IOC schwingt Putin-Hammer Russland droht komplette Sport-Verbannung – auch zweites Land betroffen

Die Athletinnen und Athleten des Russischen Olympischen Komitees (ROC) laufen bei der Olympia-Eröffnungsfeier ein.

Schon bei Olympia, hier die Eröffnungsfeier am 4. Februar 2022, durfte Russland nur unter Flagge seines Nationalen Olympia-Komitees starten. Jetzt will das IOC Russland ganz aus dem Welt-Sport verbannen.

Auch sportlich zieht sich die Schlinge für Russland nach dem Krieg gegen die Ukraine immer weiter zu. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will das Land jetzt aus dem Welt-Sport verbannen.

Die Konsequenzen für Russlands Invasion in der Ukraine gehen längst über politische und wirtschaftliche Druckmittel hinaus, auch der Sport hat sich in vielen Bereichen klar gegen das Vorgehen von Präsident Wladimir Putin (69) positioniert.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zunächst noch mit Konsequenzen für Russland gezögert, nach massivem Druck jetzt aber auch Folgen für Sportlerinnen und Sportler in die Wege geleitet.

IOC will Russland von Sportveranstaltungen verbannen

Demnach empfiehlt das IOC seinen Mitgliedsverbänden den Ausschluss von Starterinnen und Startern aus Russland bei internationalen Wettbewerben. Dies gilt auch mit Blick auf Athletinnen und Athleten von Kriegspartner Belarus, teilte das IOC am Montag (28. Februar 2022) mit: „Um die Integrität weltweiter Sportveranstaltungen zu schützen, empfiehlt die IOC-Exekutive, dass internationale Sportverbände und -Veranstalter die Teilnahme russischer und belarussischer Athleten und Offizieller an internationalen Wettbewerben nicht erlauben.“

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Die Zahl der vom IOC anerkannten internationalen Verbände liegt bei 69, darunter sind diverse Ballsportarten wie Fußball, Basketball und Handball, dazu Leichtathletik, der Skisport oder auch Schach. Die jeweiligen Sport-Verbände können über Russlands Ausschluss allerdings eigenständig entscheiden. UEFA und EHF erwägen nach eigenen Angaben derzeit bereits, die russischen Klubs aus den Wettbewerben zu verbannen.

Mit Blick „auf den extrem schweren Verstoß gegen den olympischen Frieden und andere Verstöße gegen die olympische Charta durch Russlands Regierung in der Vergangenheit“ entzog das IOC zudem zahlreichen Regierungsmitgliedern den olympischen Orden – darunter auch Staatspräsident Wladimir Putin. Zudem richtete das IOC einen Solidaritäts-Fond für die „olympische Gemeinschaft“ der Ukraine ein.

Sportveranstaltungen künftig ohne Teilnahme von Russland

Fast zeitgleich schloss sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) den weltweiten Forderungen nach ebendiesen Maßnahmen an. „Auch der Sport muss seiner Verantwortung nachkommen und entsprechende Einschränkungen in Kauf nehmen“, teilte der deutsche Dachverband mit.

Für Russland, das Erfolge seiner Sport-Elite sowie im Land durchgeführte Sport-Großveranstaltungen auch als Werbe-Mittel genutzt hatte, wäre die weitreichende sportliche Verbannung eine weitere massive Isolations-Maßnahme.

Sport-Großveranstaltungen der Leichtathletik oder bei den verschiedenen Wintersport-Disziplinen würden fortan ohne Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland stattfinden. Betroffen sind auch die am 4. März 2022 beginnenden Paralympics.

IOC strafte Russland bereits wegen Doping-Vergehen ab

In der Vergangenheit hatte das IOC bereits bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (2018), Tokio (2021) und Peking (2022) Konsequenzen für Russland verhängt, damals allerdings noch als Folge des staatlichen Doping-Programms bei diversen Olympia-Athleten.

Bei den vergangenen drei Olympia-Ausgaben sammelte Russland keinerlei Medaillen als Land, stattdessen starteten russische Athletinnen und Athleten zunächst 2018 unter neutraler Flagge als Olympische Athleten aus Russland (OAR) und später unter der Flagge des „Russischen Olympischen Komitees“ (ROC). Bei Siegerehrungen wurde daher auch die Nationalhymne nicht abgespielt. (bc/sid)

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