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Fünfter Holland-Camping-KrimiBernd Stelter greift im neuen Buch ganz aktuelles Problem auf

Karnevalist, Komiker und Schriftsteller Bernd Stelter hat sein neuestes Werk fertig. Im fünften Roman seiner Holland-Camping-Krimi-Reihe greift er ein ganz aktuelles Thema auf.

Seit 37 Jahren ist Bernd Stelter eine feste Größe im Kölner Karneval und einer der bekanntesten deutschen Kabarettisten mit über 100 Solo-Shows im Jahr. Außerdem ist der 65-jährige Camping-Fan und leidenschaftlicher Autor von Kriminalromanen.

Stelter lebt mit seiner Frau Anke in der Nähe von Köln, ist aber so oft wie möglich in Holland. Der leidenschaftliche Camper liebt das entspannte Leben an der Küste.

Bernd Stelter: Neuer Krimi „Die kalte Hand des Camping-Killers“

„Ich bin in meiner Jugend immer mit meinen Eltern im Camping-Urlaub gefahren, da ich Probleme mit den Bronchien hatte. Daher empfahl mein Kinderarzt mir das Reizklima der Nordsee“, sagt er im EXPRESS.de-Gespräch.

„Da meine Eltern nicht viel Geld hatten und sich keinen Hotel-Urlaub leisten konnten, kaufte mein Vater kurzerhand ein Zelt, packte es in den VW Käfer und los gings. Für mich ein Riesen-Spaß, den ich meine ganze Kindheit genossen habe.“

Mit seiner Frau und den Kindern versuchte es Stelter zunächst mit Ferienhäusern und Hotels. „Ich wurde im Karneval immer erfolgreicher. Dementsprechend wollte ich meiner Familie einen schönen Urlaub bieten und habe uns ein tolles Ferienhaus in Dänemark gemietet. Alles war super, nur unsere Kinder haben sich zu Tode gelangweilt.“

Als Stelter für einen Tag seine Schwester Petra, die in der Nähe auf einem Campingplatz Urlaub machte, besucht hat, konnten die Kinder den ganzen Tag herumturnen. „Als wir zurückfuhren, lagen die beiden in ihren Kindersitzen und haben gepennt. Das war der Moment, wo es bei mir Klick gemacht hat.“ Er habe zu seiner Frau gesagt: „Schatz, wir haben bisher etwas falsch gemacht.“

Bernd Stelter als kleines Kind beim Camping-Urlaub mit seinen Eltern.

Copyright: Bernd Stelter

Bernd Stelter (r.) mit seinen Eltern und seiner Schwester Petra beim Camping.

Für Familie Stelter stand in dem Moment fest: „Wir kaufen einen Wohnwagen.“ Doch bevor es so weit war, musste eine wichtige Entscheidung getroffen werden. „Wir hatten uns schon für das geräumige Modell Dethleffs 560 TK entschieden, als der Overather Händler uns darauf aufmerksam machte, dass es das Modell mit einer Achse oder mit einer Tandemachse gebe. Da ich keine Ahnung hatte, fragte ich nach dem Unterschied und bekam ernsthaft den Tipp: ‚Nehmen Sie den mit der Tandemachse, der rappelt nicht so beim Bumsen‘. Das ist kein Witz, das hat er wirklich gesagt. Wir haben dann den mit der Tandemachse gekauft.“

Aus dem Campingwagen mit Tandemachse ist mittlerweile ein Mobilheim geworden. Ein sogenannter Winkelbungalow auf Rädern. „Das ist gewissermaßen Seniorencamping. Und wichtig: Alles, was Räder hat, ist keine Immobilie, wodurch die ganze Bürokratie entfällt.“

Für Stelter, der das ganze Jahr durch Deutschland tourt und von einem Hotel ins nächste fährt, ist der Campingplatz pure Entspannung. „Nach dem Kauf des Mobilheims wurden wir von unseren Kindern zunächst belächelt, heute besitzen sie an der niederländischen Küstenprovinz Zeeland ein paar Hundert Meter von uns entfernt, selbst eines.“

Das Cover des Krimis „Die kalte Hand des Camping-Killers“.

Copyright: Bastei Lübbe

So sieht das Cover des neuen Holland-Krimis aus, den Bernd Stelter geschrieben hat.

Mittlerweile spricht Bernd Stelter nicht nur Niederländisch, sondern veröffentlicht mit „Die kalte Hand des Camping-Killers“ (erscheint am 3. August 2026) bereits den fünften Roman seiner Holland-Camping-Krimi-Reihe. Darin muss Inspecteur Piet van Houvencamp einen Mord an der niederländischen Küste aufklären, nachdem Teenager die Leiche eines belgischen Immobilienmaklers im Sand gefunden haben. Der getötete Makler wollte zuvor Campingplätze aufkaufen, um dort Luxus-Chalets zu errichten.

Mit seinem neuen Krimi greift Stelter nicht nur ein aktuelles, sondern auch ein heikles Problem der Camper auf. „In Zeeland und in den Niederlanden werden viele Campingplätze in sogenannte Luxus-Chalets oder Ferienparks umgewandelt.“ Grund: Es dürfen keine weiteren Flächen erschlossen werden, damit der Charakter der Landschaft erhalten bleibt.

Bernd Stelter steht bei einem Auftritt auf der Bühne.

Copyright: Daniela Decker

Bernd Stelter ist einer der gefragtesten Komiker des Landes und eine feste Größe im Kölner Karneval.

„Natürlich sind mir der Umweltaspekt sowie die Nachhaltigkeit bewusst. Ich kann die Niederländer verstehen, andererseits verstehe ich aber auch die deutschen Camper, die seit Jahrzehnten dort Urlaub machen und sich nach den Umwandlungen die Stellplätze nicht mehr leisten können, weil sie das Dreifache kosten.“

Für Bernd Stelter ist „Die kalte Hand des Camping-Killers“ ein ganz besonderer Roman. „Ich bin wirklich stolz, dass mir ein spannender und gleichzeitig lustiger Krimi gelungen ist, der dabei auch noch ein sehr aktuelles Thema behandelt und damit ganz nah an der Realität ist.“ Neben der Veröffentlichung seines neuen Buchs, freut sich Stelter auch schon auf die Premiere seines neuen Kabarettprogramms „Sonne im Herzen, Blödsinn im Kopf“, das 2027 beginnt.

Marie-Luise Nikuta beim Auftritt auf der Bühne.
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