Handball-WM Starker Kampf gegen Rekord-Weltmeister: Deutschlands Medaillen-Traum geplatzt

Deutschlands Torwart Andreas Wolff und Frankreichs Ludovic Fabregas (r) kämpfen um den Ball.

Andreas Wolff (l.) hat bei der Handball-WM gegen Frankreich am Mittwochabend (25. Januar 2023) erneut eine überragende Leistung gezeigt.

Deutschland hat Rekord-Weltmeister Frankreich bei der Handball-WM einen spannenden Kampf geliefert. Am Ende konnte sich die DHB-Auswahl im Viertelfinale gegen abgezockte Franzosen nicht belohnen.

Tore, Kampf und Mentalität: Gegen Rekord-Weltmeister Frankreich hat bei der DHB-Auswahl am Mittwochabend (25. Januar 2023) in Danzig zu Beginn alles gestimmt. Doch am Ende kippte das Spiel zu Frankreichs Gunsten.

Das Spiel startete mit über 20 Minuten Verzögerung, nachdem die Norweger gegen Spanien zweimal in die Verlängerung gingen (34:35). ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein klärte die unübersichtliche Situation für die TV-Zuschauerinnen und Zuschauer vor Spielbeginn auf.

Handball-WM: Deutschland mit starkem Start gegen Frankreich

„Das letzte Viertelfinale ist hinter uns erst vor zehn Sekunden zu Ende gegangen. Auf keinen Fall kann die deutsche Mannschaft hier um halb Neun Handball spielen“, erklärte die Moderatorin.

Der späte Anpfiff brachte die deutsche Mannschaft jedoch nicht aus der Ruhe. Bei bester Stimmung in Danzig erspielte sich DHB-Auswahl mit einer entschlossenen Leistung eine Drei-Tore-Führung (9. Minute).

Dabei half auch Torhüter Andi Wolff – der 31-Jährige war direkt mit mehreren starken Paraden zur Stelle! Angeführt von Superstar Nikola Karabatić (38) versuchten sich die Franzosen ins Spiel zurückzukämpfen, doch die Deutschen hielten dem Druck zunächst stand. Nach 15 Minuten führte die DHB-Auswahl mit 11:7.

Doch der Rekord-Weltmeister schlug schnell zurück: Innerhalb von drei Minuten holten die Franzosen vier Tore auf und kamen so zum Ausgleich (11:11, 19. Minute). Nach 24 Minuten hatte der überragende Andi Wolff bereits acht Paraden auf dem Konto und hielt seine Mannschaft damit weiter im Spiel (14:14).

In der DHB-Offensive war es Spielmacher Juri Knorr (22), der für die erneute Führung sorgte. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Kapitän Johannes Golla (25) konnte sich auch Torhüter Joel Birlehm (25) auszeichnen, der einen Sieben-Meter-Wurf abwehren konnte. Nach einer spannenden ersten Hälfte ging es leistungsgerecht mit einem Unentschieden in die Kabine (16:16).

Kurz nach der Pause sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer die erste Führung für Frankreich, doch auch das DHB-Team konnte in Person von Knorr und Golla schnell zurückschlagen (19:17, 33. Minute).

Im Laufe der zweiten Hälfte wurde auch Frankreich-Torhüter Remi Desbonnet (30) immer mehr zum Faktor, wodurch Frankreich erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnte. 

Zehn Minuten vor Schluss erspielte sich „Les Bleues“ eine Drei-Tore-Führung. Gegen abgezockte Franzosen versuchte die DHB-Auswahl sich in den letzten Minuten noch ins Spiel zurückkämpfen – doch vergebens. Am Ende stand ein 35:28 auf der Anzeigetafel. Für Deutschland geht es nach dem verpassten Medaillen-Traum am Freitag (27. Januar, 15.30 Uhr) gegen Ägypten in der Platzierungsrunde um das Spiel um Platz fünf. (mn)

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