Mitten in der SaisonRio-Weltmeister hört sofort auf – Abschieds-Statement überrascht

Mesut Özil wurde 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister. Jetzt hat der 34-Jährige sein sofortiges Karriereende verkündet.

von Tobias Schrader (tsc)

Weltmeister 2014, DFB-Pokalsieger, spanischer Meister – Mesut Özil (34) hat einiges in seiner Karriere erreicht, jetzt verkündete er sein sofortiges Karriereende!

Am Mittwoch (22. März 2023) postete der Ex-Nationalspieler auf seinen Social-Media-Kanälen die Verkündung.

Mesut Özil: „Bin zu dem Schluss gekommen, die Fußballbühne zu verlassen“

„Nach reiflicher Überlegung verkünde ich meinen Rücktritt aus dem Profifußball. Ich hatte das Privileg 17 Jahre lang Profi zu sein und ich bin extrem dankbar für diese Möglichkeit“, erklärte Özil.

Alles zum Thema Mesut Özil

1
/
4

„In den letzten Wochen und Monaten, in denen ich auch verletzt war, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es Zeit ist, die große Fußballbühne zu verlassen“, schrieb er weiter.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattform Twitter, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte der externen Plattform Twitter angezeigt werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zudem dankt er seinen Klubs und Trainern, die ihn in seiner Karriere geprägt haben. Was überrascht: Die Nationalmannschaft findet dagegen überhaupt keine Erwähnung. Von Bundestrainer Hansi Flick (58) einst als Assistent betreut hatte, gab es dennoch ein Lob zum Abschied: „Mesut Özil war einer unserer herausragenden Nationalspieler.“

Özil bedankte sich zwar nicht beim DFB, dafür aber ausdrücklich bei seiner Familie und seinen engsten Freunden, die ihn die gesamte Zeit unterstützt haben, ebenso wie seine Fans.

Mesut Özil: „Ihr werdet von mir hören“

Özil weiter: „Jetzt schaue ich auf die tolle Zukunft, in der ich Zeit mit meiner Frau Amine und meinen wunderschönen Töchtern Eda und Ela verbringen kann. Aber ihr könnt sicher sein, dass ihr von mir hören werdet.“

Özils Karriere begann 2006 beim FC Schalke 04 (39 Spiele, ein Tor, fünf Vorlagen), 2008 folgte der Wechsel für fünf Millionen Euro zum SV Werder Bremen. In seinen zwei Jahren an der Weser entwickelte er sich zum Bundesliga-Star (108 Spiele, 16 Tore, 54 Vorlagen).

Nach einer starken WM 2010 folgte dann der Wechsel zu Weltklub Real Madrid für 18 Millionen Euro. Bei den Königlichen (159 Spiele, 27 Tore, 81 Vorlagen) reifte der Spielmacher endgültig zum Weltstar und begeisterte mit seiner Spielweise.

Im Sommer 2013 ging es dann für 47 Millionen Euro zum FC Arsenal, auch dort überragte Özil mit seinen Leistungen. 2018 machte er kurz vor der WM dann – zusammen mit Ilkay Gündogan (32) – durch ein Foto mit dem umstrittenen türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan (69) auf sich aufmerksam.

Mesut Özils Karriere ging steil bergab

Im Gegensatz zu Gündogan spielte Özil danach nur noch zweimal bei der WM in Russland, anschließend war seine DFB-Karriere aufgrund des Wirbels beendet.

Und auch auf Klubebene ging es anschließend massiv bergab. In der Saison 2018/19 kam er noch auf über 2400 Einsatzminuten, 19/20 waren es nur noch rund 1700.

In der Hinrunde 2020 saß er bei den Gunners dann nur noch auf der Tribüne, flüchtete im Januar 2021 zu Fenerbahce Istanbul. Doch auch dort lief es – auch aufgrund von Verletzungen – nicht wirklich für den gebürtigen Gelsenkirchener. So ging es 2022 zu Erdogan-Klub Istanbul Basaksehir, für die er in der laufenden Saison nur zu acht Einsätzen kam.