Formel 1Plötzlich konkurrenzfähig: Vettel nimmt direkt Kontakt zu Aston Martin auf

Sebastian Vettel geht in der Formel 1 durch das Fahrerlager

Sebastian Vettel, hier am 20. November 2022 in Abu Dhabi bei seinem letzten Rennen in der Formel 1, verfolgt die Erfolge seines alten Teams Aston Martin jetzt als Zuschauer in der Heimat.

Sebastian Vettel verfolgt die Formel 1 nur als Zuschauer – bleibt dabei aber nicht untätig. Seinen alten Rennstall Aston Martin kontaktierte er gleich nach dem erfolgreichen Saisonstart.

Gemischte Gefühle für Sebastian Vettel (35) im ersten Jahr des Ruhestands: Den starken Saisonstart seines vorigen Arbeitgebers Aston Martin in der Formel 1 hat auch der Vierfach-Weltmeister aufmerksam zur Kenntnis genommen.

Er dürfte dabei hin- und hergerissen sein: auf der einen Seite pflegt Vettel immer noch gute Kontakte zum Team, jubelte über Platz drei für Nachfolger Fernando Alonso (41) in Bahrain. Auf anderen Seite bohrt womöglich die Frage: Kam das Karriere-Aus doch ein Jahr zu früh?

Hörte Sebastian Vettel in der Formel 1 zu früh bei Aston Martin auf?

In den Tagen nach dem Bahrain-Auftakt heimste Vettel so viele Lobeshymnen ein wie lange nicht mehr. Die Gelehrten sind sich einig: Die Pionier-Arbeit am im Vorjahr noch so lahmen Boliden ermöglichte Aston Martin erst das Ausrufezeichen auf dem Wüsten-Kurs. Nicht nur Sky-Experte Ralf Schumacher (47) nahm daher an, dass Vettel seinen Abschied nun sogar bereuen könnte.

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Dass der einstige Dominator Kilometer um Kilometer im frustrierend langsamen Wagen abspulte, brachte wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung des jetzt deutlich dynamischeren AMR23. Das spülte selbst den im Vorjahr hoffnungslos unterlegenen Lance Stroll (24) auf einen ganz starken sechsten Platz in Bahrain.

Und Vettel? Der ging trotz nur 37 WM-Punkten 2022 im Guten, pflegt weiter exzellente Beziehungen zu vielen Team-Mitgliedern. Wenig verwunderlich, dass Chefmechaniker Mikey Brown jetzt berichtete, dass sich der einstige Fahrer gleich nach dem ersten Grand Prix der Saison gemeldet habe.

„Er hat mir am Sonntag nach dem Rennen geschrieben und sich für uns gefreut“, verriet Brown in einem Interview mit dem F1-Podcast „PitStop“: „Das hätte er nicht machen müssen, aber es war ein sehr feiner Zug von ihm“.

Sebastian Vettel pflegt gute Beziehung zu Aston Martin

Denn auch Vettel weiß, wie lange das Team hinter dem Team erfolglos werkelte, ehe sich 2023 endlich die erhofften Resultate einstellten.

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Dass der Heppenheimer als Zuschauer mit einem weinenden Auge auf den Durchbruch nach seinem Abgang blickt, glaubt Brown derweil nicht: „Er ist zufrieden, ist zu Hause bei seinen Kindern, macht das, was er machen wollte. Du weißt eben nicht, was für ein Auto du im nächsten Jahr hast.“

Im einstündigen Gespräch plauderte Brown aber auch aus dem Nähkästchen, verriet: Anfangs habe er Vettel gar nicht gemocht, weil er den früheren Champion aus seiner Zeit bei Red Bull kritisch gesehen habe. Das änderte sich aber schon in den Anfangstagen der gemeinsamen Arbeit. „Was für ein Typ“, schwärmte der Chefmechaniker: „Jemand, von dem man lernen kann und der als Mensch eine absolute Legende ist.“ (bc)