„Respektlos dem Tennis gegenüber“ Rüpel Kyrgios: Hammer-Geldstrafe und massive Kritik nach US Open

Nick Kyrgios schleudert seinen Schläger auf den Boden.

Nick Kyrgios (Australien) mit einem Wutausbruch am 6. September 2022 im Spiel gegen den Russen Karen Chatschanow bei den US Open.

Tennis-Rüpel Nick Kyrgios steht nach seinen zahlreichen Ausrastern bei den US Open massiv in der Kritik, jetzt muss er die Zeche zahlen. Die Veranstalter verhängten eine hohe Geldstrafe.

Ein bisschen Emotion tut dem Sport immer gut, ein bisschen zu viel Emotion kann allerdings nur allen schaden. Tennis-Rüpel Nick Kyrgios (27) hat bei den US Open einmal mehr übertrieben.

Für seine Wutanfälle und Ausraster muss der Australier nun richtig blechen! Der Tennis-Profi wurde zu einer 14.000 Euro Geldstrafe nach der Fünfsatz-Niederlage im Viertelfinale am 6. September 2022) gegen den Russen Karen Chatschanow verdonnert. Dabei hatte Kyrgios unter anderem zwei Schläger zertrümmert.

Nick Kyrgios muss über 30.000 Euro Strafe zahlen nach den US Open

Doch schon zuvor hatte er seinem Ruf alle Ehre gemacht – im negativen Sinne. Kyrgios musste beim Turnier in New York insgesamt fünf Strafen hinnehmen: wegen unflätiger Flüche, zudem hatte Kyrgis gespuckt. Gesamt-Geldstrafe: rund 32.500 Euro. 

Ob ihn das künftig zähmen wird, ist fraglich, schließlich gewann der Australier in New York ein Preisgeld in Höhe von 445.000 Euro. Doch was ihn vielleicht viel mehr schmerzen wird, ist die massive Kritik an seinem Verhalten aus der Tennis-Szene.

Als Wimbledon-Finalist galt er eigentlich als Favorit auf den Sieg bei den US Open, doch er scheiterte und kam damit nicht klar. Nach der knappen 5:7, 6:4, 5:7, 7:6, 4:6-Niederlage schmetterte er zwei Schläger auf den Boden, um dann fluchtartig das Stadion zu verlassen. Später stammelte er: „Ich bin am Boden zerstört. Ich fühle mich wie Scheiße und so, als hätte ich meine Leute hängengelassen. Es ist herzzerbrechend. Am Ende des Spiels fühlte ich mich, ehrlich gesagt, gut. Nur psychisch verstört.“

Herzzerbrechend war aber auch sein Verhalten für viele Sport-Fans und auch Helfer bei den US Open. Weil Kyrgios den dritten Satz verloren hatte, feuerte er aus Frust eine Trinkflasche zu Boden. Die Flüssigkeit musste ein Helfer auf allen Vieren krabbelnd aufwischen, Kyrgios saß arrogant auf seinem Stuhl und schaute zu. 

Für das Gesamtpaket Kyrgios gab es so nach dem Turnier massive Kritik.„Er hat auch eine Vorbildfunktion für jüngere Menschen. Schieß' den Ball halt in den Himmel, aber zertrümmere nicht deinen Schläger. Ich finde, das ist immer eine billige Show“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner  (49) bei Eurosport.

Kyrgios scheint sein Ehrgeiz und sein unfassbarer Siegeswille im Weg zu stehen. ER sagte klar, dass es ihm nur um große Siege gehe: „Das ist alles, woran sich die Menschen bei einem Grand Slam erinnern: Ob du gewinnst oder verlierst. So bleibt man in Erinnerung.“ Alle anderen Turniere dazwischen seien mehr oder weniger „Zeitverschwendung“. Doch aktuell scheint es so, als bleibe Kyrgios den Menschen in Erinnerung, weil er der größte Tennis-Rüpel aller Zeiten ist.

Rittner legte nach und kann sein Verhalten nicht akzeptieren: „Es ist respektlos dem Tennis gegenüber und allen Menschen, die involviert sind und sich bemühen. Aber so ist er eben, das ist eine Seite von ihm.“ (ubo/dpa/sid)

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