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Chaos-Rennen in KanadaVerstappen zurück an der Spitze – schwarzer Tag für Ferrari

Mercedes-Pilot George Russell führt Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen und McLaren-Pilot Lando Norris durch die erste Kurve.

Von links an: Red-Bull-Racing-Pilot Max Verstappen, Mercedes-Pilot George Russell und McLaren-Pilot Lando Norris beim Großen Preis von Kanada am Sonntag (9. Juni 2024).

Der Große Preis von Kanada in der Formel 1 hatte einiges zu bieten. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen ist zurück an der Spitze, während beide Ferrari-Piloten das Rennen nicht beenden konnten.

von Oliver Reuter (reu)

Der Formel-1-Dominator schlägt zurück. Max Verstappen (26) gewann den Reifen-Poker von Montréal und machte seinen Kanada-Hattrick perfekt.

Der Weltmeister setzte sich in einem turbulenten Kanada-GP bei Start im Nassen und abtrocknender Strecke vor seinem McLaren-Herausforderer Lando Norris (24) durch. Dritter wurde Pole-Setter George Russell (26) im Mercedes vor Teamkollege Lewis Hamilton (39) sowie Oscar Piastri (22) im zweiten McLaren.

Formel 1: Max Verstappen feiert seinen sechsten Saisonsieg

Verstappen freute sich: „Es war ein verrücktes Rennen, da waren viele Dinge dabei. Ich musste die Abstände gut managen, aber so etwas braucht man ab und zu. Es hat Spaß gemacht mit den McLaren zu kämpfen. Es gibt noch viel zu verbessern, aber ich bin natürlich zufrieden mit dem Sieg.“

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Auch Norris war happy: „Es war Chaos, es war richtig viel los. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich eine gute Pace hatte. Das Safety-Car hat mir in Miami geholfen, hier leider nicht. Das hat mich drei, vier Sekunden gekostet. Hier in Montréal passiert immer irgendetwas, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Es ist schön, dass es so eng ist und wir kämpfen weiter.“

Mit seinem sechsten Saisonsieg vergrößerte der „fliegende Holländer“ seinen WM-Vorsprung wieder deutlich. Denn Ferrari erlebte nach dem Monaco-Triumph ein Fiasko. Nach seinem Heimsieg und einem verpatzten Qualifying (nur elfter) musste Charles Leclerc (26) sein Auto mit einem „seltsamen Motorenproblem“ zur Mitte des Rennens in der Garage abstellen. Dadurch verlor der Monegasse in der WM wieder deutlich an Boden. Sein Ferrari-Kollege Carlos Sainz (29) fiel in der 55. Runde nur auf Rang elf liegend nach einem Dreher aus.

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Aber es war kein Spaziergang im Park für Verstappen. Der Triple-Champion klagte bei der wilden Hatz über die Randsteine wieder über sein hüpfendes Red-Bull-„Känguru“: „Ich kann nicht über die Randsteine fahren, das knockt mich aus.“ Das strukturelle Problem des RB20 ärgerte ihn schon bei seinen Niederlagen gegen Norris in Miami und gegen Leclerc in Monaco.

Im letzten Renndrittel überschlugen sich die Ereignisse. Erst krachte Verstappens Edelhelfer Sergio Perez (34) nach einem Dreher rückwärts in die TecPro-Barriere. Dann drehte sich auch Sainz, räumte dabei auch den Williams des stark fahrenden Alex Albon (28) ab und löste eine Safetycar-Phase aus.

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Die eliminierte Verstappens Vorsprung und bescherte den 100.000 Fans ein heißes Finale. Dabei kollidierte der angreifende Russell mit Piastri und wurde in der Folge von Hamilton überholt. Doch kurz vor Schluss holte er sich Rang drei zurück.

Russell haderte jedoch mit dem Ergebnis: „Wir sind auf die Slicks gegangen, wo ich einige Fehler gemacht habe. Das hat mich Platz zwei gekostet. Mit Lewis war es am Ende hartes, faires Racing, aber so soll es sein. Das Wichtigste ist: Wir sind wieder bei der Musik und können mit den Jungs da vorne kämpfen.“

Den Reifen-Poker hat dagegen Nico Hülkenberg (36) verloren. Der Emmericher und sein Haas-Kollege Kevin Magnussen (31) setzten am Start als einzige auf Regenreifen und pflügten in den ersten acht Runden auch durchs Feld. Doch mit abtrocknender Strecke und nach dem Wechsel auf Intermediate-Pneus fielen sie weit zurück.

Der „Hülk“ kämpfte sich immerhin noch an Magnussen vorbei auf Rang elf. Und er zeigte zwei Runden vor Schluss ein atemberaubendes Ausweichmanöver gegen den sich quer über die Strecke drehenden Racing Bull von Yuki Tsunoda (24).