Der Weg zum Triple-Sieg? Sein Geheimnis ist eiserne Gelassenheit.
Triple-Traum in LüneburgDieser Trainer ist Deutschlands begehrtester Coach

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Hübner lebt seinen Spielern einen kühlen Kopf vor. (Archivbild)
Stefan Hübner (50) ist alles andere als ein hitziger Vulkan an der Seitenlinie. Wenn es brenzlig wird, unterstützt der Coach des Volleyball-Pokalgewinners SVG Lüneburg seine Mannschaft mit Besonnenheit. „Ich kann ja nicht jetzt eine Auszeit nehmen und dann losbrüllen: ‚Leute, wir müssen jetzt ruhig bleiben!‘“, erklärt der Erfolgstrainer, für den in dieser Spielzeit sogar der dreifache Titelgewinn möglich ist.
Genau diese Herangehensweise machte ihn zum meistgefragten Trainer der Bundesrepublik; sein Name fiel bereits im Zusammenhang mit dem Posten des Nationaltrainers. Aber Hübner verfolgt in der niedersächsischen Kleinstadt noch große Ziele. Der 50-Jährige wirke oft nordisch-sachlich, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). „Ich bin kein Roboter, um Gottes willen“, betont er dazu.
Noch Titelchancen in Europa und der Meisterschaft
Für den Vizemeister und den als Deutschlands Trainer des Jahres 2025 ausgezeichneten Coach stehen solche spannungsgeladenen Augenblicke bevor. Die Mannschaft hat im CEV-Cup das Halbfinale gegen Greenyard VC Maaseik erreicht. Dank des 3:1-Erfolgs im ersten Duell kann sich Lüneburg am 2. April im heimischen Rückspiel sogar eine geringfügige Niederlage erlauben, um dennoch ins Finale einzuziehen.

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Gejubelt wird aber auch: Stefan Hübner lässt seine Emotionen raus. (Archivbild)
Zuvor beginnt am Samstag aber der Playoff-Start in der Bundesliga mit dem Spiel gegen Herrsching. Erstmals konnten die Niedersachsen die Hauptrunde auf dem ersten Rang vor dem Dauermeister Berlin Volleys abschließen und starten nun als Favorit auf den Titel in die entscheidende Phase. Die Lüne-Hünen haben sich seit ihrem Aufstieg vor zwölf Jahren stetig weiterentwickelt. Bereits in seiner Debüt-Saison 2014/2015 brachte der ehemalige Nationalspieler Hübner die Mannschaft bis ins Pokalendspiel.
Kapitän Elser: „Er kümmert sich um uns“
In Unterhaltungen mit seinen Weggefährten wird klar, welch enormen Beitrag Hübner zum Erfolg der Niedersachsen leistet. „Er kennt sich sehr gut aus, aber er kümmert sich um uns und sorgt dafür, dass es uns auch abseits des Spielfelds gut geht“, meint Kapitän Jesse Elser. „Wir führen tolle Gespräche. Manchmal geht es um Volleyball, meistens aber nicht. Es geht einfach ums Grillen oder um unsere Katzen oder darum, dass er sich nach meiner Familie erkundigt.“

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Der Pokalsieg gab den Lüneburgern weiteres Selbstvertrauen. (Archivbild)
Der Coach selbst betrachtet es als Schlüssel zum Triumph, wenn „die Spieler fast das Gefühl haben, sie stehen mit ihren besten Kumpels auf dem Feld“. Das ist besonders bemerkenswert, da der Kader beinahe jeden Sommer stark durchgemischt wird. „Da sind wir seit Jahren immer wieder positiv überrascht, was er aus dem Karton zaubert“, äußerte sich Geschäftsführer Andreas Bahlburg einst zu Hübners Geschick bei Transfers.
Beim Bundestrainer-Posten kam Hübner ins Grübeln
Der 50-Jährige beweist immer wieder ein Händchen für die passende Zusammenstellung und formt die Mannschaft rasch zu einer Einheit. Eine seiner besonderen Fähigkeiten sei es, „ein sehr gutes Gespür für Menschen zu haben, was eine Gruppe braucht, welche Bausteine, wie was zusammenpasst“, so Hübner.

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Hübner hat in Lüneburg langfristig verlängert - trotz attraktiver Angebote. (Archivbild)
Es verwundert angesichts dieser Fähigkeiten kaum, dass Hübner ein gefragter Mann ist. Dennoch hat er sich für eine langfristige Vertragsverlängerung in Lüneburg bis zum Jahr 2030 entschieden. Die Frage nach dem Bundestrainer-Amt habe ihn zum Nachdenken gebracht, gibt Hübner zu. „Das ist sicherlich eine ganz tolle, reizvolle Aufgabe, aber am Ende sind wir zu dem Schluss gekommen, dass nach wie vor für uns alles hier sehr gut passt.“ (red)
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