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Spanien-Schock nach AbpfiffKapitän humpelt vom Platz – kostet Ordner-Grätsche ihn das EM-Finale?

Ein Ordner trifft im Einsatz versehentlich den Spanier Álvaro Morata, der mit dem rechten Fuß umknickt. (Foto: 9. Juli 2024)

Ein Ordner im Einsatz trifft nach dem EM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich am 9. Juli 2024 versehentlich den Spanier Álvaro Morata, der mit dem rechten Fuß umknickt.

Wie geht es Spanien-Stürmer Álvaro Morata? Nach dem Halbfinal-Sieg drängte sich aus dem Nichts die bange Frage auf. Ein Ordner soll den Kapitän laut ZDF-Angaben versehentlich gefoult haben.

von Béla Csányi (bc)

Spanien feiert den Final-Einzug – nach dieser Szene allerdings nur mit angezogener Handbremse! Minutenlang jubelte der dreimalige Europameister am Dienstag (9. Juli 2024) über seine Chance, als erste Nation den vierten EM-Titel zu feiern. Doch ein Bild trübte die Stimmung.

Nach dem 2:1-Sieg gegen Frankreich im EM-Halbfinale bildete die spanische Delegation ein Spalier für ihre Schützlinge, der Großteil der Mannschaft sprintete durch den jubelnden Staff hindurch. Nur der Kapitän ging nicht vorweg, stattdessen humpelte Sturm-Routinier Álvaro Morata (31). Schuld daran? Ein Ordner auf missglückter Flitzerjagd.

Álvaro Morata beendet EM-Abend humpelnd

Das ZDF berichtete noch in der Live-Übertragung, dass ein Mitglied des Sicherheitspersonals bei der Flitzerjagd auf Abwegen unterwegs war. Ähnliches hatte sich schon nach einem Portugal-Spiel mit Stürmer Goncalo Ramos (23) ergeben. Videos der Szene kursierten kurz darauf auch bei Social Media.

Laut Sport-Informations-Dienst (sid) handelte es sich nicht um einen von der Uefa beauftragten Ordner, sondern einen Teil der spanischen Sicherheits-Delegation. Der Mann trug auch keine der für die EM-Ordner üblichen Westen, sondern ein Shirt von Spanien-Ausrüster Adidas.

Der Ordner hatte auf dem rutschigen Rasen den Halt verloren und war in vollem Tempo in Morata gerauscht. Fotos zeigten, wie Morata, der in der Heimat zuletzt teils scharf kritisiert worden war, umknickte und sich dabei möglicherweise schwerer verletzt hatte. Schuldbewusst bat der Ordner gleich im Anschluss um Entschuldigung.

Der Stürmer von Atlético Madrid hielt sich vor allem das rechte Knie. Nachdem der Flitzer mit gezücktem Handy von links in Richtung des spanischen Spielerknäuels gelaufen war, hatte der Ordner sich von rechts im Sprint angenähert, dann den Halt verloren. Dabei traf er zunächst Moratas linkes Bein, klemmte im Fallen dann den rechten Fuß kurz ein.

Ob sich Morata tatsächlich eine ernsthafte Verletzung zugezogen hatte, blieb zunächst offen. Und damit auch, ob seine Nation und er persönlich eine EM-Tragödie fürchten müsse. Den Spielführer vor dem Finale gegen England durch eine ungewollte Ordner-Attacke zu verlieren – es wäre ein gleichermaßen historisches wie bitteres Novum in der Fußball-Historie.

Nationaltrainer Luis de la Fuente (63) gab auf der Pressekonferenz kurz vor Mitternacht immerhin vorsichtige Entwarnung, sagte: „Wir werden morgen abwarten. Wir hoffen, dass es nichts ist. Es gab einen Schlag, der ihm Schmerzen bereitet hat, aber es scheint so, als wäre da nichts.“

Álvaro Morata spürt nach Ordner-Missgeschick Schmerzen am Knie

Morata hatte sich direkt das rechte Knie gehalten, war mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestützt von Ersatzkeeper David Raya (28) zu sehen. Dazu humpelte er sichtbar beeinträchtigt vom Rasen. „Das Knie“, soll er laut dem Sport-Blatt „AS“ auf Anhieb zum Chefmediziner der spanischen Delegation, Óscar Luis Celada (58), gesagt haben.

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Gleich mehrere Störer waren in den Minuten nach Abpfiff auf den Platz gelaufen. Während des Spiels hatte ein Fan den Rasen bereits gestürmt, um ein Selfie mit Frankreich-Superstar Kylian Mbappé (25) zu ergattern.

Nachdem das spanische Teamfoto im Kasten war, kümmerten sich auf dem Münchner EM-Rasen mehrere Mitspieler besorgt um Morata, fragten ihren Kapitän nach dessen Wohlergehen.

Viele Fans warteten in den Minuten nach dem Spiel sorgenvoll auf erste Einschätzungen aus dem spanischen Lager zu einer möglichen schwerwiegenderen Verletzung. Die Einschätzung von de la Fuente sorgte daher immerhin für leichte Beruhigung.