„Viele schwere Themen“ Diese Persiflage-Wagen rollen durch Köln – Neuheit beim Rosenmontagszug

Revanche geglückt Nach Pleite am Vortag: DHB-Team gelingt WM-Generalprobe

Juri Knorr feiert einen Treffer im Testspiel gegen Island.

Juri Knorr war einer der stärksten Akteure aufseiten der deutschen Handballer beim 33:31-Testspielsieg gegen Island am Sonntag (8. Januar 2023).

Ein brandgefährlicher Spielmacher, ein bärenstarker Torwart – und stabile Nerven: Deutschlands Handballer haben ihre Generalprobe bestanden und starten mit Rückenwind in ihre WM-Mission.

WM-Generalprobe geglückt: Die deutschen Handballer haben am Sonntag (8. Januar 2023) den EM-Sechsten Island im zweiten Härtetest binnen 24 Stunden mit 33:31 (19:14) besiegt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason (63) sammelte fünf Tage vor dem Turnier-Auftakt wertvolles Selbstvertrauen.

Überragende Akteure waren Juri Knorr und Andreas Wolff. Der 22 Jahre alte Mittelmann Knorr avancierte mit 13 Toren zum besten deutschen Werfer und riss die Zuschauer in Hannover mit seinem spektakulären Spiel von den Sitzen. Zudem zeigte sich Keeper Wolff mit etlichen Paraden in WM-Form. Als es in der Crunchtime drauf ankam, drehte der 2016-Europameister auf.

WM-Generalprobe: Deutschlands Handballer bezwingen Island

„Es tut gut, die Vorbereitung mit einem Sieg abzuschließen. Jetzt freuen wir uns, dass es langsam ernst wird“, sagte Johannes Golla. Der Kapitän monierte allerdings zu viele einfache Fehler und einige Fehlwürfe. „Das muss uns eine Warnung sein, dass uns so etwas das Genick brechen kann“, sagte der Kreisläufer.

Sorgen bereitet noch der „zweite Anzug“. Denn wie schon bei der 30:31-Niederlage tags zuvor in Bremen verlor Deutschland auch am Sonntag nach deutlicher Führung zwischenzeitlich den Faden. Als Coach Gislason zur Halbzeit durchwechselte und auch Wolff vom Feld nahm, brauchten die Isländer gerade einmal zehn Minuten, um auszugleichen. Doch Knorr und Wolff brachten das deutsche Team in der Schlussphase wieder auf Kurs.

Sorgen gibt es auch um Routinier Kai Häfner. Der Linkshänder humpelte in der Schlussphase vom Feld. Häfner hatte sich bei einer Angriffsaktion verletzt und wurde anschließend hinter der deutschen Bank liegend behandelt.

DHB-Team: Juri Knorr und Andreas Wolff stark gegen Island

Durch den verdienten Erfolg am Sonntag bog die Auswahl des Deutschen Handballbundes mit positiver Energie auf die letzten Meter ihrer Turnier-Vorbereitung ein. Die 10.043 Fans in der ausverkauften ZAG-Arena in Hannover verabschiedeten die Mannschaft mit stehenden Ovationen, der forsche Auftritt der international noch recht unerfahrenen Mannschaft um Kapitän Golla gibt Anlass für Optimismus.

„Wir haben alle haben Bock, dass das Turnier endlich losgeht“, hatte Knorr vor dem Anpfiff der Generalprobe gegen den „WM-Geheimfavoriten“ (O-Ton Gislason) gesagt – und seinen Worten Taten folgen lassen. Der Mittelmann erwies sich am Sonntag von Beginn als Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels und glänzte sowohl als umsichtiger Takt- und Passgeber als auch als sicherer Torschütze. Allein im ersten Abschnitt traf Knorr neunmal.

Die kommenden Tage verbringen Golla und Co. für den letzten Feinschliff in der Sportschule Barsinghausen. Am Donnerstag geht es für die deutsche Mannschaft dann per Charterflieger in den Vorrunden-Spielort Kattowitz, wo tags darauf der Auftakt des WM-Abenteuers gegen Asienmeister Katar (Freitag/18 Uhr/ZDF) steigt. Weitere Gegner im Kampf um die Hauptrunde sind Serbien am 15. Januar sowie Algerien am 17. Januar.

Schon im ersten Test am Samstag hatte das deutsche Team lange Zeit seine WM-Tauglichkeit unter Beweis gestellt. Bis zur 23:17-Führung spielte vor allem Knorr groß auf, ehe Gislason einige Wechsel vornahm und Island in den Schlussminuten noch vorbeizog. „Der zweite Anzug sitzt noch nicht“, hatte Gislason danach moniert und die Niederlage als „lehrreich“ bezeichnet. ((sid)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.