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Dänemark-Kracher bei Handball-EMGislason überrascht mit Personal-Entscheidung

Bundestrainer Alfred Gislason sitzt bei einer Pressekonferenz vor einem Mikrofon und trägt eine Brille.

Bundestrainer Alfred Gislason bei einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dänemark.

Aktualisiert

Bundestrainer Alfred Gislason wird im Hauptrunden-Duell gegen Dänemark wohl auf seine zwei etatmäßigen Außenspieler verzichten.

Eine Kader-Überraschung kurz vor dem Duell der Handball-Giganten! Für Deutschland ist das Spiel ein Matchball für das Halbfinalticket, während es für Dänemark ein Alles-oder-nichts-Spiel ist.

Und noch bevor der Ball am Montagabend (26. Januar 2025/20.30 Uhr) überhaupt rollt, hat Bundestrainer Alfred Gislason (66) für einen echten Aufreger gesorgt. Für die so wichtige Partie musste er wieder zwei Akteure aus seinem 18-Mann-Aufgebot streichen.

Gislason verzichtet auf Lukas Mertens und Lukas Zerbe

Mit seiner Personalauswahl lässt der Coach unerwartet seine zwei etatmäßigen Außenspieler draußen. Gegen den amtierenden Weltmeister, Olympiasieger und Gastgeber Dänemark werden laut „Bild“-Informationen Lukas Mertens (29) vom SC Magdeburg sowie Lukas Zerbe (30) vom THW Kiel nicht berücksichtigt.

Die Spannung vor diesem Aufeinandertreffen ist riesig. Die deutsche Mannschaft könnte mit einem Erfolg schon jetzt alles klarmachen und ins Halbfinale einziehen. Verliert das Team hingegen, kommt es am Mittwoch (28. Januar/18 Uhr) zum Showdown gegen Titelverteidiger Frankreich. Noch brenzliger ist die Lage für die Dänen: Sollten sie verlieren, ist das Weiterkommen für sie nicht mehr aus eigener Kraft erreichbar.

Anstelle der etablierten Kräfte rücken nun Mathis Häseler (23) sowie Matthes Langhoff (23) zurück in den Kader. Vor allem Langhoff aus Berlin hat die Aufgabe, die Defensive auf der Halbposition zu festigen. Gegen Norwegen war genau dieser Bereich zuletzt eine große Schwachstelle. Eine spezielle Herausforderung für Langhoff: Dort trifft er auf seinen Teamkollegen von den Füchsen Berlin, den Superstar Mathias Gidsel (26).

Aber wieso diese drastische Maßnahme? Die Statistiken des Turniers liefern eine Erklärung. Zerbe stand in den bisherigen fünf Partien unfassbare 244 von insgesamt 300 Minuten auf der Platte. Außerdem lieferte er mit 31,50 km/h den rasantesten Sprint der kompletten EM ab. Gislason verschafft dem EM-Blitz also eine wohlverdiente Auszeit.

Auch Mertens zählt mit seinen 236 Einsatzminuten ebenfalls zu den Vielspielern der Mannschaft. Im Match gegen Norwegen wurde er nach einer Kollision auf der Bank versorgt und war direkt nach dem Schlusspfiff in der Umkleide verschwunden. Diese Auszeit soll ihm zur Erholung dienen, gerade mit Blick auf die potenziell entscheidende Partie gegen Frankreich.

Was diese Entscheidung bedeutet, liegt auf der Hand: Auf den Flügeln müssen jetzt Rune Dahmke (32) vom THW Kiel sowie U21-Weltmeister Mathis Häseler die kompletten 60 Minuten ran. Zur Erinnerung: Die letzten wichtigen Partien gegen die Dänen endeten mit deutlichen Niederlagen. Bei der WM 2025 gab es ein 30:40 und eine bittere 26:39-Klatsche im Olympia-Finale 2024. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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