschwängliche Bewertung, mein tolles Team. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und das kann nur jetzt sein.“

Johanna verabschiedet sich aus Köln. Wie es mit dem Fuhrmann weitergeht, ist noch unklar.

Copyright: Trzeciak/privat

Johanna verabschiedet sich aus Köln. Wie es mit dem Fuhrmann weitergeht, ist noch unklar.

Auch die Kundenbewertungen zeigen, wie sehr das Café im Veedel geschätzt wurde: „Ich bin sehr traurig! Es gibt nichts Vergleichbares“, schreibt eine Besucherin.

Eine andere lobt: „Ein ganz schnuckeliger und richtig schön eingerichteter Laden mit super leckeren veganen Speisen. Ob Quiche, Salat, Focaccia oder Bananenbrot. Die Besitzerin ist total herzlich und man fühlt sich einfach wohl.“

Für Johanna und ihre Familie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, als Auswanderer im Senegal. Wie es mit der Traditionsgaststätte Fuhrmann weitergeht, ist nicht bekannt.