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Vom Gegner gibt’s SpottTennis-Profi vergisst entscheidende Regel – und verliert!

Sebastian Ofner guckt enttäuscht.

Ganz bittere Niederlage für Sebastian Ofner.

Sebastian Ofner dachte schon, er wäre bei den Australian Open in der nächsten Runde. Doch eine entscheidende Regel hatte er vergessen.

Was für ein Drama bei den Australian Open! Der österreichische Tennis-Profi Sebastian Ofner hat die Chance auf das Hauptfeld auf denkbar bittere Weise verpasst.

Ofner sah am Mittwoch in der zweiten von drei Qualifikationsrunden gegen den US-Amerikaner Nishesh Basavareddy schon wie der sichere Sieger aus. Im Tiebreak des entscheidenden dritten Satz führte der ehemalige Top-40-Spieler mit 6:1, machte auch den Punkt zum 7:1.

Ofner denkt, er hätte gewonnen – und verliert

Anschließend jubelte Ofner über den vermeintlichen Matchgewinn, fasste sich mit dem Zeigefinger an den Kopf. Ein Zeichen für mentale Stärke?Doch es gibt ein Problem: Bei Grand-Slam-Turnieren wird der Tiebreak im Entscheidungssatz bis 10 gespielt. Das gilt auch für die Quali – nur leider hatte Ofner das nicht auf dem Schirm.

Der verfrühte Jubel brachte ihn offenbar aus dem Konzept, den komfortablen Vorsprung büßte er ein. Beim Stand von 10:9 und 11:10 hatte er trotzdem jeweils Matchbälle, die er aber nicht verwertete. Basavareddy nutzte seinerseits seinen zweiten Matchball.

Der Außenseiter feierte den Sieg mit einer provokanten Geste. Er fasste sich mit beiden Händen um den Hals, imitierte ein Würgen. Das englische Wort für würgen, „choke“, wird im Sport verwendet, wenn im entscheidenden Moment die Nerven versagen und ein großer Vorsprung noch hergegeben wird.

Bei vielen Fans kam der Jubel nicht gut an. „Ziemlich unfaires Verhalten“, schrieb ein User bei X. „Hat Ofner ihn während des Matches beleidigt? Das ist unangebracht“, fragte sich ein anderer. „Hoffentlich wird er in der nächsten Runde vernichtend geschlagen“, so ein weiterer User.

In der letzten Quali-Runde bekommt es Basavareddy mit dem Briten George Loffhagen zu tun. Sollte er auch dieses gewinnen, würde er erst zum vierten Mal in seiner Karriere im Hauptfeld eines der vier Majors stehen.

Andere fanden die Jubelgeste weniger schlimm. „Toller Jubel. So macht Tennis mehr Spaß“, meinte ein Fan. „Genug mit der übertriebenen Nettigkeit im Tennis. Ich liebe das!“, schrieb ein anderer.

Basavareddy dürfte bei seinem „choke“-Jubel wohl ein prominentes Vorbild gehabt haben. Der Amerikaner hat Teile seiner Kindheit im US-Bundesstaat Indiana verbracht, zog als Achtjähriger mit seiner Familie in die Nähe von Indianapolis. Dort ist das NBA-Team Indiana Pacers beheimatet.

Franchise-Legende Reggie Miller jubelte einst bei einem wichtigen Spiel der New York Knicks auf diese Art in die Richtung von Knicks-Edelfan Spike Lee. Der Regisseur hatte am Spielfeldrand gesessen und immer wieder provoziert. Miller leitete dann die Aufholjagd seines Teams ein und jubelte entsprechend. Im US-Sport gilt der „Reggie Miller Choke“ noch heute als legendär. Diesen Status wird mit seiner Geste nicht erreichen, doch zumindest er und Ofner werden dieses Match nicht so schnell vergessen ...

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