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Knochenbruch nach Test-Panne Rodler bei Crash auf Olympia-Bahn schwer verletzt

Folgenschwerer Vorfall bei einem Testlauf auf der Olympia-Bahn der Rodler in Peking: Der Pole Mateusz Sochowicz hat sich bei einem Crash schwer verletzt und sich unter anderem den Unterschenkel gebrochen.

Peking. Er wollte drei Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in China der Rodelbahn in Peking testen, doch nach einem folgenschweren Crash ist der Olympia-Traum für Rodler Mateusz Sochowicz (25) bereits geplatzt.

Der Pole zog sich einen komplizierten Bruch des linken Unterschenkels zu, erlitt außerdem Schnittverletzungen und Prellungen, wie sein Rodelverband am Montag (8. November 2021) mitteilte. Auslöser des Unfalls war offenbar ein Missverständnis.

Schwere Verletzung bei Rodler nach Crash auf Olympia-Bahn

Sochowicz habe Schmerzen im rechten Knie und im Becken und es sei nicht klar, ob er in dieser Saison noch Wettkämpfe bestreiten könne, sagte der Generalsekretär des polnischen Rennrodelverbandes, Janusz Tatera, in einem Interview mit lokalen Medien. Eine Genesung bis zu den Winterspielen erscheint dagegen schon jetzt komplett ausgeschlossen.

„Morgen werde ich ein größeres Update geben, aber die Situation ist, dass ich lebe und es mir ‚gut geht‘“, schrieb der schwer verletzte Sochowicz auf Facebook. Der 25-Jährige liegt derzeit im Krankenhaus.

Rodler Mateusz Sochowicz in der Olympia-Bahn.

Mateusz Sochowicz, hier am 10. Februar 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, hat sich bei einer Trainingsfahrt in Peking schwer verletzt.

Sein Unfall geht offenbar auf eine Panne auf der Olympia-Bahn zurück: Der Rodler war im Training während der internationalen Trainingswoche auf der Bahn bei hohem Tempo gegen eine Absperrung geprallt, die eigentlich hätte offen sein müssen, wenn ein Schlitten in der Bahn ist.

Mateusz Sochowicz mit Unfall auf Olympia-Rodelbahn in Peking

Auslöser war dabei wohl ein Missverständnis: Sochowicz nahm seinen Trainingslauf laut SID vom etwas niedriger gelegenen Frauenstart in Angriff. Nach zwei Kurven läuft die Eisbahn mit dem Männerstart zusammen, hier versperrte aber eine Art Weiche den Weg. Diese hätte bei einer Fahrt vom Frauenstart geöffnet sein müssen.

Im eigens für die Winterspiele (4. bis 20. Februar) neu erbauten Yanqing Sliding Center finden derzeit ausgiebige Trainingsläufe statt, auch die deutschen Rodler um Natalie Geisenberger (33) und Felix Loch (32) sind vor Ort. Am 20./21. November wird dort auch die neue Weltcup-Saison eröffnet. (bc/sid)

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