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„Das habe ich gemacht“Siegemund nach irrem Comeback in Stuttgart eine Runde weiter

Tennis: WTA-Tour - Stuttgart

Copyright: Marijan Murat/dpa

Nach einem hart erkämpften Sieg durfte Laura Siegemund jubeln.

Was für ein Fight! Laura Siegemund steht vor dem Aus, doch dann startet sie eine furiose Aufholjagd.

Das ist mal eine Antwort! Nur 48 Stunden nach der herben Pleite für das deutsche Damentennis und dem Abstieg in die Drittklassigkeit, sorgt Laura Siegemund (38) für ein echtes Ausrufezeichen. In ihrer Heimat Stuttgart rang die Tennis-Kämpferin die Bulgarin Viktoriya Tomowa (31) nach verlorenem ersten Satz nieder. Am Ende hieß es 4:6, 7:6 (7:4), 6:1.

Nach dem Kraftakt zeigte sich die 38-Jährige erschöpft, aber glücklich: „Ich hatte meine Probleme. Wenn man nicht gut spielt, muss man fighten. Das habe ich gemacht“.

Tiebreak-Drama: Siegemund mit dem Rücken zur Wand

Dabei sah es für die beste deutsche Spielerin im Ranking lange gar nicht gut aus. Die Stuttgart-Gewinnerin von 2017 agierte anfangs zu ungenau und fand einfach nicht ins Spiel. Doch der Höhepunkt der Partie hatte es in sich und war an Spannung kaum zu überbieten: Im Tiebreak des zweiten Satzes schien bei einem 0:4-Rückstand alles verloren. Doch dann zündete die Metzingerin den Turbo, holte sieben Zähler am Stück und zermürbte ihre Gegnerin mit raffinierten Stoppbällen. Der dritte Durchgang war danach nur noch Formsache.

Tennis: WTA-Tour - Stuttgart

Copyright: Marijan Murat/dpa

Der Auftakt ins Match lief nicht wie geplant, aber Laura Siegemund drehte die Partie.

Nächste Runde: Hammer-Los gegen Weltstar Swiatek

Eine bittere Pille für ihre Gegnerin Tomowa. Die war, wie die dpa berichtet, eigentlich schon in der Quali rausgeflogen und kam nur durch eine Absage als „Lucky Loser“ überhaupt ins Hauptfeld. Für Siegemund wird die Hürde im Achtelfinale aber ungleich höher: Dort wartet mit der Polin Iga Swiatek niemand Geringeres als die vierfache Siegerin der French Open.

Vergangene Woche hatte Siegemund beim Abstieg des deutschen Teams im Billie Jean King Cup noch gefehlt. Als Grund für ihr Fehlen nannte sie Oberschenkelbeschwerden, die sie behandeln lassen musste. Neben ihr hoffen in Stuttgart noch vier weitere deutsche Spielerinnen auf eine Überraschung: Ella Seidel, Eva Lys und Tamara Korpatsch greifen am Dienstag ins Geschehen ein, Noma Noha Akugue ist erst am Mittwoch dran. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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