Reitsport-Schock Drei Pferde kommen bei Turnier in England ums Leben – ein Fall ist mysteriös

Der Reiter Ed Eltham springt mit seinem Pferd Ingido VIII über ein Hindernis.

Der Reiter Ed Eltham mit seinem Pferd Ingido VIII am dritten Tag des Blenheim Palace International Horse Trials (18. September 2022).

Der Reitsport trauert um drei Pferde, die beim Blenheim International Horse Trials verstarben. Die Umstände vom Tod des 13-jährigen Equador sind noch ungeklärt.

Tragische Nachrichten aus England schockieren die Reitsport-Szene. Am vergangenen Wochenende (15. bis 18. September 2022) fand das Turnier Blenheim International Horse Trials statt, bei dem drei Pferde ums Leben kamen.

Bei den Tieren handelte es sich um die neunjährige Stute Ricker Ridge Ricochet, den zwölfjährige Wallach Fanta Boy und den 13-jährige Equador. Alle drei überlebten die Vielseitigkeits-Wettkämpfe, welche in der Nähe von Oxford stattfanden, nicht.

Reitsport: Zwei Pferde nach schweren Stürzen eingeschläfert

Bereits in der Vergangenheit ist der Einsatz von Pferden im Sport als auch in der Öffentlichkeit auf schärfste kritisiert worden. Im Hintergrund sollen die Tiere teils schlecht behandelt werden und bei Polizeieinsätzen oder öffentlichen Ereignissen wie Karnevals-Umzügen können die Tiere schwer unter Stress geraten.

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Dieser Vorfall aus England unterstreicht nun noch einmal die Meinung von zahlreichen Tierschützern, welche eine Abschaffung oder gar Umstrukturierung des Reitsports befürworten. 

Die neunjährige Stute Ricker erlitt nach einem Sturz über ein Hindernis schwere Verletzungen und musste eingeschläfert werden. Ihre Halterin Samantha Lissington zog sich dabei etliche Rippenbrüche und einen Lebereinriss zu und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Beim Pferd Equador verhielt sich der Vorfall ähnlich. Nach einem Sturz zog sich das Tier eine schwere Beinverletzung zu und musste ebenfalls eingeschläfert werden.

„Ohne dich wird es auf dem Hof einfach nicht mehr dasselbe sein. RIP, bester Junge, den ich mir je wünschen konnte. Ich werde dich für immer lieben“, trauerte der Reiter Thomas Martin auf Instagram.

Dritter Todesfall wirft einige Fragen auf 

Mysteriös sind die Umstände beim Tod des Wallach Fanta Boy. Das Pferd von Reiterin Georgie Goss absolvierte den Wettkampf ohne Fehler. Im Anschluss ging es dem Tier offenbar gesundheitlich immer schlechter und es verstarb. Die Ursache ist noch unklar.

„Mit gebrochenem Herzen kann ich bestätigen, dass sehr traurigerweise unser Fanta Boy spät in der letzten Nacht gestorben ist“, erklärte Goss in den sozialen Medien.

Michael Dörr, Präsident des Deutschen Verbandes, sagte zuletzt, dass der gesamte Reitsport „vielleicht irgendwann nicht mehr olympisch“ sein werde. Seine Vorhersage: „Das Erste, was rausfliegt, ist der Geländeritt in der Vielseitigkeit.“ Dörr fügte an: „Mit Recht!“ Die Diskussionen werden nach den tragischen Vorfällen in England jedenfalls nicht enden.(fr)

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