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„Bin froh, dass es zu Ende ist“ Formel 1: Abschied des Iceman Kimi Räikkönen ist besiegelt

Vor der Pressekonferenz des Weltverbands zum Grand Prix von Italien in Monza 2018 sitzen die damaligen Ferrari-Piloten Sebastian Vettel (r) und Kimi Räikkönen im Auto.

Kimi Räikkönen (l.), hier mit Ex-Ferrari-Kollege Sebastian Vettel 2018 in Monza, beendet seine große Formel 1-Karriere.

Noch das Grand-Prix-Rennen in Abu Dhabi, dann ist für Kimi Räikkönen Schluss. Der finnische Ex-Weltmeister beendet am Wochenende seine große Formel-1-Karriere und plant schon heiße Badminton-Duelle mit Sebastian Vettel.

Es ist der letzte Auftritt des „Iceman“: Kimi Räikkönen (42) beendet nach dem Grand Prix in Abu Dhabi seine großartige Karriere. Tränen wird es beim Alfa-Romeo-Mann keine geben. „Warum sollte man emotional werden? Ich bin glücklich, dass es bald zu Ende ist“, sagte der Finne vor seinem 350. und letzten Rennen in der Königsklasse (Sonntag, 14.00 Uhr MEZ/Sky).

Ein Milchgesicht war er bei seinem ersten Grand Prix am 4. März 2001 in Melbourne, wenig erfahren in Formelserien noch dazu. Doch die Skepsis legte sich schnell. Nach einer starken Debütsaison bei Sauber holte ihn McLaren, der „Iceman“ war geboren: Unfassbar schnell, kühl bis ans Herz. 2007 beerbte er Michael Schumacher bei Ferrari und wurde gleich im ersten Jahr bei den Roten Weltmeister. Seither wartet die Scuderia auf den Fahrertitel.

Kimi Räikkönen mit Kult-Status in der Formel 1

Mit 42 Jahren ist der zweimalige Familienvater mittlerweile der Senior in der Formel 1. Zwei Dinge haben sich über die Jahre nicht geändert: Räikkönen ist ein großer Schweiger – und genießt deswegen Kultstatus. Und: Um eine Party kann er nur schwer einen Bogen machen.

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Seine schillerndste Eskapade wird auf neun Seiten in der Biographie „Der unbekannte Kimi Räikkönen“ ausgebreitet. „16 Tage“ heißt das Kapitel und handelt von einem regelrechten Alkoholmarathon. Darin geht es unter anderem um den Privatjet eines Scheichs und einen im Suff gestauchten Knöchel. An einem Montag hört Räikkönen auf zu trinken, am folgenden Sonntag wird er Dritter beim Großen Preis von Spanien. Einer von 103 Podiumsplätzen.

Kimi Räikkönen: Weltmeister mit Ferrari

Keine schlechte Ausbeute sind auch Räikkönens 21 Grand-Prix-Siege, wobei er nur einen davon in den vergangenen acht Jahren errang (USA 2018). Tatsächlich ging es in Räikkönens Karriere nach seinem Fahrertitel etwas bergab, das Feuer im Iceman loderte nicht mehr so stark. Gut genug für die Formel 1 war er aber immer noch, sonst wird man nicht der Pilot mit den meisten Grand-Prix-Starts – auch wenn ihn Fernando Alonso (333) bald überholen dürfte.

Räikkönen wird das einerlei sein, wenn man seinen Worten glauben darf. Womöglich bekommt er es nicht mal mit, denn zum Stammzuschauer von Formel-1-Rennen will der Schweiger aus Espoo im Ruhestand nicht werden: „Ich denke, ich werde schon einige Rennen sehen. Vielleicht nicht in voller Länge. Mal schauen.“

Kimi Räikkönen: Badminton-Duelle mit Sebastian Vettel

Immerhin freut er sich dann, Sebastian Vettel wieder öfters zu sehen, mit dem er fünf Jahre gemeinsam für Ferrari fuhr. „Wir haben schon lange nicht mehr Badminton gegeneinander gespielt. Früher habe ich ein paarmal versucht, ihn gewinnen zu lassen. Wahrscheinlich ist es sein Plan, mich so alt werden zu lassen, dass er eine Chance hat“, erklärt der Finne lachend.

Die Formel 1 wird ihn in jedem Fall vermissen. Sparsame Mimik und pointierte, oft gelangweilt vorgetragene Aussagen sind sein Markenzeichen. Seine Antworten sind den Fans lieb gewordene Standardfloskeln, gegen die jeder noch so kritische Fragesteller keine Chance hat. „It's not my business“ („Das ist nicht mein Thema“) oder „I expect normal stuff, as always“ („Ich erwarte das Übliche“). Keine weiteren Fragen mehr, danke. (ach/sid)

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