Die Formel 1 nach dem Mick-Aus Bei diesen fünf Piloten-Paarungen herrscht Explosionsgefahr

Red-Bull-Fahrer Sergio Perez (r.) klatscht seinen Teamkollegen Max Verstappen ab.

Die Red-Bull-Fahrer Max Verstappen (l.) und Sergio Pérez nach dem Großen Preis von Mexiko am 29. Oktober 2022.

Die Saison in der Formel 1 neigt sich dem Ende zu, die Fahrer-Paarungen für das kommende Jahr sind fast komplett. Zwischen einigen Piloten könnte es in der kommenden Rennzeit jedoch heftig krachen.

Wenn sich die Formel-1-Familie trifft... Vor dem WM-Finale in Abu Dhabi (Sonntag, 20. November 2022, 14 Uhr, Sky) trafen sich die 20 GP-Piloten zum Abschiedsdinner für Sebastian Vettel (35), der seine Karriere beendet. Aber so harmonisch wie auf dem Gruppenfoto wird's in der neuen Saison sicherlich nicht. Es gibt mindestens fünf Piloten-Paare mit ordentlich Explosionsgefahr.

Red Bull: Max Verstappen (25) / Sergio Pérez (32): Der Weltmeister schuf sich mit seiner Platztausch-Weigerung in Interlagos aus seinem Edelhelfer einen In-Team-Feind. „Ich habe ihm zu seinen zwei WM-Titeln verholfen und er gibt mir nicht mal Platz sechs zurück. Damit hat Max gezeigt, wer er wirklich ist“, schimpfte der Mexikaner.

Verstappen begründete seine Weigerung mit Geschehnissen im Laufe der Saison, verriet aber nicht, ob er damit Pérez’ angeblichen Fake-Crash in Monaco meinte, der ihm die Chance auf die Poleposition raubte. Dafür beschwerte sich „Mad Max“ über Fan-Kritik im Internet: „Man hat angefangen, meine Familie anzugreifen, meine Schwester, meine Mutter, meine Freundin und meinen Vater bedroht. Das ist ziemlich eklig.“

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Alpine: Esteban Ocon (26) / Pierre Gasly (26): Die Franzosen waren zu Kartzeiten befreundet, wurden aber zu Erzfeinden. Gasly erklärt: „Ich habe angefangen, ihn zu besiegen. Es kam der Punkt, an dem er verärgert war. Es war das Ende der Freundschaft.“ Ralf Schumacher (47) gab dem künftigen Alpine-Gespann noch eine pikante Note: „Der Gasly ging früher im Hause Ocon ein und aus. Doch dann hat er ihm die Freundin ausgespannt.“

Die Formel-1-Piloten zeigen sich gut gelaunt auf einem Gruppenfoto zum Abschied für Sebastian Vettel (obere Reihe 3.v.l.).

Die Formel-1-Fahrer posieren beim Abschiedsdinner für Sebastian Vettel (obere Reihe 3.v.l.) zum Gruppenfoto.

Es wird spannend, wie Teamchef Otmar Szafnauer (58) die beiden Hitzköpfe bändigen will. Er kennt das ja noch von Racing Point, wo Ocon seinem damaligen In-Team-Feind Pérez nach einem Fast-Crash in Spa vorwarf: „Pérez wollte mich töten!“

Aston Martin: Fernando Alonso (41) / Lance Stroll (24): Der Spanier sorgte bisher in jedem Team für Streit. Bei Alpine gab es Dauerzoff mit Ocon, dem er nach ihrer Kollision im Interlagos-Sprintrennen vorwarf: „Ich war nah an der Wand in Saudi-Arabien und in Ungarn, hier hat er mir den Frontflügel abgefahren. Nur noch das eine Rennen, nächstes Jahr habe ich das Problem nicht mehr.“ Dafür kriegt er sicher neue Probleme mit Milliardärssohn Stroll, der seinen Teamkollegen Vettel öfters mal von der Strecke drückte.

Mercedes: Lewis Hamilton (37) / George Russell (24): Die Beziehung zwischen Rekordweltmeister und Jungstar war bis Brasilien nur aufgrund ihres nicht siegfähigen Silberpfeils unbelastet. Doch den ersten Saisonsieg fuhr nicht der Brite ein, sondern Russell, der schon früher bewiesen hat, mit harten Bandagen zu kämpfen.

Haas: Kevin Magnussen (30) / Nico Hülkenberg (35): Zwischen den beiden gab es früher reichlich Zoff auf der Strecke und in Budapest 2017 das legendäre Verbal-Duell mit Hülkenbergs Vorwurf („Du bist der unfairste Fahrer im Feld“) und Magnussens Konter „Leck mir die Eier, Liebling!“). Man darf gespannt sein, wie lange ihr Burgfrieden nach dem Aus für den lieben Mick Schumacher (23) hält.

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