Goldmedaille gewonnen, Freund verloren: Doch obwohl die Enttäuschung tief sitzt, signalisiert DSV-Adler Philipp Raimund Bereitschaft zur Aussöhnung.
Bittere Gold-BeichteSkisprung-Held trauert um zerbrochene Freundschaft
Aktualisiert
Gerade als Philipp Raimund den Gipfel seines sportlichen Erfolgs erreicht, mischt sich Wehmut in die Freude. Seinen Olympiasieg würde der Skispringer am liebsten auch mit Marius Lindvik, seinem früheren Freund, feiern, aber zwischen ihnen herrscht Eiszeit.
Der Grund: ein Skandal um einen Anzug, der ihre enge Bindung zunichtemachte. „Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt.“, gestand Raimund seine tiefe Verletzung.
Eklat bei der Weltmeisterschaft 2025 sorgte für Zerwürfnis
Hinter dem Zerwürfnis steckt ein Eklat bei der Weltmeisterschaft 2025. Damals musste Lindvik seine Silbermedaille wieder hergeben. Ein heimlich gefilmter Clip deckte auf, dass an seinem Sprunganzug manipuliert worden war.
Obwohl er kurz davor den WM-Titel auf der Normalschanze errungen hatte, beteuert der norwegische Athlet bis heute, von der Schummelei nichts gewusst zu haben. Das berichtet „SPORT1“. „Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben“, sagte Raimund.
Der Verrat trifft Raimund besonders hart, da die beiden eine enge Kameradschaft pflegten. „Wir waren ziemlich gut befreundet, bevor das alles passiert ist“, erklärt der deutsche Springer.
Gemeinsame Videospielabende und Livestreams gehörten zu ihrem Alltag. Aber ein Wort des Bedauerns? Darauf wartet Raimund immer noch. „Ich habe nie eine Entschuldigung oder Ähnliches bekommen. Das macht mich aus menschlicher Sicht etwas traurig.“
Obwohl die Enttäuschung tief sitzt, signalisiert der DSV-Adler Bereitschaft zur Aussöhnung. Er unterbreitet dem norwegischen Team ein Friedensangebot. „Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: ‚Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist‘, dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen und sagen: ‚Hey, wisst ihr was, wir sind auch nur Menschen, so etwas passiert eben. Wir konzentrieren uns einfach gemeinsam auf die Zukunft.‘“
Aber das Schweigen von drüben tut weh. „Ich bin schon etwas traurig, dass es nie dazu gekommen ist, vor allem, weil ich mit ihm befreundet war.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

