Ukraine-Krieg Russisches Motorsport-Talent zeigt Nazi-Gruß – jetzt zieht sein Racing-Team Konsequenzen

Der russische Kart-Profi Artjom Sewerjuchkin zeigte während der Siegerehrung einen Nazi-Gruß.

Der russische Kart-Profi Artjom Sewerjuchkin zeigte während der Siegerehrung am Sonntag (10. April 2022) einen Nazi-Gruß und brach danach in lautes Gelächter aus.

Bei einem Rennen der Karting European Championship kam es während der Siegerehrung zu einem Skandal. Der russische Sieger Artjom Sewerjuchkin zeigte einen Nazi-Gruß. Nun hat sein Team Konsequenzen gezogen.

Erneuter Eklat während einer Siegerehrung eines russischen Sportlers! Nachdem der russische Turner Iwan Kuliak (20) Anfang März ausgerechnet neben dem Ukrainer Illja Kowtun (18) mit dem russischen Pro-Kriegs-Symbol „Z“ auf dem Podium gestanden hatte, sorgt nun der nächste russische Sportler für einen Skandal.

Nach einem professionellen Kart-Rennen an der Algarve in Portugal zeigte der russische Sieger Artjom Sewerjuchkin am Sonntag (10. April 2022) den Nazi-Gruß. Der erst 15-jährige Junioren-Champion hätte eigentlich gar nicht erst an den Start gehen dürfen, da Russland wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von allen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Stattdessen ging Sewerjuchkin unter italienischer Flagge an den Start. Inzwischen veröffentlichte sein Racing-Team ein Statement und zog harte Konsequenzen.

Nazi-Gruß während Siegerehrung: Russischer Jung-Profi sorgt für Eklat

In einem Video, das die Siegerehrung zeigt, ist zu sehen, wie der junge Russe sich während der italienischen Nationalhymne zweimal auf die Brust schlägt und seinen rechten Arm zum Nazi-Gruß ausstreckt.

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Die unfassbare Aktion vor laufenden Kameras kommt angesichts des Angriffskrieges, den der russische Präsident Wladimir Putin (69) mit der „Entnazifizierung der Ukraine“ begründet, einem widerlichen Skandal gleich. Doch damit nicht genug: Nach der unfassbaren Aktion fängt Sewerjuchkin laut an zu Lachen und bekommt sich dabei fast gar nicht mehr ein.

Das Video, das den russischen Jung-Profi zeigt, sorgte auch auf Twitter für heftige Reaktionen. „Frauen und Kinder werden von Dämonen abgeschlachtet. Aber klar, lasst uns noch darüber lustig machen. Unglaublich, einfach unglaublich“, zeigte sich ein Nutzer geschockt.

Nach Nazi-Gruß: FIA veröffentlicht Statement

Die widerliche Aktion hat nun offenbar ein Nachspiel. Die Rennserie, die auch von der FIA, also dem gleichen Verband, dem auch die Formel 1 angehört, ausgetragen wird, hat dazu am Montag (11. April) ein Statement abgegeben.

„Die FIA bestätigt, dass eine sofortige Untersuchung wegen des nicht zu tolerierenden Benehmens von Artjom Sewerjuchkin während der Podiums-Zeremonie beim Karting European Championship eingeleitet wurde“, teilte die FIA auf Twitter mit. „Die FIA wird schnellstmöglich über die nächsten Schritte in diesem Fall informieren“, so der Verband weiter. Eine endgültige Entscheidung steht also noch aus.

Nach Tränen-Interview: Racing-Team zieht Konsequenzen

Später erkannte der Russe wohl, was er da angerichtet hatte. „Ich möchte mich bei allen für das, was gestern passiert ist, entschuldigen. Ich unterstütze die Nazis nicht, sie sind für eines der schlimmsten Verbrechen der Menschheit verantwortlich. Die Geste war überhaupt nicht als Nazi-Gruß gemeint“, so der Nachwuchs-Fahrer in einem offensichtlich selbst gedrehten Telegram-Video, das „F1 Feeder Series“ bei Twitter veröffentlichte.

Seine Entschuldigung kam jedoch zu spät! Sein Team „Ward Racing“ veröffentlichte ein eigenes Statement auf Instagram, in dem sie die Kündigung des jungen Russen bekannt gaben. Das Team sehe „keine Möglichkeit für eine weitere Zusammenarbeit“ mit dem 15-Jährigen und werde seinen Rennvertrag auflösen. Weiter entschuldigte sich das Team bei allen, die sich von der Aktion verletzt fühlen und betont, dass sie sich klar gegen den Angriffs-Krieg positionieren. Seit dem Krieg hätten sie drei ukrainische Familien aufgenommen, die aktuell mit ihnen reisen. (mn)

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