Keine Mühe gegen Senegal England steht im Viertelfinale, dort wartet der Frankreich-Kracher

Bukayo Saka klatscht sich nach seinem Treffer mit seinen Teamkollegen ab.

Die England-Profis bejubeln das 3:0 im WM-Achtelfinale am Sonntag (4. Dezember 2022) gegen den Senegal.

Das wird ein echtes Kracher-Duell im Viertelfinale: England steht nach dem 3:0-Sieg gegen den Senegal in der nächsten Runde der WM 2022. Dort wartet niemand geringeres als Weltmeister Frankreich.

Harry Kane atmet auf – und mit ihm ganz England: Angeführt von ihrem endlich treffsicheren Kapitän sind die Three Lions ins WM-Viertelfinale einzogen, der Traum vom ersten großen Titel seit 56 Jahren lebt.

Nicht zuletzt dank des bärenstarken Mittelfeldmotors Jude Bellingham und mit effizienter Chancenverwertung besiegte das Fußball-Mutterland Afrikameister Senegal mit 3:0. Höher hat England nie ein K.o.-Spiel bei einer WM gewonnen.

Senegal kann 2002-Wunder nicht wiederholen

Jordan Henderson (38.) und Kane (45.+3) mit seinem ersten Turniertor stellten kurz vor dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg – der Dortmunder Bellingham war jeweils entscheidend beteiligt. Bukayo Saka (57.) machte alles klar, diesmal war Kane der Initiator.

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England blieb damit auch im achten WM-Duell mit einem Team aus Afrika unbesiegt. Im Viertelfinale am Samstag wartet aber ein ganz anderes Kaliber: Titelverteidiger Frankreich mit Superstürmer Kylian Mbappe.

Für den Senegal endet der forsch formulierte Traum vom WM-Titel in der ersten K.o.-Runde. Vor 20 Jahren hatten die Afrikaner im Viertelfinale gestanden, ohne den verletzten Superstar Sadio Mane von Bayern München war das Abschneiden in Katar aber aller Ehren wert. Letztes afrikanisches Team im Turnier ist Marokko, das am Dienstag sein Achtelfinale gegen Spanien bestreitet.

Senegal mit guter Phase, England mit dem Treffer

Senegal begann mit fünf Spielern, die ihr Geld in der Premier League verdienen. Erneut als linker Verteidiger dabei war Ismail Jakobs, der im vergangenen Jahr noch die U21-EM mit Deutschland gewonnen hatte.

Die berüchtigten senegalesischen Trommler und Trompeter sorgten im mit 65.985 Menschen gefüllten Al-Bayt-Stadion für einen grandiosen Rahmen. Das Spielgeschehen konnte zunächst nicht mithalten. England kontrollierte, wusste mit seinem Ballbesitz aber wenig anzufangen.

Und defensiv war der Weltmeister von 1966 verwundbar. Die erste dicke Chance hatte Senegal durch Ismaila Sarr (22.), vorausgegangen war ein Fehlpass von Harry Maguire. Die Afrikaner, angetrieben von ihrem genesenen Trainer Aliou Cisse, legten nach. Nach einem Fehler von Saka musste Torhüter Jordan Pickford gegen Boulaye Dia retten (31.).

Harry Kane jagt Lineker-Rekord

England wirkte angeschlagen – und ging dann wie aus dem Nichts in Führung. Der Ball lief auf der linken Seite erstmals zügig nach vorn, Bellingham hatte das Auge für Henderson, der überlegt einschob. Der Favorit war nun hellwach, kurz vor dem Pausenpfiff eröffnete erneut Bellingham eine gefährliche Spielsituation mit einem Antritt und starkem Zuspiel auf Phil Foden. Der fand seinen bis dahin unglücklichen Kapitän – und Kane drosch den Ball in die Maschen.

Sturmlegende Gary Lineker, der mit zehn Toren bei großen Turnieren jetzt „nur“ noch Englands Nummer zwei hinter Kane (11) ist, feierte bei Twitter aber vor allem den 19-jährigen Bellingham. Dieser sei „unglaublich gut“ und habe seine Füße überall im Spiel.

Die englischen Fans stimmten den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ an. Cisse versuchte mit einem Dreifach-Wechsel zum Wiederanpfiff, der Partie eine Wendung zu geben. England ließ aber nichts mehr anbrennen. (sid)

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