Deutscher Wimbledon-Traum Duell um 621.000 Euro: Mama Maria trifft im Viertelfinale auf Küken Niemeier

Tatjana Maria küsst in ihre Hand.

Tatjana Maria schlug am Sonntag (3. Juli 2022) Jelena Ostapenko und zog ins Viertelfinale von Wimbledon ein.

Was für ein deutsches Match in Wimbledon! Am Dienstag treffen Tatjana Maria (34) und Jule Niemeier (22) aufeinander.

Wahnsinns-Sieg von Tatjana Maria (34)! Die Deutsche schlug am Sonntag (3. Juli 2022) Jelena Ostapenko (25) in Wimbledon mit 5:7, 7:5, 7:5 und steht nun im Viertelfinale. Dort trifft sie am Dienstag (5. Juli 2022, 14 Uhr) auf die deutsche Konkurrentin Jule Niemeier (22).

Nach ihrem grandiosen Sieg in Runde zwei gegen die Weltranglisten-Fünfte Maria Sakkari (26, Griechenland), bezwang Maria auch die Nummer 17 der Welt.

Tatjana Maria kämpft sich nach verlorenem Satz eins zurück

Auf dem Center Court sah es zu Beginn sehr gut für die Zweifach-Mama aus, sie hatte im ersten Satz sogar die Chance auf eine 4:1-Führung durch ein Break. Aber Ostapenko kämpfte sich stark zurück und schnappte sich den Satz mit 7:5.

Was sich im ersten Satz schon abzeichnete, bestätigte sich in Satz zwei: Mit zunehmender Spieldauer kam die Lettin immer besser in die Partie, konnte ihren aggressiven und kraftvollen Spielstil durchsetzen und lag schnell wieder mit 3:0 vorne.

Das schnelle Aus für Maria? Nein! Die 34-Jährige, auf Rasen für den hohen Slice-Einsatz bekannt, stemmte sich gegen die drohende Niederlage, schnappte sich beim Stand von 2:4 gegen das Break und kam wieder auf 4:4 ran. 

Tatjana Maria gewinnt gegen Jelena Ostapenko

Kurze Zeit später wehrte Maria zwei Matchbälle gegen Ostapenko ab, holte sich das zweite Break und gewann mit 7:5 den zweiten Satz.

In Satz drei gab es dann ein wahres Break-Festival – das Maria für sich entscheiden konnte! Mit 7:5 gewann sie den entscheidenden Satz und zog sensationell ins Achtelfinale ein.

Das Publikum im Center Court jubelte. Ostapenko wurde bei ihrem Blitzabgang vom Platz kurz ausgebuht, danach gab es aber wieder Jubelstürme für Maria.

Tatjana Maria: „Das beste, was es auf der Welt gibt“

„Es gibt überhaupt keine Worte für dieses tolle Publikum. Es war großartig, auch als ich zurücklag, haben sie an mich geglaubt und dadurch habe auch ich an mich geglaubt. Vor den abgewehrten Matchbällen habe ich mir einfach gesagt, weiterzumachen. Es macht mich so stolz eine Mama zu sein, das ist das beste, was es auf der Welt gibt. Ich liebe meine Kinder!“, sagte Maria überglücklich nach dem Match.

stolz,Jule Niemeier (22) kämpfte ebenfalls um den Einzug ins Viertelfinale. Gegen die Britin Heather Watson (30) gewann die gebürtige Dortmunderin mit 6:2 und 6:4.

Jule Niemeier in Aktion in Wimbledon.

Jule Niemeier zog am Sonntag (3. Juli 2022) ins Viertelfinale von Wimbledon ein.

Niemeier war erleichtert nach ihrem Sieg: „Ich möchte mich entschuldigen, eine Britin hier geschlagen zu haben. Die Atmosphäre war wirklich toll, danke dass ihr uns heute unterstützt habt. Ich war nervös, aber auf dem Platz habe ich mich sehr wohlgefühlt und mich auf das Match konzentriert. Ich bin sehr stolz auf mich!“

Die deutschen Tennisspielerinnen treffen nun am Dienstag (14 Uhr) im direkten Duell um den Halbfinaleinzug beim Rasen-Klassiker in Wimbledon aufeinander. Die Viertelfinal-Partie findet als erste des Tages auf Court 1, dem zweitgrößten Platz der Anlage, statt.

Die Siegerin erhält umgerechnet 621 000 Euro und trifft auf die Gewinnerin der Partie zwischen der Weltranglisten-Zweiten Ons Jabeur aus Tunesien und der tschechischen Außenseiterin Marie Bouzkova.

Vor dem deutschen Duell sagte Maria: „Wir spielen oft gegen Leute, die wir mögen. Ich glaube, wir kriegen das beide gut hin, dass wir rausgehen, unser bestes Tennis spielen, und danach ist alles wieder in Ordnung.“

Wimbledon: Keine Weltcuppunkte

Bitter für Maria (Nummer 103 der Welt) und Niemeier (Nummer 97): In der Weltrangliste können sich die Deutschen trotz ihrer Teilnahme unter den besten Acht nicht verbessern, da es in diesem Jahr in Wimbledon keine Weltcuppunkte gibt.

Grund ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Die Turnierleitung entschied sich schon früh dafür, russische und belarussische Teilnehmerinnen und Teilnehmer auszuschließen. Der Welt-Tennisverband WTA reagierte und vergibt keine Weltranglistenpunkte, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

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