Formel 1Kurz vor Saisonstart: Fahrer deutet bittere Erkenntnis über Sebastian Vettel an

Erstmals seit 2007 startet die Formel 1 ohne Sebastian Vettel in eine Saison. Der Vierfach-Weltmeister beendete nach zwei Jahren bei Aston Martin seine Karriere. Ob er das womöglich noch einmal bereut?

Lange Zeit fuhr er in der Formel 1 allen davon, dominierte als Vierfach-Weltmeister zeitweise die Königsklasse des Motorsports. Doch in seinen beiden finalen Jahren quälte sich Sebastian Vettel (35) im Aston Martin nur noch durch die Saison.

Zu keiner Zeit stellte der Rennstall Vettel einen konkurrenzfähigen Boliden zur Verfügung, mit dem er konstant auf Punktejagd hätte gehen können. Stattdessen etliche Frust-Auftritte, Punktlos-Wochenenden und zwei zwölfte Plätze in der Endabrechnung. 

Formel 1 startet ohne Sebastian Vettel in die neue Saison

Vettel verlor zunehmend die Lust, entschied sich schließlich gegen einen dritten Anlauf im Aston Martin. Dass der Heppenheimer diese Entscheidung noch bereuen könnte, hat jetzt Ferrari-Pilot Carlos Sainz (28) angedeutet.

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Vor dem ersten Renn-Wochenende der Formel 1 in Bahrain (Rennen am Sonntag, 5. März, 16 Uhr/Sky) sprach der Vorjahres-Fünfte der Gesamtwertung über die Konkurrenz um Podestplätze – und geriet beim Blick auf Vettels früheren letzten Arbeitgeber in der Formel 1 regelrecht ins Schwärmen.

„Es ist kein Geheimnis, dass Aston Martin auf einem richtig guten Level ist. Das pfeifen die Vögel schon seit Dezember von den Dächern. Alle Teams wissen, dass Aston Martin im Windkanal und im Simulator große Fortschritte gemacht hat“, stellte Sainz klar. Bei den Testfahrten in Bahrain habe das Team die guten Eindrücke dann auch auf der Strecke „nicht mehr verstecken“ können.  Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Was ihn besonders freut: Durch das Erstarken der Briten winken ihm jetzt heiße Duelle mit Landsmann und Vorbild Fernando Alonso (41), der als Vettel-Nachfolger das zweite Cockpit neben Lance Stroll (24) besetzt. An den drei Test-Tagen in Bahrain fuhr er auf die Plätze zwei, drei und neun. Mit dem Vorjahres-Rennwagen praktisch undenkbar!

Für deutsche Motorsport-Fans bringt das die schmerzhafte Erkenntnis:  Anstelle von Alonso hätte auch Vettel im aufgemotzten Aston Martin sitzen können, um sich mit einer glanzvolleren Saison aus der Formel 1 zu verabschieden. Selbst das zuletzt spekulierte Comeback nach der Verletzung von Lance Stroll ist schon wieder vom Tisch: Nach einer OP an der Hand ist der Kanadier nun doch rechtzeitig für den Saisonstart fit. (bc)