Nach prickelndem Playboy-Shooting Schwimm-Star hat Ärger mit der eigenen Familie

Die deutsche Para-Schwimmerin Elena Krawzow im Wasser

Die deutsche Para-Schwimmerin Elena Krawzow, hier am 17. Juni 2021 bei den deutschen Meisterschaften in Berlin, hat nach einem „Playboy“-Shooting Ärger mit der Familie.

Mit ihren erotischen Aufnahmen für den „Playboy“ wollte Para-Schwimmerin Elena Krawzow ein wichtiges Zeichen setzen. Doch die deutsche Gold-Hoffnung in Tokio hat nach dem Shooting Ärger mit der Familie.

Köln. Es ist eine Frage, die zweifelsfrei viele Frauen vor einem „Playboy“-Shooting beschäftigt: Wie werden die prickelnden Aufnahmen wohl bei der eigenen Familie ankommen? Oft fällt die Resonanz positiv aus. Doch es gibt auch Fälle, in denen die erotischen Fotos nicht bei allen Angehörigen gut ankommen – wie beispielsweise in der Familie Elena Krawzows (27).

Die deutsche Para-Schwimmerin, die 2012 in London Olympia-Silber über 100 Meter gewonnen hatte, ließ im Jahr 2020 für die Oktober-Ausgabe des Männer-Magazins die Hüllen fallen. Und das belastet noch immer die Stimmung in der Familie, wie die gebürtige Kasachin nun erklärte.

Schwimmerin Elena Krawzow: Familien-Ärger wegen Playboy-Shooting

Denn bei einigen Angehörigen in der Heimat kamen die freizügigen Aufnahmen gar nicht gut an, wie Krawzow am Dienstag (31. August) der „Münchner Abendzeitung“ erklärte.

„Ich komme ja ursprünglich aus Kasachstan, das ist ein muslimisches und sehr konservatives Land. Teile meiner Familie sprechen bis heute nicht mit mir“, sagte die Para-Schwimmerin, die an der Sehkrankheit Morbus Stargardt erkrankt ist und deren Sehfähigkeit immer weiter abnimmt.

„Aber die Botschaft, die hinter diesen Fotos steckt, war mir viel wichtiger, als was Teile meiner Familie darüber denken. Ich glaube, dass ich vielen Menschen damit Mut und Kraft gegeben habe“, betonte Krawzow. Die Schwimmerin, die am Mittwoch bei den Paralympischen Spielen in Tokio Gold über ihre Spezialstrecke 100 Meter angreifen will, habe mit den Bildern eine Botschaft senden und Menschen mit einer Behinderung Mut machen wollen, sagte sie. „Aber leider ist so etwas hierzulande wohl immer noch ein Tabu, die Scham ist offenbar sehr groß, mich auf die Fotos anzusprechen.“ (kos, dpa)

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