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Neymar, Ronaldo und auch Havertz dabei Die 15 teuersten Transfers aller Zeiten

Kai Havertz im Chelsea-Trikot

Kai Havertz wechselte im Sommer 2020 für insgesamt 100 Millionen Euro zum FC Chelsea.

Vor der Corona-Pandemie schien es bei den Ablösesummen im Fußball keine Grenzen nach oben zu geben, die Summen wurden immer höher. EXPRESS hat die 15 teuersten Transfers der Geschichte aufgelistet.

Köln. Da kann sich der „normale“ Fan eigentlich nur noch an den Kopf fassen! Vor der Corona-Pandemie stiegen die Transferausgaben der Top-Vereine immer weiter in die Höhe. Ein Rekord-Transfer jagte den nächsten, die aufgerufenen Summen erreichten schwindelerregende Höhen.

„Dank” Corona hat sich diese Entwicklung zwar etwas relativiert, doch auch im vergangenen Sommer gab es millionenschwere Deals.

Der teuerste Transfer im Sommer 2020 war Kai Havertz (22). Der deutsche Nationalspieler wechselte für insgesamt 100 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea.

Doch gab es auch so etwas wie „Corona-Rabatt”. Beispiel dafür ist Leroy Sané (24). Der ehemalige Schalker wechselte 2020 für 45 Millionen Euro von Manchester City zum FC Bayern München. Ein Jahr zuvor wurde noch über eine Ablösesumme in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro für Sané spekuliert.

Wir zeigen Ihnen, welche 15 Transfers alle anderen übertrafen! Die Reihenfolge basiert dabei auf den feststehenden Zahlungen des aufnehmenden Klubs. Zusätzliche Bonuszahlungen, Gebühren und Handgelder stehen in Klammern.

1. Neymar (Paris St. Germain): 222 Millionen Euro

Neymar mit einem Dribbling

Neymar während eines Spiels zwischen PSG und Angers am 2. Oktober

Der FC Barcelona wähnte sich eigentlich sicher, dass bei einer festgeschriebenen Ablösesumme von 222 Millionen Euro schon niemand kommen würde, um Neymar (29) loszueisen. Doch die Katalanen sollten sich irren.

Im Sommer 2017 wechselte der Brasilianer von der Mittelmeerküste zum Scheich-Klub Paris Saint-Germain. Die Ablösesumme musste Neymar laut Statuten des spanischen Verbandes selber zahlen, was er auch tat.

In Paris unterschrieb er einen Fünf-Jahres-Vertrag. Immer wieder wird allerdings über eine Rückkehr nach Barcelona spekuliert. Bisher kam diese aber nicht zustande.

2. Kylian Mbappé (Paris St. Germain): 180 Millionen Euro 

(inklusive 35 Millionen Leihgebühr für 2017/18)

Kylian Mbappé jubelt

Kylian Mbappé bejubelt ein Tor im Spiel gegen Angers am 2. Oktober 2020.

Auch Kylian Mbappé (22) stand, genauso wie Neymar, im Sommer 2017 auf dem Einkaufszettel von Paris Saint-Germain. Die Franzosen bekamen, was sie wollten. Insgesamt überwies PSG rund 180 Millionen Euro an den Ligakonkurrenten AS Monaco. 145 Millionen Euro Ablöse plus vorausgegangene Leih-Gebühr für ein Jahr in Höhe von 35 Millionen Euro.

Der Grund für die komplizierte Transferabwicklung mit vorheriger Leihe: Aufgrund des großen Minus, das Paris wegen des Neymar-Transfers zu verbuchen hatte, durften die Hauptstädter keine größeren Ausgaben mehr verzeichnen, um sich im Rahmen des Financial Fair Plays korrekt zu verhalten.

3. Philippe Coutinho (FC Barcelona): 160 Millionen Euro 

(120 Millionen Euro Ablöse plus bis zu 40 Millionen an Bonuszahlungen)

Philippe Coutinho im Brasilien-Trikot

Philippe Coutinho am 7. Juli 2019 gegen Peru.

Philippe Coutinho (29) wechselte in der Winterpause der Saison 2017/18 vom FC Liverpool für 120 Millionen Euro zum FC Barcelona.

Der Brasilianer hatte in England von Jahr zu Jahr stärker aufgespielt, und so konnte er dem Ruf eines der größten Klubs auf der Welt nicht widerstehen.

Mit Barca schied er dann in der Champions League aber dummerweise schon im Viertelfinale aus, während sein Ex-Klub aus Liverpool erst im Finale an Real Madrid scheiterte. 2019 war im Halbfinale Endstation – im direkten Duell gegen Liverpool.

Nach einer einjährigen Leihe zum FC Bayern München in der vergangenen Saison ist Coutinho seit Sommer 2020 zurück beim FC Barcelona, konnte unter Trainer Ronald Koeman (58) allerdings auch nicht überzeugen. Mittlerweile gilt er aufgrund der großen finanziellen Probleme als Verkaufskandidat.

4. Ousmane Dembélé (FC Barcelona): 147 Millionen Euro 

(105 Millionen Euro Ablöse plus bis zu 42 Millionen Euro an Bonuszahlungen) 

Ousmane Dembele schaut über seine Schulter

Wechselte für 105 Millionen Euro plus Bonus-Zahlungen nach Barcelona: Ousmane Dembélé.

Der Transfer des Supertalents Ousmane Dembélé (24) von Borussia Dortmund zum FC Barcelona wurde im Sommer 2017 vollzogen.

Die Ablösesumme für den französischen Nationalspieler betrug 105 Millionen Euro. Zudem kann Dortmund als Boni bis zu 42 Millionen kassieren. Der Flügelstürmer Dembélé war erst 2016 für 15 Millionen Euro von Stade Rennes zum BVB gewechselt.

In Barcelona ersetzte er den für die Weltrekordsumme von 222 Millionen zu Paris St. Germain abgewanderten Weltstar Neymar (siehe Platz eins dieses Rankings).

5. Eden Hazard (Real Madrid): 145 Millionen Euro 

(100 Millionen Euro Ablöse plus bis zu 45 Millionen an Bonuszahlungen)

Eden Hazard mit einem weiß-goldenen Ball

Eden Hazard im Trikot von Real Madrid bei seiner Vorstellung am 13. Juni 2019.

Im Sommer 2019 wechselte Superstar Eden Hazard (30) von Europa-League-Gewinner FC Chelsea zu Real Madrid. Der Offensivspieler bekam einen Vertrag bis Ende Juni 2024 bei den Madrilenen, ist bei Real aber noch nicht richtig in Tritt gekommen.

Für den englischen Top-Klub bestritt Hazard zuvor zwischen 2012 und 2019 insgesamt 352 Spiele und erzielte dabei 110 Tore.

6. Joao Félix (Atlético Madrid): 127 Millionen Euro

Joao Felix bei seiner Vorstellung

Joao Félix bei der Vorstellung bei Atlético Madrid am 8. Juli 2019.

Der „neue Cristiano Ronaldo“ hatte Europas Top-Klubs in der Saison 2018/19 mit 20 Toren in 43 Pflichtspielen für Benfica Lissabon auf sich aufmerksam gemacht. Das Rennen machte schließlich Atlético Madrid, das die festgeschriebene Ablöse von 126 Millionen Euro zahlte.

Joao Félix (21) soll sieben Millionen Euro netto im Jahr verdienen und einen Vertrag bis 2024 unterschrieben haben. Kurios: Die Madrilenen verkündeten auf ihrer Website gar eine Vertragslaufzeit über sieben Jahre, laut FIFA-Statuten ist jedoch nur eine maximale Dauer über fünf Jahre zulässig. 

7. Antoine Griezmann (FC Barcelona) 120 Millionen Euro

Antoine Griezmann schießt den Ball

Antoine Griezmann beim Aufwärmen vor einem Spiel mit dem FC Barcelona

Neben Joao Félix machte auch Antoine Griezmann (30) mit seinen Toren und Leistungen bei Altético Madrid in den vergangenen Jahren auf sich aufmerksam.

So sehr, dass bald alle Top-Klubs Europas hinter ihm her waren. Am Ende blieb Griezmann in der spanischen Liga: Für 120 Millionen Euro sicherte sich der FC Barcelona im Sommer 2019 die Dienste des französischen Nationalspielers.

8. Cristiano Ronaldo (Juventus Turin): 117 Millionen Euro 

(inklusive 12 Millionen Euro Gebühren und 5 Millionen Euro für Sporting Lissabon)

Cristiano Ronaldo ballt die Faust

Cristiano Ronaldo wechselte nach neun Jahren bei Real Madrid 2018 zu Juventus Turin.

Er gilt neben Lionel Messi (34) als bester Spieler der Welt: Und mit seinen 35 Jahren schießt Ronaldo noch immer Tore wie am Fließband, egal ob in der Champions League oder bei einer Weltmeisterschaft.

Mit Real Madrid gewann Cristiano Ronaldo (36) dreimal in Folge die Königsklasse und den Henkelpott sogar viermal fünf Jahren. Mit den Königlichen hat der Portugiese alles erreicht, weshalb er sich im Sommer 2018 einen Tapetenwechsel wünschte.

Er wechselte für 117 Millionen Euro zu Juventus Turin nach Italien, denen er zuvor mehrfach in der Champions League wehgetan hatte. In seinem ersten Jahr in Italien holte Ronaldo mit der „Alten Dame“ gleich die Meisterschaft.

9. Paul Pogba (Manchester United): 110 Millionen Euro 

(105 Millionen Euro Ablöse plus bis zu 5 Millionen Euro an Bonuszahlungen)

Paul Pogba behauptet den Ball

Paul Pogba (l.) am 17. Juli 2017 gegen Real Salt Lake.

Paul Pogba (28) wechselte im August 2016 von Juventus Turin zu Manchester United. Das ließen sich die „Red Devils“ ganze 105 Millionen kosten!

Kurios: Der defensive Mittelfeldspieler war 2012 noch ablösefrei nach Italien gewechselt – von Manchester United!

10. Gareth Bale (Real Madrid): 101 Millionen Euro

Gareth Bale schaut nach links

Gareth Bale im Trikot von Real Madrid.

Für die damalige Rekordablösesumme von rund 101 Millionen Euro ging Gareth Bale (31) 2013 von den Tottenham Hotspur zu Real Madrid.

Damit war der Waliser der erste Spieler, für den jemals mehr als 100 Millionen Euro ausgegeben wurden!

Kurios: Beide Vereine behaupteten öffentlich stets, dass die Ablösesumme bei 91,59 Millionen Euro lag.

Der Grund: Real-Superstar Cristiano Ronaldo, der zuvor als teuerster Spieler der Welt galt, sollte nicht verärgert werden.

„CR7“ war wohl so pikiert, dass er mit einem Abschied von den Königlichen drohte – der, wie wir wissen, 2018 erfolgte.

Ein von „Football Leaks“ veröffentlichtes Dokument soll jedoch belegen, dass Real Madrid tatsächlich rund 101 Millionen Euro in Raten überwies. 

Der walisische Nationalspieler wechselte im Sommer 2020 auf Leihbasis für ein Jahr von Real Madrid zurück zu Tottenham. 

11. Kai Havertz (FC Chelsea): 100 Millionen Euro

(80 Millionen Euro Ablöse plus bis zu 20 Millionen Euro an Bonuszahlungen)

Kai Havertz behauptet den Ball

Kai Havertz (links) am 3. Oktober 2020 im Spiel zwischen dem FC Chelsea und Crystal Palace.

Kai Havertz (22) verließ im Sommer 2020 Bayer Leverkusen und wechselte für ein Gesamtpacket von 100 Millionen Euro (80 Millionen sofort und 20 Millionen Bonuszahlungen) nach England und schloss sich, wie Nationalmannschaftskollege Timo Werner (25), dem FC Chelsea an. 

12. Cristiano Ronaldo (Real Madrid): 94 Millionen Euro

Cristiano Ronaldo im Real-Trikot

Cristiano Ronaldo noch im Trikot von Real Madrid, mittlerweile spielt er bei Juventus Turin.

Cristiano Ronaldo durfte sich vor Gareth Bale „teuerster Spieler der Welt“ nennen. 94 Millionen überwies Real Madrid für den Weltstar 2009 an Manchester United.

Der womöglich beste Spieler des Planeten neben Lionel Messi galt als der Schlüssel zum Erfolg der „Galaktischen“ in seinen neun Saisons bei Real.

Mit den Madrilenen gewann er insgesamt zwölf Titel, darunter viermal die Champion League. Er selber wurde in seiner Zeit bei Real dreimal zum Weltfußballer ernannt.

13. Gonzalo Higuain (Juventus Turin): 90 Millionen Euro

higuain

Einer der teuersten Einkäufe der Serie A-Geschichte: Gonzalo Higuain.

Mit einer Ablösesumme von 90 Millionen Euro ist Gonzalo Higuain (32) einer der teuersten Transfers der Serie-A-Geschichte.

Der Argentinier kam 2016 mit der Empfehlung von 36 Saisontreffern vom Ligakonkurrenten SSC Neapel zu Juventus.

Der Wechsel des einstigen Neapel-Fan-Lieblings sorgte für viel Wirbel in Italien. Fans seines Ex-Klubs beschimpften ihn als „Verräter“ und zündeten Trikots mit seinem Namen an.

Bei seinem neuen Klub sorgte der Stürmer zunächst für ordentlich Gesprächsstoff: Beim ersten Training erschien der 90-Millionen-Mann mit ordentlich Übergewicht.

Im Sommer 2018 wurde er an den AC Mailand ausgeliehen, nur sechs Monate später folgte die nächste Leihe zum FC Chelsea.

Im Sommer 2020 wechselte Higuain ablösefrei in die USA zu Inter Miami FC, dem Klub von Gründer und Besitzer David Beckham (46).

14. Neymar (FC Barcelona): 86,2 Millionen Euro 

(inklusive Bonuszahlungen, Handgelder und Gebühren)

Neymar hat Spaß beim Barcelona-Training

Neymar noch im Dress vom FC Barcelona, mittlerweile spielt er bei Paris Saint-Germain.

Der Transfer Neymars ist wohl einer der kompliziertesten und undurchsichtigsten der gesamten Fußball-Geschichte. Ob bei dem Deal alles mit rechten Dingen zugegangen ist, ist ebenfalls nicht ganz klar.

Der Brasilianer kam 2013 vom FC Santos zum FC Barcelona. Dafür hat der spanische Klub 17,1 Millionen Euro an Santos überwiesen. Weitere zwei Millionen wurden fällig, da Neymar für den Ballon d'Or nominiert wurde.

Der Rest der Ablösesumme setzt sich aus Handgeldern, Provision für den Berater, Neymars Vater, sowie verschiedenen Verträge mit Firmen der Eltern Neymars und dem FC Santos zusammen. 

Insgesamt beläuft sich der Deal auf geschätzte 86,2 Millionen Euro. 

Trotz aller Schwierigkeiten rund um den Transfer schlug der brasilianische Superstar bei den Katalanen voll ein. Gemeinsam mit seinen Sturmpartnern Lionel Messi und Luis Suárez (34) bildete er einst die wohl berüchtigtste Offensive der Welt. Ein sattes Transferplus konnte der FC Barcelona schließlich auch erzielen – als Neymar für 222 Millionen Euro nach Paris wechselte (siehe Rang 1 der Liste).

15. Harry Maguire (Manchester United): 87,5 Millionen Euro

Harry Maguire mit der Kapitänsbinde bei Manchester United

Harry Maguire im Spiel zwischen Manchester United und Tottenham Hotspur am 4. Oktober 2020.

Mit 87,5 Millionen Euro Ablöse hat Harry Maguire (28) Virgil van Dijk (30) als teuersten Abwehrspieler der Welt abgelöst.

Der Abwehr-Hüne wechselte 2019 von Leicester City zum englischen Rekordmeister Manchester United. „Wenn Manchester United an deine Tür klopft, ist es eine tolle Gelegenheit“, kommentierte der englische Nationalspieler seinerzeit.

Beim Durchmarsch der Engländer bis ins Halbfinale bei der WM 2018 in Russland feierte Maguire seinen Durchbruch, im Viertelfinale gegen Schweden (2:0) erzielte er sein erstes Länderspieltor.

Rekordmeister Man United will an die alten Erfolge anknüpfen und lässt sich das einiges kosten, auch in der Abwehr. Allerdings waren Maguires Leistungen im United-Dress bislang eher durchwachsen.

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