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Fan-Ärger bei Eintracht FrankfurtSechs Flüge abgesagt: Politik-Entscheidung sorgt für Mega-Frust

Fans von Eintracht Frankfurt jubeln.

Solche Bilder wird es in Neapel nicht geben. Am 14. April 2022 nahmen die Fans von Eintracht Frankfurt das Stadion des FC Barcelona ein.

Eintracht Frankfurt muss im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals bei der SSC Neapel auf seine Fans verzichten. Grund dafür ist eine Verfügung der italienischen Regierung.

Es bedeutet den Fans von Eintracht Frankfurt alles. Europapokalnächte sind etwas ganz Besonderes für die Anhänger der SGE. Das zeigte nicht zuletzt die vergangene Europa-League-Saison. Beispielsweise im Camp Nou, dem Stadion des FC Barcelona, als die Frankfurter von über 30.000 Fans unterstützt wurden und so die Katalanen mit 3:2 bezwingen konnten.

Beim Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen die SSC Neapel (15. März 2023, 21 Uhr) wird es eine solche Fan-Invasion nicht geben. Im Gegenteil: Das italienische Innenministerium hat sogar ein Ticketverbot für alle Fans von Eintracht Frankfurt ausgesprochen.

Champions League: Frankfurt muss auf Fans verzichten

In einer Mitteilung des Vereins am Dienstag (7. März) wurde bekannt, dass die Regierung eine Verfügung gegen den italienischen Tabellenführer erlassen hat, wonach dem Verein der Verkauf von Eintrittskarten an Anhänger von Eintracht Frankfurt für das Rückspiel untersagt ist. Darüber wurde der Bundesligist am späten Montagabend von der Uefa informiert.

Dies soll auch das offizielle Gastkontingent über insgesamt 2.700 Karten, davon 2.400 im Gästesektor, umfassen, das Eintracht Frankfurt nach dem Uefa-Reglement zustünde. Heißt im Klartext: Keine Eintracht-Fans dürfen ins Stadio Diego Armando Maradona.

„Das ist ein erstmaliger und einmaliger Vorgang im europäischen Fußball und ein trauriger Tag. Die Einflussnahme auf den Wettbewerb durch die Argumentation Sicherheitslage ist in unseren Augen eine Wettbewerbsverzerrung“, sagte Eintracht-Vorstand Philipp Reschke. Die Integrität des Wettbewerbs sei „massiv gefährdet“ und man habe „keinen Hebel, den wir ansetzen könnten“. Zudem seien alle sechs geplanten Charterflieger abgesagt worden.

Eintracht Frankfurt: Fans üben heftige Kritik

Am Rande des Hinspiels am 21. Februar, das die Hessen mit 0:2 verloren hatten, war es in Frankfurt zu tätlichen Angriffen auf italienische Fans gekommen. Neun Personen wurden damals kurzzeitig in Gewahrsam genommen.

Die Mehrheit der Frankfurt-Fans zeigte sich in den sozialen Netzwerken empört: „Vereine und Städte, die die Sicherheit der Auswärtsfans nicht gewährleisten können, sollten von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen werden“, schrieb ein Nutzer. Ein weiterer ärgerte sich: „Wenn das durchgeht, ist das unterste Schublade“. Zudem wurden zuhauf rechtliche Schritte gegen die Verfügung gefordert.

Manche Fans zeigten sich aufgrund der Vorfälle im Hinspiel aber auch einsichtig: „Vielleicht versucht man auch endlich mal die Idioten, die für Gewalt und Randale vor und im Stadion sorgen, vom Verein fernzuhalten. Wenn man auch von SGElern hört, die Auswärtsfans auflauern und ‚bearbeiten‘ läuft bei uns auch nicht alles richtig“, kritisierte ein Fan das eigene Lager. Ein weiterer ergänzte: „Vielleicht sollten sich manche Fans von euch einfach mal auswärts benehmen und nicht in der halben Stadt randalieren.“ (dpa/sto)