Trainer-KarussellKeine Rückkehr von Ex-FC-Coach Schultz – St. Pauli hat Hürzeler-Nachfolger gefunden

Alexander Blessin, hier am 26. Mai 2024 als Trainer bei Royale Union Saint-Gilloise, ist neuer Coach des FC St. Pauli.

Alexander Blessin, hier am 26. Mai 2024 als Trainer bei Royale Union Saint-Gilloise, ist neuer Coach des FC St. Pauli.

Die Saison 2023/24 ist vorbei! National und international erlebte längst nicht jeder Coach die komplette Spielzeit beim aktuellen Klub. Hier gibt es alle News und Gerüchte zum Trainer-Karussell.

Die Saison 2023/24 ist zu Ende. Nun wird für die kommende Saison geplant, um rechtzeitig die Weichen für Erfolg zu stellen – auch auf der Trainerbank.

EXPRESS.de informiert dich im übersichtlichen Ticker über alle Gerüchte, Neuverpflichtungen und Trennungen auf den Trainerbänken in der Bundesliga und den internationalen Ligen.


Bundesliga: St. Pauli hat neuen Trainer gefunden

Rund zwei Wochen nachdem der Wechsel von Trainer Fabian Hürzeler (31) zu Brighton & Hove Albion in die Premier League bekannt gegeben wurde, hat der FC St. Pauli einen Nachfolger gefunden. 

Wie der „Kicker“ berichtet, verpflichten die Hamburger Alexander Blessin (51) vom belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise. Demnach soll die Ablösesumme für den gebürtigen Stuttgarter erfolgsabhängig sein und zwischen 750.000 und einer Million Euro liegen. 

Auch über eine Rückkehr von Ex-Trainer Timo Schultz wurde spekuliert. Der 46-Jährige stand bis zum Sommer beim 1. FC Köln unter Vertrag, wegen des Abstiegs in die 2. Bundesliga wurde die Zusammenarbeit jedoch nicht fortgesetzt.


Fix: Fabian Hürzeler wechselt auf die Insel

Jetzt ist es offiziell: Fabian Hürzeler (31) verlässt den FC St. Pauli und wird Trainer beim englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion. Das teilten beide Vereine am Samstag (15. Juni 2024) mit.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete von 7,5 Millionen Euro Ablöse plus Boni. Damit wäre Hürzeler der teuerste Abgang in der Vereinsgeschichte, kein deutscher Trainer wechselte bislang für mehr Geld ins Ausland. Hürzeler ist zudem der jüngste Coach in der englischen ersten Liga.

„Von Beginn des Auswahlprozess an war Fabian einer der herausragenden Kandidaten“, sagte Brightons Geschäftsführer Tony Bloom (54): „Er hat uns mit seiner außergewöhnlichen Arbeit bei St. Pauli auf sich aufmerksam gemacht.“ Hürzeler selbst dankte St. Pauli „für die gemeinsame Zeit und für das, was wir zusammen erreicht haben. Mit dem Wechsel in die Premier League geht für mich ein Traum in Erfüllung.“ St. Pauli ließ die Nachbesetzung am Samstag zunächst offen. Hürzeler unterschrieb bei Brighton einen Vertrag bis 2027. (dpa)

Brighton & Hove Albion hat Pauli-Coach Fabian Hürzeler im Visier

Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli droht der Abschied von Erfolgstrainer Fabian Hürzeler (31). Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die Verantwortlichen des englischen Premier-League-Klubs Brighton & Hove Albion Kontakt zu dem 31-Jährigen aufgenommen. Der italienische Transferexperte Fabrizio Romano (31) schrieb am Samstagabend (8. Juni 2024), Hürzeler sei der klare Favorit auf die Nachfolge des zurückgetretenen Roberto De Zerbi (45). Eine offizielle Bestätigung für Gespräche gibt es nicht.

Hier seht ihr den Instagram-Post von Fabrizio Romano:

Beim FC St. Pauli war Hürzeler im Dezember 2022 als Nachfolger von Fan-Liebling Timo Schultz (46), welcher zuletzt den 1. FC Köln trainierte, vom Co- zum Cheftrainer befördert worden. Den damals vom Abstieg bedrohten Klub führte er mit zehn Siegen nacheinander wieder nach oben und schloss die Saison noch als Tabellenfünfter ab. In der abgelaufenen Spielzeit schaffte Hürzeler dann den großen Coup und stieg mit den Hamburgern als Zweitligameister in die Bundesliga auf.

Erst im März hatte der 31-Jährige zudem seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängert. Über die Laufzeit und eine mögliche Ausstiegsklausel wurde damals nichts bekannt. Die Spekulationen über seine sportliche Zukunft halten seitdem trotz der Vertragsunterschrift an. (dpa)


Cristian Fiél vor Unterschrift: Hertha findet Dardai-Nachfolger

Cristian Fiél wird einem Medienbericht zufolge Trainer bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC. Der 44-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten 1. FC Nürnberg und soll einen Vertrag bis 2026 unterschreiben, wie der TV-Sender Sky am Mittwoch (5. Juni 2024) vermeldete. Die Unterschrift sei zeitnah geplant. Da der Spanien-Deutsche in Franken noch einen Vertrag bis 2025 besaß, muss Hertha eine Ablöse zahlen.

Ebenso wie Vorgänger Pal Dardai, der Herthas Akademie wie kaum ein anderer kennt, wird Fiél den Berliner Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung mitgehen und stark auf den Nachwuchs setzen müssen. Fiél gilt als Förderer vielversprechender Talente. Junge Spieler wie Can Uzun blühten unter ihm in Nürnberg auf.

Der 44-Jährige, der in seiner aktiven Karriere auch kurzzeitig für den 1. FC Union Berlin auflief, gilt als Freund eines offensiven Spielstils. Er wird vor allem aber auch die wacklige Defensive der Hertha stabilisieren müssen. (dpa)


Ex-Italien-Coach Conte unterschreibt in Neapel

Der ehemalige italienische Nationaltrainer Antonio Conte hat wie erwartet bei Ex-Meister SSC Neapel unterschrieben. Wie der Klub am Mittwoch (5. Juni 2024) mitteilte, läuft der Vertrag des 56-Jährigen bis 2027. Conte, der dreimal Juventus Turin sowie einmal Inter Mailand zum Scudetto geführt hat, war seit Frühling 2023 ohne Verein.

„Napoli ist ein Ort von globaler Bedeutung. Ich bin glücklich und begeistert von der Idee, auf der blauen Bank zu sitzen“, sagte Conte. Präsident Aurelio De Laurentiis ist „stolz“ auf die Neuverpflichtung: „Antonio ist ein Top-Trainer, ein Anführer, bei dem ich sicher bin, dass nach dem Abschluss des Zyklus, der uns letztes Jahr zum Gewinn des Scudetto geführt hat, der notwendige Neuanfang beginnen kann.“

Napoli war 2023 erstmals nach 33 Jahren wieder italienischer Meister geworden, konnte an den Erfolg aber nicht anknüpfen und beendete die abgelaufene Saison auf einem enttäuschenden zehnten Platz. Beim früheren Maradona-Klub folgt Conte auf Francesco Calzona. Meistertrainer Luciano Spalletti ist mittlerweile Coach der Squadra Azzurra. (sid)


Peter Zeidler neuer Bochum-Coach

Peter Zeidler hat seinen Vertrag beim FC St. Gallen gekündigt und wird neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Bochum. Das gaben beide Klubs am Montag (3. Juni 2024) bekannt. Der VfL will den neuen Chefcoach am späteren Montag vorstellen.

Zeidler ist seit dem Aufstieg 2021 bereits der vierte Bochumer Coach. Der Klub rettete sich erst in der Relegation und konnte den Abstieg in letzter Minute vermeiden.

In Bochum löst er den bisherigen Interimstrainer Heiko Butscher ab. Butscher hatte die Mannschaft sowohl nach der Trennung von Thomas Reis im September 2022 als auch nach der Beurlaubung von Reis-Nachfolger Thomas Letsch Anfang April 2024 übernommen. Er kehrt nun in die zweite Reihe zurück. Zeidler war in der Bundesliga bislang zwischen 2008 und 2011 als Co-Trainer von Ralf Rangnick bei der TSG Hoffenheim tätig, seit 2018 coacht der 61-Jährige den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen. Bei diesem vergleichsweise kleinen Klub mit eingeschränkten Finanzmitteln ließ er erfolgreich Fußball spielen.


Nach Heimpleite gegen Fürth: Wiesbaden feuert Kauczinski

Im Abstiegskampf der 2. Bundesliga greift der SV Wehen Wiesbaden nach dem letzten Strohhalm. Wenige Stunden nach der 3:5 (2:3)-Heimpleite nach 2:0-Führung gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag (28. April 2024) trennte sich der Tabellen-16. von Trainer Markus Kauczinski (54).

„Im Kampf um den Klassenerhalt sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir in dieser Konstellation unsere Ziele nicht erreichen werden und dass die Mannschaft für die letzten Partien einen neuen Impuls braucht“, sagte Geschäftsführer Nico Schäfer (55). Der 54-jährige Kauczinski hatte Wiesbaden im November 2021 übernommen und im vergangenen Jahr zum Aufstieg geführt. Bis auf Weiteres wird das Training von den Assistenten Nils Döring (44) und Giuliano Modica (33) geleitet.

Ausschlaggebend war die bittere Niederlage gegen Fürth, nach der der Klub auf dem Relegationsplatz kräftig zittern muss. Der Rückstand auf den rettenden 15. Rang beträgt zwar nur einen Punkt, vom Abstiegsplatz 17 trennt Wiesbaden aber ebenfalls nur ein Zähler. (sid)


Belgiens Nationaltrainer bei AC Mailand gehandelt

Der ehemalige Trainer des FC Schalke 04 und von RB Leipzig, Domenico Tedesco (38), ist als neuer Trainer beim italienischen Tabellen-Zweiten AC Mailand im Gespräch. Der Deutsch-Italiener, derzeit in Belgien für die Nationalmannschaft zuständig, gilt nach Informationen der Tageszeitung „Gazzetto dello Sport“ (Mittwoch) als einer der möglichen Nachfolger von Stefano Pioli (58), der vermutlich im Sommer gehen muss.

Die Zeitung verwies darauf, dass Tedesco zum Anforderungsprofil des Traditionsklubs eines international erfahrenen Mannes mit „moderner, jugendorientierter Spielphilosophie“ bestens entspreche. Zudem könne er fließend Italienisch. Tedesco ist in Italien geboren, kam aber schon als Kleinkind mit seinen Eltern nach Deutschland. Erst im März verlängerte er seinen Vertrag beim belgischen Fußballverband bis zur WM 2026.

Ex-Bundesliga-Trainer ohne Job

Diese ehemaligen Coaches der Bundesliga sind aktuell zu haben

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Sein Amt als belgischer Nationaltrainer übernahm er nach der WM 2022, die für Belgien enttäuschend schon nach der Gruppenphase endete. Seit Februar 2023 stand Tedesco bei 12 Spielen an der Seitenlinie und holte im Schnitt 2,33 Punkte pro Spiel.

Die AC Mailand hatte am Montagabend den Klassiker gegen den Lokal-Rivalen Inter mit 1:2 verloren – und damit Inter vorzeitig zum Meister gemacht. Es war der 20. Liga-Titel für den Rivalen. Als weiterer Kandidat für den AC wird auch der ehemalige Bayern-Spieler Mark van Bommel (47) genannt. Der Niederländer trainiert derzeit den belgischen Verein Royal Antwerpen.


Ex-Bundesliga-Trainer auf Liverpools Kandidatenliste

Medienberichten zufolge wird Niko Kovac (52) als potenzieller Nachfolger von Jürgen Klopp beim FC Liverpool gehandelt. Laut der „Daily Mail“ waren seine Berater kürzlich in London, um die Möglichkeiten für den ehemaligen Bayern-Trainer auf dem Premier-League-Markt auszuloten.

Kovac gewann 2018 als Trainer von Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal, was ihm den Weg zum FC Bayern München ebnete. Nach knapp anderthalb Jahren wurde er jedoch entlassen. Seine letzte Station in der Bundesliga war der VfL Wolfsburg. Die sportliche Führung trennte sich im März 2024 aufgrund einer langanhaltenden sportlichen Krise von ihm.

Topfavorit auf den Trainerposten bei Liverpool, der am Saisonende durch den freiwilligen Rückzug von Klopp frei wird, sei jedoch Ruben Amorim. Der aktuelle Trainer von Sporting Lissabon hatte zuletzt eine in Medien verbreitete mündliche Einigung mit den Reds dementiert. „Es gab kein Gespräch und erst recht keine Einigung“, hatte der 39-Jährige gesagt.


Olympique Marseille entlässt Gennaro Gattuso – Louis Gasset übernimmt

Nach nur fünf Monaten trennt sich der französische Erstligist Olympique Marseille schon wieder von Trainer Gennaro Gattuso (46). Die Nachfolge von Gattuso tritt der ehemalige Nationaltrainer der Elfenbeinküste, Jean-Louis Gasset (70), an, wie der Klub aus der südfranzösischen Hafenstadt am Dienstag (20. Februar 2024) mitteilte.

Der Italiener hatte den Trainerposten Ende September inmitten einer Krise zwischen der Direktion des Klubs und den Fans angetreten. Diese Krise wurde seitdem nicht wirklich überwunden, zugleich konnte die Mannschaft auf dem Platz unter der Leitung des italienischen Weltmeisters von 2006 nicht punkten. Olympique Marseille rangiert im Moment auf dem neunten Tabellenplatz.

Olympique Marseille hob die über 30-jährige Erfahrung von Gasset als Trainer im In- und Ausland hervor. Für welchen Zeitraum Gasset verpflichtet wurde, teilte der Club nicht mit. Wie die Sportzeitung „L'Équipe“ berichtete, ist das Engagement möglicherweise nur für die verbleibende Saison gedacht. Im Anschluss werde eine Verpflichtung von Christophe Galtier (57) angestrebt, der nach dem Weggang bei Paris Saint-Germain seit Oktober in Katar beim Al-Duhail SC Trainer ist. (dpa)


Jetzt offiziell: Oliver Glasner neuer Trainer bei Crystal Palace

Der Österreicher Oliver Glasner ist neuer Trainer des englischen Fußball-Klubs Crystal Palace. Der Tabellen-17. der Premier League verkündete die Verpflichtung des ehemaligen Trainers von Eintracht Frankfurt am Montagabend (19. Februar 2024), nur gut zwei Stunden vor dem Spiel gegen den FC Everton. Kurz zuvor war Roy Hodgson von seinem Amt zurückgetreten. Britische Medien hatten bereits vergangene Woche über ein bevorstehendes Engagement Glasners berichtet.

Der 49-Jährige, der mit Eintracht Frankfurt 2022 die Europa League gewonnen hatte und seit der Trennung im Sommer 2023 vereinslos war, unterschrieb in Süd-London einen Vertrag bis zum Sommer 2026. „Wo immer Oliver in seiner bisherigen Trainerkarriere hinging, der Erfolg kam schnell“, sagte Palace-Boss Steve Parish, „und wir glauben, dass sein Ehrgeiz sowie sein aufregender und offensiver Ansatz perfekt dafür sind, in dieser Premier-League-Saison und darüber hinaus das Beste aus unserem talentierten jungen Kader herauszuholen.“

Der 76-jährige Hodgson hatte Crystal Palace von 2017 bis 2021 betreut und das Team im März 2023 erneut übernommen, ursprünglich nur als Interimslösung bis zum Sommer. Dann unterschrieb er für eine weitere Saison. Er verstehe, dass es aufgrund der jüngsten Umstände ratsam sein könnte für den Verein, vorauszuplanen. Er habe daher die Entscheidung getroffen, sein Amt abzugeben, damit der Verein seine Pläne für einen neuen Manager vorantreiben kann, erklärte Hodgson in der Vereinsmitteilung.

Der frühere Nationaltrainer Englands hatte zuletzt gesundheitliche Probleme und musste in der vergangenen Woche während eines Trainings ins Krankenhaus eingeliefert werden. „Der Klub kann bestätigen, dass Roy aus dem Krankenhaus entlassen wurde und es ihm gut geht“, hieß es am Montag auf der Website von Crystal Palace. (dpa)


AS Rom schmeißt Jose Mourinho raus

Nur ein Sieg in den vergangenen sechs Liga-Spielen, Aus im Pokal-Viertelfinale gegen Stadt-Rivale Lazio Rom, in der Europa League müssen die Playoffs überstanden werden. Für die AS Rom läuft es aktuell überhaupt nicht – weshalb Trainer Jose Mourinho (60) nun gehen musste!

Das gab der Klub am Dienstagmorgen (16. Januar 2024) bekannt. „Wir möchten José im Namen von uns allen hier bei der AS Rom für seine Leidenschaft und seinen Einsatz seit seiner Ankunft im Verein danken“, werden die Vereinsbesitzer Dan und Ryan Friedkin auf der Vereinshomepage zitiert. Wenige Stunden später stand auch schon der Nachfolger fest. Daniele De Rossi (40), 2006 mit Italien Weltmeister und langjähriger Roma-Kapitän, heißt der neue Coach.

Mourinho übernahm die Roma im Sommer 2021, gewann in seiner ersten Saison direkt die Conference League. In der vergangenen Spielzeit scheiterte er mit dem Klub in der Europa League dann erst im Finale am FC Sevilla (2:5 n.E.).


Dorival Junior ist neuer Nationalcoach Brasiliens

Dorival Junior wird neuer Fußball-Nationaltrainer Brasiliens. Das teilte sein Klub FC Sao Paulo am Sonntag mit. Eine offizielle Bestätigung seitens des brasilianischen Verbands CBF steht allerdings noch aus. Der 61-Jährige folgt auf Fernando Diniz, der erst vor wenigen Tagen nach drei Niederlagen nacheinander entlassen worden war.

Dorival Junior habe seinen Klub darum gebeten, die Selecao zu übernehmen, hieß es in der Mitteilung Sao Paulos. „Es ist ein persönlicher Traum, der wahr geworden ist“, sagte er. Mit Sao Paulo hatte der Trainer im vergangenen Jahr den brasilianischen Pokal gewonnen. Mit Flamengo gewann er zudem 2022 die Copa Libertadores, dem südamerikanischen Äquivalent zur europäischen Champions League.

Brasilien belegt in der WM-Qualifikation Südamerikas nach sechs Spielen mit sieben Punkten nur Rang sechs. Auch Diniz bekam mit dem Rekordweltmeister nicht die Kurve.

Seit Erfolgscoach Tite nach der WM 2022 in Katar entlassen worden war, sucht der Verband nach einer langfristigen Lösung. Sowohl Tite-Nachfolger Ramon Menezes als auch Diniz erwiesen sich nicht als diese. Zuletzt war vor allem Real Madrids Coach Carlo Ancelotti als neuer Nationaltrainer gehandelt worden, doch der Italiener verlängerte jüngst seinen Vertrag bei den Königlichen. (sid)


Brasiliens Nationaltrainer mit sofortiger Wirkung entlassen

Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat sich laut übereinstimmenden Medienberichten am Freitag mit sofortiger Wirkung von Nationaltrainer Fernando Diniz getrennt. Demnach sei die Entscheidung von Verbandspräsidenten Ednaldo Rodrigues getroffen worden sein, der erst einen Tag zuvor durch eine einstweilige Verfügung durch das Bundesgericht wieder in sein Amt gesetzt worden war.

Der 49-Jährige hatte den Trainerjob erst Anfang Juli übernommen und seitdem sechs Länderspiele betreut. Nach zuletzt drei Niederlagen muss die Selecao sogar um die WM-Teilnahme bangen. In der Qualifikation belegt Brasilien nach sechs Spielen mit sieben Punkten nur Rang sechs.

Seit Erfolgscoach Tite nach der WM 2022 in Katar entlassen worden war, sucht der Verband nach einer langfristigen Lösung. Sowohl Tite-Nachfolger Ramon Menezes, als auch Diniz erwiesen sich nicht als diese. Zuletzt war vor allem Real-Coach Carlo Ancelotti als neuer Nationaltrainer gehandelt worden, doch der Italiener verlängerte jüngst seinen Vertrag bei den Königlichen.

Im November hatte Diniz mit Fluminense, wo er seit April 2022 Cheftrainer ist, die Copa Libertadores gewonnen. Ende Dezember unterlag er mit seinem Team im Klub-WM Finale Pep Guardiola und Manchester City. (sid)


Wayne Rooney muss bei Birmingham City gehen

Nach nicht einmal drei Monaten ist der frühere englische Starstürmer Wayne Rooney sein Traineramt beim Zweitligisten Birmingham City wieder los. Der auf den 20. Platz abgestürzte Klub gab am Dienstag (2. Januar 2024) die Trennung bekannt, zuvor hatte die Zeitung „Mirror“ darüber berichtet. Damit zog Birmingham die Konsequenzen aus dem Negativlauf mit nur zwei Siegen aus 15 Spielen seit dem Amtsantritt von Rooney Anfang Oktober. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Nach dem 0:3 bei Leeds United an Neujahr war Rooney von den eigenen Fans beschimpft worden. „Leider verlief Waynes Zeit bei uns nicht wie geplant und wir haben beschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen“, sagte Klubchef Gary Cook, der bei Rooneys Amtseinführung noch von „einem Meilenstein“ für City gesprochen hatte.

Damit wartet Rooney weiter auf seinen Durchbruch als Trainer. Zuvor waren bereits seine Stationen beim Zweitligisten Derby County und dem amerikanischen Klub DC United nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Fußball sei ein Ergebnissport, teilte Rooney mit. Er müsse anerkennen, dass diese nicht auf dem Level gewesen seien, wie er es gewollt habe. Rooney kündigte nach dem „Rückschlag“ eine Auszeit an. (dpa)


Real Madrid: Carlo Ancelotti verlängert seinen Vertrag bis 2026

Trainer Carlo Ancelotti (64) hat seinen Vertrag beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid um zwei Jahre bis 2026 verlängert. Damit ist ein Wechsel des Italieners als Nationaltrainer zum brasilianischen Verband vom Tisch. Die Verlängerung mit dem 64-Jährigen gaben die Königlichen am Freitag (29. Dezember 2023) bekannt.

In fünf Spielzeiten bei Real hat Ancelotti bisher zehn Titel geholt. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Xabi Alonso (42) von Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen Ancelotti im Sommer beerben könnte. Alonso hatte seinen Vertrag in Leverkusen aber erst im August bis 2026 verlängert. Dieses Gerücht wäre damit also vom Tisch. 

Längere Zeit galt es als wahrscheinlich, dass Ancelotti ab dem kommenden Sommer Rekordweltmeister Brasilien trainieren wird. Die Selecao hat derzeit große Probleme. In der Qualifikation zur WM 2026 belegt der fünfmalige Titelträger nur den sechsten Platz. Zuletzt gab es drei Niederlagen hintereinander für die von Interimstrainer Fernando Diniz (49), hauptamtlich bei Fluminese Rio de Janeiro angestellt, trainierte Auswahl. (sid)


Zweiter Wechsel der Saison: FC Sevilla schmeißt Trainer raus

Nur wenige Minuten nach der 0:3-Heimpleite gegen den FC Getafe hat der spanische Fußball-Erstligist FC Sevilla seinen Trainer Diego Alonso entlassen. Das teilten die abstiegsgefährdeten Andalusier kurz nach der Partie mit. Der Rekordsieger im Uefa-Pokal bzw. der Europa League (sieben Titel) liegt nach der siebten Saisonpleite mit nur 13 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Über einen Nachfolger gab es noch keine Informationen.

Der Uruguayer Diego Alonso hatte sein Amt beim FC Sevilla erst Anfang Oktober angetreten, als Nachfolger von Jose Luis Mendilibar. Unter dessen Leitung hatte Sevilla im vergangenen Mai im Finale gegen die AS Rom noch die Europa League gewonnen. Im laufenden Wettbewerb der Champions League schied der Traditionsklub am vergangenen Mittwoch als siegloser Gruppenvierter aus dem europäischen Geschäft aus. (sid)


Sandro Schwarz unterschreibt in den USA

Sandro Schwarz hat einen neuen Job. Der 45-Jährige hat einen Vertrag als Cheftrainer bei den New York Red Bulls in der Major League Soccer unterschrieben. Das machte der Klub am Donnerstag (14. Dezember 2023) offiziell. Schwarz wird Nachfolger von Troy Lesense (40).

Die Major Soccor League ist die höchste Spielklasse im US-amerikanischen und kanadischen Fußball und hat ein anderes System als die Bundesliga. Eine Saison geht in der Regel von März bis Dezember. Die New York Red Bulls haben die Spielzeit 2023 auf einem nicht zufriedenstellenden Platz acht von 15 abgeschlossen. 

Im Januar startet das Team in die Vorbereitung auf die Saison 2024 – dann mit Sandro Schwarz an der Seitenlinie. Sein letztes Trainer-Engagement hatte der Fußballlehrer von 2022 bis 2023 bei Hertha BSC. Zuvor coachte er Dinamo Moskau und Mainz 05. 


Olympique Lyon entlässt Trainer Fabio Grosso

Der französische Fußball-Erstligist Olympique Lyon hat Cheftrainer Fabio Grosso (46) nach nur sieben Spielen entlassen. Wie der Klub am Donnerstag (30. November 2023) mitteile, wurde die Entscheidung „aufgrund der erzielten Ergebnisse und einer eingehenden Analyse der Situation der Profimannschaft“ beschlossen. Pierre Sage, Leiter des Ausbildungszentrums, übernimmt interimsweise die Nachfolge.

Der siebenmalige Meister Lyon steht nach zwölf Spieltagen mit nur einem Sieg und sieben Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Der 46-jährige Italiener Grosso folgte erst am 16. September auf Laurent Blanc (58), der seinen Job nach vier sieglosen Spielen zu Saisonbeginn losgeworden war.

Im Oktober war Grosso bei einem Angriff mit Steinen auf den Lyoner Teambus kurz vor der Ankunft beim Ligaspiel in Marseille verletzt worden. Der Weltmeister von 2006 hatte dabei Schnittwunden im Gesicht erlitten. Das Spiel war daraufhin abgesagt worden.

Im Sommer hatte Grosso sein Traineramt bei Frosinone Calcio niedergelegt, nachdem ihm in der vergangenen Saison mit dem italienischen Klub der Aufstieg in die Serie A gelungen war. (sid)


Tschechiens Nationaltrainer tritt trotz EM-Ticket zurück

Kurz nach dem erfolgreich gelösten Ticket für die EM in Deutschland ist Jaroslav Silhavy als Nationaltrainer Tschechiens zurückgetreten. „Obwohl wir uns jetzt freuen, haben wir schon vor dem Spiel entschieden, dass wir nicht weitermachen werden“, sagte der 62-Jährige am Montagabend (20. November 2023) im tschechischen Fernsehen im Namen des Trainerteams. Der Druck sei „enorm“ gewesen und habe auch zur Entscheidung beigetragen.

Tschechien hatte sich mit dem 3:0-Heimsieg am Montagabend gegen die Republik Moldau den zweiten Platz der Qualifikationsgruppe E und damit das direkte Startrecht bei der EM gesichert. Silhavy hatte das Team bei der vergangenen Europameisterschaft 2021 bis ins Viertelfinale geführt, stand wegen einiger schwächeren Leistungen in der Qualifikation zuletzt aber in der Kritik.

Silhavy war seit 2018 Trainer der Mannschaft mit dem böhmischen Löwen auf dem Trikot, sein Vertrag mit dem Verband läuft Ende des Monats aus. Vor dem Gruppenfinale gegen Moldau hatte der Trainer die Spieler Jakub Brabec, Jan Kuchta und Vladimir Coufal aus dem Kader geschmissen, weil sie entgegen interner Regeln am Wochenende einen Nachtclub besucht hatten. (dpa)


Schweden trennt sich von Nationaltrainer Janne Andersson

Der schwedische Fußball-Verband hat sich von Nationaltrainer Janne Andersson (61) getrennt. Das gab der Verband nach dem 2:0-Heimsieg gegen Estland in Solna am Sonntagabend (19. November 2023) bekannt. Schweden hatte die Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland klar verpasst. In Gruppe F landete das Team nur auf Tabellenplatz drei mit zehn beziehungsweise neun Punkten Rückstand auf Belgien und Österreich.


Ex-Ronaldo-Coach muss auch in Neapel gehen

Der italienische Fußballmeister SSC Neapel hat auf den Fehlstart in die neue Saison reagiert und seinen Trainer Rudi Garcia (Ex-Coach von Cristiano Ronaldo bei Al-Nassr) durch Walter Mazzarri ersetzt. Der Klub gab die Personalentscheidung am Dienstag (14. November 2023) bekannt. Zuvor hatten bereits italienische Medien über den bevorstehenden Wechsel auf dem Trainerposten berichtet.

Mazzarri erhält einen Vertrag bis Juni 2024, der 62-Jährige hatte Napoli bereits von 2009 bis 2013 betreut. 2012 hatte er mit Neapel den italienischen Pokal gewonnen.

Der Titelverteidiger blieb in dieser Saison bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zuletzt hatte es ein 0:1 gegen den FC Empoli gegeben. Auch in der Champions League war die SSC über ein 1:1 gegen Union Berlin in der vergangenen Woche nicht hinausgekommen.


Mainz 05: Trainer Bo Svensson tritt zurück

Trainer Bo Svensson ist bei Bundesliga-Schlusslicht FSV Mainz 05 zurückgetreten. Dies teilten die Mainzer am Donnerstagabend (2. November 2022) mit. Svensson habe sich „nach einem langen Gespräch mit Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Martin Schmidt am Donnerstag gemeinsam mit diesen zu diesem Schritt entschieden“.

„Mainz 05 verdankt Bo sehr viel, vor allem, dass wir heute überhaupt noch in der Bundesliga spielen“, sagte Heidel. Der 44 Jahre alte Svensson zog damit einen Tag nach dem Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal bei Zweitligist Hertha BSC (0:3) die Konsequenzen aus dem schlechtesten Saisonstart der Klub-Geschichte. In der Liga ist Mainz nach neun Spieltagen noch ohne Sieg (drei Punkte), am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig betreut U23-Trainer Jan Siewert die Mannschaft. Er übernimmt vorerst den Posten von Svensson.


3. Liga: Jens Keller neuer Trainer des SV Sandhausen

Fußball-Drittligist SV Sandhausen hat Jens Keller als neuen Trainer verpflichtet. Der 52-Jährige folgt auf Danny Galm und soll im Rahmen der nächsten Spieltags-Pressekonferenz vorgestellt werden, wie der Klub am Montagabend mitteilte. „Er ist ein Trainer, der seine Qualität bei vorangegangenen Stationen bereits unter Beweis stellen konnte und auf umfangreiche Erfahrung in der Champions League sowie den zwei höchsten deutschen Spielklassen zurückgreifen kann“, sagte Sportdirektor Matthias Imhof.

Keller arbeitete in Deutschland nacheinander für den VfB Stuttgart, den FC Schalke 04, Union Berlin, den FC Ingolstadt und den 1. FC Nürnberg und spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für den 1. FC Köln. „Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe und möchte nun so schnell es geht mit der Mannschaft auf dem Platz stehen“, kündigte Keller an. Absteiger Sandhausen hat bisher 16 Punkte und befindet sich auf Tabellenplatz elf. Erst am Sonntag hatte der SVS die Trennung von Galm verkündet, weil „die Erreichung unseres Ziels mittlerweile stark gefährdet“ sei, wie es hieß.


FC Augsburg: Jess Thorup übernimmt den Bundesligisten

Der Däne Jess Thorup ist neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Der 53-Jährige, zuletzt beim FC Kopenhagen, unterschrieb laut Vereinsmitteilung von Sonntag einen Vertrag bis 2025. Am Montag (9. Oktober 2023) hatte der FCA Enrico Maaßen freigestellt.

„Ich habe sofort gespürt, dass der FCA für mich der richtige nächste Schritt ist“, sagte Thorup, der sich auf die anstehenden Aufgaben freut: „Der Verein und die Mannschaft haben viel Potenzial und es ist eine große Freude für mich in der Bundesliga zu arbeiten.“

„Wir freuen uns, dass wir mit Jess einen Fußballfachmann und Menschen für den FCA gewinnen konnten, der schon seit vielen Jahren Cheftrainer auf höchsten Niveau ist“, sagte Augsburgs Sportdirektor Marinko Jurendic. Geschäftsführer Michael Ströll spricht von einem „erfahrenen und renommierten Trainer“, der „unsere Mannschaft kurzfristig stabilisieren kann und mit dem wir gemeinsam erfolgreich werden können.“ In der Bundesliga steht Augsburg nach sieben Spieltagen mit fünf Punkten nur auf Rang 15.