Twitter-Hass und Negativ-Rekorde Die schlechtesten Leistungen der NBA-Geschichte

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Auch Dirk Nowitzki hat nicht immer einen Sahnetag. 2007 schieden seine Dallas Mavericks überraschend in den Playoffs gegen die Golden State Warriors aus.

Köln – In der NBA werden Fans oft Zeugen von außerordentlichen sportlichen Leistungen, die Leute wie Jordan, Chamberlain und Co. wie Basketball-Götter aussehen lassen. So sagte schon Larry Bird, dass „His Airness“ nicht wie ein Mensch spielte, sondern wie „Gott verkleidet als Michael Jordan.“

Aber ab und zu haben auch vermeintliche Götter einen schlechten Tag. Es erinnert uns daran, dass auch die NBA-Stars nur Menschen sind. Wir haben die zehn schlechtesten Performances der Geschichte zusammen gestellt.

LeBron James (Spiel 4 der NBA Finals 2011 gegen Dallas Mavericks)

8 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists, 27,3 FG%, 0 Punkte im 4. Viertel

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Keine große Hilfe für seine Miami Heat: LeBron James in Spiel 4 der NBA Finals 2011 gegen die Dallas Mavericks.

Mittlerweile ist der „King“ ja aus Diskussionen über den besten Spieler aller Zeiten nicht mehr wegzudenken. 2011 wurde James aber noch vorgeworfen, in entscheidenden Momenten nicht abzuliefern.

Im vierten Finals-Spiel 2011 gegen Dallas machte er es seinen Kritikern sehr einfach und lieferte lediglich acht Zähler bei drei von elf Schüssen aus dem Feld in 45 Minuten ab. Zudem machte er keinen einzigen Punkt im vierten Viertel, was ihm den unschönen Spitznamen „LeChoke“ einbrachte.

Chris Paul (Spiel 4 der ersten Playoff-Runde 2009 gegen Denver Nuggets)

4 Punkte, 2 Rebounds, 6 Assists, 6 Turnover, 2/7 FG

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Chris Paul enttäuschte im Trikot der New Orleans Hornets gegen die Denver Nuggets auf ganzer Linie.

2018 hat Chris Paul es ja endlich mal in die Conference Finals geschafft, aber vor seinem Trade zu den Houston Rockets war der All-Star-Point-Guard nie Teil eines ebenso erfolgreichen Teams gewesen.

Das 121:63 in Spiel vier der Western Conference Quarterfinals gegen die Nuggets war dabei ein besonders frustrierendes Beispiel. In dem 58-Punkte-Blowout spielte CP3 36 Minuten, in denen er schlappe vier Punkte machte. Er nahm gerade einmal sieben Würfe, keinen einzigen Freiwurf und hatte eine -38-Bilanz.

Jan Vesely (28. Dezember 2013 gegen Detroit Pistons)

8 Minuten, 6 Fouls

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So schnell wie Jan Vesley gegen die Detroit Pistons kann man eigentlich gar nicht wieder vom Platz fliegen.

Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen 2013 bewies Jan Vesely noch einmal, was für eine Enttäuschung der Nr.6-Pick von 2010 war. Der Seven-Footer schaffte es innerhalb von acht Minuten sechs Fouls einzusammeln und vom Platz zu müssen. Man würde vermuten, dass das Ganze mit einem Hack-a-Shaq zusammenhängt, aber Vesely hat nicht einmal aktiv versucht, Gegenspieler zu foulen!

Die Krönung seiner unbeholfenen Leistung war dann noch, dass Vesely im selben Spiel einen Airball beim Freiwurf schaffte – ein deutliches Ausrufezeichen hinter seinen Status als Draft-Bust.

Kobe Bryant (Spiel 5 der NBA Finals 2000 gegen Indiana Pacers)

8 Punkte, 4/20 FG, 5 Rebounds, 3 Assists

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In den NBA Finals 2000 zeigte Kobe Bryant eine für ihn ungewöhnlich schwache Leistung.

Die schlechteste Playoff-Performance der „Black Mamba“ kam in seiner ersten Finals-Serie. In Spiel fünf wurden die Los Angeles Lakers mit einem 87:120 von den Indiana Pacers vom Platz gefegt und Bryant machte lediglich acht Punkte, bei 20 Wurfversuchen.

Anschließend sprach Kobe seine schlechte Shooting-Leistung kritisch an: „Ich würde lieber null von 30 in einem Spiel haben, als null von neun. Wenn du null von neun wirfst, hast du dich selbst besiegt. Es zeigt, dass du hast dein Selbstvertrauen verloren hast.“

LaMarcus Aldridge (26. Januar 2016 gegen Golden State Warriors)

5 Punkte, 3 Rebounds, 1 Assist, 3 Turnover, 2 gelöschte Social-Media-Accounts

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Nach der schwachen Leistung löschte LaMarcus Aldridge seine Social-Media-Accounts.

In einem 30 Punkte-Blowout gegen Golden State spielte der sonst so konstante LaMarcus Aldridge ein unglaublich schlechtes Match. Es war so miserabel, dass er nach dem Spiel seinen Twitter- und seinen Instagram-Account löschte, da Spurs-Fans ihn online so heftig verhöhnten.

Dirk Nowitzki (Spiel 6 der ersten Playoff-Runde 2007 gegen Golden State Warriors)

8 Punkte, 2/13 FG, 2 Assists, 3 Turnover

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Auch Dirk Nowitzki hat nicht immer einen Sahnetag. 2007 schieden seine Dallas Mavericks überraschend in den Playoffs gegen die Golden State Warriors aus.

In den Playoffs 2007 rechnete so gut wie jeder damit, dass die Dallas Mavericks die Golden State Warriors überrollen würden. Immerhin waren die Mavs erster Seed im Westen und hatten 25 Siege in der Regular Season mehr als ihre Gegner aus der Bay Area. Außerdem führte Dirk Nowitzki im Vorjahr sein Team in die Finals und war der MVP der Regular Season. Was also konnte schief gehen? Einiges.

Die Mavericks lagen in der Playoff-Serie hinten und im entscheidenden Spiel sechs konnte „Dirkules“ in 36 Minuten nur miserable 8 Punkte bei 13 Versuchen erzielen (0/6 3er). Die Warriors zerlegten die Favoriten mit 111:86 und wurden das erste Team der Geschichte, das als achter Seed eine Best-of-Seven-Serie gewinnen konnte.

Tim Hardaway (27. Dezember 1991 gegen Minnesota Timberwolves)

44 Minuten, 2 Punkte, 0/17 FG, 3 Rebounds, 4 Turnover

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Tim Hardaway traf am 27. Dezember 1991 keinen einzigen seiner 17 Wurfversuche.

„Keep Shooting“ ist ja ein altes Mantra im Basketball, das Spieler daran erinnern soll, sich nicht von ein paar Fehlversuchen irritieren zu lassen und jeden Wurf zu nehmen, als wäre er der erste.

Tim Hardaway hätte diesen Rat in diesem Spiel lieber nicht befolgt. Der Olympia-Sieger und fünfmalige All-Star schaffte es, 17 Würfe hintereinander zu verfehlen und kam in 44 Minuten auf ganze zwei Punkte. Er stellte damit den Rekord für die meisten Wurfversuche ohne ein erfolgreiches Field Goal auf.

Zum Glück machte Teamkollege Chris Mullin 36 Punkte, sodass die Golden State Warriors sogar das Spiel gewannen. Hardaway nahm die Leistung mit einem Lächeln und sagte nach dem Spiel: „Ich werde mir diesen Boxscore einrahmen. Ich musste ja irgendwie einen NBA-Rekord brechen.“

Kenny Walker (11. Dezember 1993 gegen Atlanta Hawks)

12 Minuten, 0 Punkte, 0/0 FG, 0 Rebounds, 0 Assists, 0 Turnover, 0 Steals, 0 Blocks, 0 Fouls

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War im Dezember 1993 gegen die Atlanta Hawks quasi unsichtbar: Kenny Walker (hier noch im Trikot der New York Knicks).

Was Kenny Walker am 11. Dezember 1993 gegen die Atlanta Hawks ablieferte – oder eben nicht ablieferte – war einfach nur skurril: In der Länge eines kompletten Viertels konnte er in keiner Kategorie irgendetwas erreichen.

Wenn man sich den Statistik-Zettel anschaut, würde man denken, jemand hätte vergessen, ihn auszufüllen, aber Walker spielte in diesem Match wie ein Geist. Nicht einmal zu einem Wurfversuch oder einem Foul konnte der Washington-Forward es bringen.

Dabei war der „Skywalker“ als fünfter Pick im Draft gar nicht mal so ein schlechter Spieler. Dass er, trotz seiner Länge und Athletik, das Spiel in keiner Weise beeinflussen konnte, ist bemerkenswert.

Ray Allen (Spiel 3 der NBA Finals 2010 gegen Los Angeles Lakers)

42 Minuten, 2 Punkte, 0/13 FG, 4 Rebounds, 2 Assists, 2 Turnover

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Ray Allen (Boston Celtics, r.) im Duell mit Derek Fisher (Los Angeles Lakers) während der NBA Finals 2010.

Nachdem Ray Allen in Spiel zwei gegen die Lakers 32 Punkten erzielte und mit acht versenkten Dreiern einen Finals-Rekord aufstellte, waren die Erwartungen hoch an den Elite-Shooter und seine Boston Celtics.

Im darauffolgenden Spiel war Allen jedoch eiskalt und traf nicht einen einzigen Wurf in 42 Minuten Spielzeit. Nach dem Rekord in Spiel zwei hatte er acht Fehlwürfe von Downtown in Spiel drei.

Bei der engen 91:84-Niederlage gegen Kobe Bryant und die Lakers hätten die Celtics jedes bisschen Unterstützung von Allen gebraucht. So verlor Boston jedoch das Spiel und letztendlich auch die Serie.

John Starks (Spiel 7 der NBA Finals 1994 gegen Houston Rockets)

42 Minuten, 8 Punkte, 2/18 FG, 0/11 3er, 2 Rebounds, 2 Assists, 5 Fouls

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John Starks war maßgeblich dafür verantwortlich, dass seine New York Knicks die NBA Finals 1994 gegen die Houston Rockets verloren.

Das Spiel sieben der NBA-Finals: ein Ereignis bei dem Spieler über sich hinauswachsen und zu Legenden werden können. Für John Starks war das entscheidende Spiel der Finals 1994 jedoch ein absoluter Albtraum.

In der engen Partie schoss Starks katastrophale zwei von 18 aus dem Feld (0/11 3er) und konnte zudem nur zwei Rebounds und zwei Assists aufbringen. Die desaströse Leistung beinhaltet zudem keinen einzigen Treffer im vierten Viertel bei zehn Versuchen.

Als könnte es nicht schlimmer werden, verfehlte er in der letzten Minute drei wichtige Dreier, von denen der letzte ein lächerlich kurzer Airball war, der die Niederlage der New York Knicks besiegelte.

Dieser Inhalt wurde uns von „Köln Sport“ zur Verfügung gestellt und erschien hier zuerst.

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