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„Standen da wie Erdmännchen“Mitten in Video-Sitzung: Trainer spielt Sex-Clips ab

Beim spanischen Zweitliga-Spiel von Real Saragossa brüllt Juan Ignacio Martínez in seiner Coaching-Zone.

Trainer Juan Ignacio Martínez bei einem Spiel von Real Saragossa im Februar 2022 am Spielfeldrand.

Wie erregt man am besten die Aufmerksamkeit gelangweilter Fußball-Profis? Der frühere spanische Erstliga-Trainer Juan Ignacio Martínez hatte da seine Methoden …

Trockene Videoanalyse-Sitzungen gehören bei den meisten Fußballern definitiv nicht zu den Vorzügen des Profi-Lebens. Der spanische Trainer-Fuchs Juan Ignacio Martínez (61) wusste allerdings schon früh, wie er die Technik-Einheiten zu seinen Gunsten nutzen konnte.

Sein ehemaliger Schützling Keko Gontán (34/112 Spiele in La Liga) hat jetzt vom ungewöhnlichen Kniff berichtet, mit dem „JIM“ sich die Neugier seiner Profis zunutze machte. „Wir standen da wie die Erdmännchen“, lachte der Flügelstürmer im Podcast „Offsiders“ über die wohl ungewöhnlichste Video-Analyse im Profi-Fußball.

Ex-Profi berichtet über pikante Analyse-Sitzungen

In der Saison 2010/2011 trafen Martínez und Keko beim spanischen Zweitligisten FC Cartagena aufeinander. Das heutige technologische Niveau im Fußball war vor rund 15 Jahren nur zu erahnen und mit den heutigen Verhältnissen nicht zu vergleichen.

„Wir reden vom Jahr 2010 und man hat den Eindruck, wir würden von der Epoche des Pleistozän sprechen. Es war die Anfangszeit der Video-Analysen, und man musste das Material noch bei La Sexta (spanischer TV-Sender, Anm. d. Red.) anfordern“, sprach Keko mit einem Schmunzeln über die Anfangszeit seiner Profi-Karriere.

Martínez sei ein extrem psychologisch veranlagter Trainer und habe daher fest damit gerechnet, dass sich die Aufmerksamkeit seiner gelangweilten Spieler binnen weniger Minuten von der Leinwand lösen würde.

Um die Neugier zu wecken und dauerhaften Fokus zu gewährleisten, ließ der Coach die Spielszenen bei der Aufbereitung in unregelmäßigen Abständen mit kurzen Porno-Sequenzen vermengen.

Keko erinnerte sich: „Er hat es alle vier oder fünf Minuten gemacht und wir haben alle immer nur gewartet: Was kommt jetzt, was kommt jetzt? Ein super Typ und eine richtig gute Idee. Es waren Einspieler von zwei oder drei Sekunden. Ich habe so etwas nie wieder erlebt, aber die Idee war brutal.“

Die Methoden des damals 46-jährigen Trainers schienen nicht nur die Spieler zu überzeugen: Nach der Saison trat „JIM“ bei UD Levante seinen ersten Erstliga-Job an, schaffte zweimal in Folge den Klassenerhalt. Anschließend trainierte er auch noch Real Valladolid und UD Almería in La Liga.

Die Spieler des FC Bayern auf dem Trainingsplatz.

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