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Schreckliche Geschichte hinter KinderfotoOlympia-Traum erfüllt – Eiskunstlauf-Star weint bitterlich

Maxim Naumov hält ein Kinderfoto mit seinen Eltern in die Kamera und weint.

Maxim Naumov hielt bei den US-Meisterschaften ein Bild seiner verstorbenen Eltern in die Kamera und weinte bitterlich.

Ein Augenblick, der unter die Haut ging: Bei den Eiskunstlauf-Titelkämpfen in den USA brach Maxim Naumov nach seinem Programm in Tränen aus.

Maxim Naumov (24) hat sich seinen Olympia-Traum erfüllt – doch seine Eltern, die ihn von klein auf trainiert haben, erleben das nicht mehr mit.

Bei den US-Meisterschaften wurde Naumov am Wochenende Dritter, schaffte es damit zum ersten Mal ins US-Aufgebot bei Olympischen Spielen. Schon nach dem Kurzprogramm, dem ersten von zwei Wettkampfteilen, wurde der Eiskunstläufer von seinen Gefühlen übermannt.

Naumovs Eltern starben bei Flugzeug-Absturz

Während er auf seine Bewertung wartete, zog er ein Bild hervor, das ihn als kleinen Knirps auf Schlittschuhen zeigt, gehalten von seinen strahlenden Eltern. Das berichtet „bild.de“.

Doch die Geschichte hinter dem Foto ist eine herzzerreißende Tragödie: Die Eltern von Naumov sind tot. Sie starben im Vorjahr bei einem furchtbaren Flugzeugunglück in Washington. Ein Flugzeug von American Airlines war nach dem Zusammenstoß mit einem Militärhelikopter in den Potomac-Fluss gekracht. Unter den insgesamt 67 Personen in beiden Fluggeräten gab es keine Überlebenden.

Unter den Toten befanden sich 28 Talente, Coaches und Familienangehörige aus der amerikanischen Eiskunstlaufszene. Sie waren nach den US-Meisterschaften und einem Lehrgang auf der Rückreise nach Boston. Auch Naumovs Eltern, Wadim Naumow und Jewgenija Schischkowa, waren unter den Todesopfern.

Nachdem er das beste Kurzprogramm seiner Laufbahn hingelegt hatte, brach Naumov neben seinem Coach Wladimir Petrenko in Tränen aus. Später sagte er: „Ich dachte in dem Moment einfach nur an sie. Ihr Lächeln, ihr Lachen, was sie zu mir sagen, ihre Worte.“ Er ergänzte: „Das alles spielt sich in meinem Kopf ab, besonders in Momenten wie diesen. Ich liebe sie.“

Die Erinnerung an seine Eltern, die 1994 bei der WM im Paarlauf gemeinsam Gold für Russland geholt hatten, scheint dem jungen US-Sportler Auftrieb zu geben. So glänzte er am späten Samstag auch bei der Kür und holte sich den dritten Rang. Sein großer Traum von Olympia in Mailand und Cortina d’Ampezzo wurde damit wahr.

Tragisch: Noch kurz vor ihrem Tod im vergangenen Jahr hatte Naumov nach damals Platz vier bei den nationalen Meisterschaften mit seinen Eltern über dieses große Ziel gesprochen. „Das war auch das Thema des letzten Gespräches mit meinen Eltern. Und es würde mir unglaublich viel bedeuten, es zu schaffen.“

Dieser Traum ist nun wahr geworden. „Ich habe sofort an sie gedacht“, sagte Naumov am Sonntag über seine Eltern. „Ich wünschte, sie könnten hier sein und das mit mir erleben, aber ich spüre ihre Anwesenheit, und sie sind bei mir.“

Über seine verstorbenen Eltern findet er rührende Worte: „Sie waren wundervolle Menschen. Ich habe nicht mehr nur die Kraft, die Leidenschaft, den Antrieb oder die Hingabe einer einzelnen Person – sondern trage die Kraft von drei Personen in mir.“

Auch sein Mannschaftskamerad Ilia Malinin (21), der als Sieger der Meisterschaft sein Olympia-Ticket gelöst hat und als Doppel-Weltmeister als absoluter Topfavorit nach Mailand fährt, zeigt sich bewegt. „Es ist wirklich bedeutungsvoll, dass er hierherkommen und genau das tun kann, was er tun wollte. Wir alle unterstützen ihn. Wir sind da für alles, was er braucht.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.