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„Aufreizende Nachrichten“ Star-Spielerin Petkovic kritisiert Sexismus im Tennis

Tennis-Profi Andrea Petkovic beim in Billie Jean King Cup ungenannten Fed Cup in Prag

Andrea Petkovic (hier beim Billie Jean King Cup in Prag am 1. November 2021) sieht im Tennis ein Sexismus-Problem

Trotz der Popularität des Frauen-Tennis sieht Profi-Spielerin Andrea Petkovic immer noch viele Unterschiede zu den Männern. Vielerorts würde sie weiterhin einen „latenten Sexismus“ spüren.

Prag. Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic (34) hat in ihrem Sport einen noch immer vorhandenen „latenten Sexismus“ beklagt. Sowohl Veranstalter als auch Fans seien dafür verantwortlich.

In einem am Sonntag (31. Oktober 2021) veröffentlichten Interview mit „sportschau.de“ erläuterte die Deutsche, was ihre Erfahrung mit Sexismus im Tennis sei – und warum dieser immer noch vorhanden sei.

Andrea Petkovic: Nach Spielen werden „immer unsere Outfits diskutiert“

„Nach Spielen erhalten wir Frauen in den sozialen Medien immer aufreizende Nachrichten und Kommentare. Ich bezweifle, dass das auf der Herrentour auch so ist. Dort werden immer unsere Outfits diskutiert, wie wir unsere Haare tragen“, erklärte die Darmstädterin.

Die ehemalige Top-Ten-Spielerin schilderte, dass Frauen früher meist auf den kleineren Plätzen spielen mussten. „Das kommt noch heute vor. Als es vor zwei Jahren bei den French Open zwei Tage regnete, wurden die Damen-Halbfinals auf den kleineren Plätzen ausgetragen, während die Männer auf den großen Plätzen spielten. Da kommt dieser latente Sexismus immer noch raus“, sagte Petkovic in dem Interview, das vor dem Auftaktspiel des DTB-Teams beim Billie Jean King Cup gegen Tschechien geführt wurde. „Wir sind bereits einen langen Weg gegangen, haben aber auch noch einen langen Weg vor uns“, sagte die deutsche Nummer zwei.

Bei dem Teamwettbewerb in Prag, der seit diesem Jahr nicht mehr Fed Cup, sondern Billie Jean King Cup heißt, verloren die deutschen Damen am Montagabend (1. November) ihr erstes Gruppenspiel gegen Tschechien 1:2. (dpa)

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