Regionalliga-PaukenschlagIn FC-Staffel: Spitzenteam geht freiwillig in die Kreisliga

Die Spieler des 1. FC Kaan-Marienborn stehen bei einem Spiel in der Regionalliga West zusammen.

Für die Spieler des 1. FC Kaan-Marienborn, hier am 18. März 2023 im Spiel bei Fortuna Düsseldorf II, gibt es in der Regionalliga West keine Zukunft.

Der 1. FC Kaan-Marienborn hat am Donnerstag mit einem Zukunfts-Hammer für Überraschung gesorgt: Der Viertplatzierte der Regionalliga West zieht sich freiwillig in die Kreisliga zurück.

Paukenschlag in der Regionalliga West: Das große Überraschungsteam der laufenden Saison wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr an den Start gehen – freiwillig. Am Donnerstag (23. März 2023) verkündete der 1. FC Kaan-Marienborn seinen Rückzug in die Tiefen des Amateurfußballs.

Der aktuelle Viertplatzierte aus dem Siegerland sieht keine Möglichkeit, die heimische Herkules-Arena für die Zukunft regionalligatauglich zu machen. Das aber schreibt der Westdeutsche Fußballverband für die Viertliga-Lizenz vor. Entsprechend groß ist die Ernüchterung beim Aufsteiger.

Regionalliga West im kommenden Jahr ohne Kaan-Marienborn

Als Gründe für die „alternativlose Entscheidung“ nannte der FC Kaan „die Beschränkung auf eine einzige Spielstätte, das Wegfallen eines Ausfallstadions und die bittere Erkenntnis, dass die Mindestanforderungen für die Regionalliga-Lizenz im Breitenbachtal auch nach Experteneinschätzung nicht erreicht werden können.“

Alles zum Thema Kreisliga

Der Umzug ins benachbarte Leimbachstadion, in dem die Sportfreunde Siegen einst sogar 2. Bundesliga gespielt hatten, war geprüft, aus Kosten- und Logistik-Gründen aber wieder verworfen worden.

Das traurige Fazit der Klub-Führung: „Wir müssen leider erkennen, dass Vereine wie der 1. FC Kaan-Marienborn in der Regionalliga nicht mehr erwünscht sind.“ Der Verein habe im Laufe der Spielzeit einen immer stärkeren Gegenwind gespürt und könne den „Kampf gegen Windmühlen“ nicht weiter bestreiten.

Besonders drastisch der Blick in die Zukunft! Kaan-Marienborn zieht sich nicht etwa in die fünftklassige Oberliga Westfalen, sondern direkt in die Kreisliga C zurück. Dort spielt aktuell die zweite Mannschaft des gerade mal gut 15 Jahre alten Klubs. Im Jugendbereich sollen die bisherigen Strukturen unverändert erhalten bleiben.

Für die Regionalliga-Konkurrenz hat das aber schon in der laufenden Saison einen Einfluss. In der Endabrechnung wird es nur noch drei statt vier sportliche Absteiger geben. Neben dem abgeschlagenen Schlusslicht SV Stralen sieht es für die SG Wattenscheid dennoch weiterhin düster aus.

Rot Weiss Ahlen darf jetzt aber wieder hoffen, Fortuna Düsseldorf II rutscht über den Strich und die U21 des 1. FC Köln hat etwas beruhigendere vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Zweitvertretung der Kölner droht wegen eines Wechselfehlers im Spiel in Wattenscheid allerdings der Verlust von drei Punkten. (bc)