Zwei Spiele in Tschechien unter Verdacht Erhöhte Manipulationsgefahr durch Corona

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Ein Mann steht vor einem Bildschirm einer Seite eines Wettanbieters. (Illustration)

Köln – In Tschechien sollen am vergangenen Wochenende zwei Freundschaftsspiele manipuliert worden sein.

Nach Informationen der „Sportschau“ kam es im Vorfeld der beiden Partien auffälligen Wettaktivitäten. Unabhängige Wettmarkt-Analysten bestätigten demnach, dass es zu „auffälligen Torwetten, sogenannten Over/Under Wetten“ gekommen sein soll.

Manipulationsverdacht: Auffällige Wettmuster in Tschechien

Bei solchen Wetten setzen die Spieler Geld darauf, dass eine bestimmte Anzahl Tore in einem Spiel fällt bzw. nicht fällt. Bei den betroffenen Spielen handelte es sich um die Partien FC Zlin gegen SK Hanacka Slavia Kromeriz und SFC Opava gegen MFK Vitkovice.

Beide Partien endeten mit 4:1. Während und vor den Spielen waren bei asiatischen Wett-Anbieter offenbar auffällig viele Wetten darauf eingegangen, dass mindestens vier Tore fallen würden.

Experten warnen: Bundesliga im Fokus von Wettbetrügern

Der tschechische Fußballverband (FAČR) erklärte gegenüber der „Sportschau“, aus ermittlungstaktischen Gründen keine Kommentare zu laufenden Untersuchungen abgeben zu können.

Aufgrund der Corona-Krise warnte die UEFA bereits vergangenen Monat vor erhöhtem Manipulationsverdacht. Dadurch dass, aktuell wenige Spiele stattfinden, stehen diese im besonderen Fokus von Wettbetrügern.

Wegen Corona: Erhöhte Manipulationsgefahr

Experten warnen diesbezüglich insbesondere für die Bundesliga und 2. Bundesliga vor einer erhöhten Gefahr. Silvia Schenk, von Transparency Deutschland, forderte im Hinblick auf den Restart am vergangenen Wochenende Maßnahmen gegen mögliche Manipulation ein.

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„Wenn sich jetzt Wettanbieter und Glücksspieler auf den deutschen Wettmarkt konzentrieren, weil nur hier wieder Profi-Fußball stattfindet, werden auch die Wettbetrüger mit von der Partie sein“, mahnte die Leiterin der Arbeitsgruppe Sport.

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