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„Nicht nachvollziehbar“ Union Berlin muss auf Fans verzichten – belgische Stadt verhängt Einreiseverbot

Zahlreiche Fans von Union Berlin halten ihre Schals in die Höhe.

Die Fans vom 1. FC Union Berlin beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am 30. Oktober 2022.

Der 1. FC Union Berlin muss am Donnerstag in der Europa League auf seine Fans verzichten. Die belgische Stadt Leuven hat für die deutschen Fans ein Einreiseverbot ausgesprochen.

Der 1. FC Union Berlin muss am Donnerstag (3. November 2022) im letzten Vorrunden-Auswärtsspiel der Europa League gegen Union St. Gilloise wohl gänzlich auf die Unterstützung seiner Fans vor Ort verzichten.

Wie die Köpenicker am Dienstag (1. November) mitteilten, wurde vor der Partie mit Erlass des Bürgermeisters ein Betretungsverbot für die Stadt Leuven und Umgebung verhängt, „um eine mögliche Anreise von Union-Anhängern ohne Tickets zu unterbinden“.

Europa League: Union Berlin muss ins letzte Gruppenspiel ohne Fans

Die Polizei werde auf Basis dieses Dekrets zwischen dem 3. November (ab 10.00 Uhr) und dem 4. November (bis 10.00 Uhr) Union-Fans „ohne gültiges Ticket im Stadtgebiet von Leuven und in den angrenzenden Teilgemeinden festsetzen“, hieß es weiter in der Vereinsmitteilung. Zudem erfolge am Stadion eine Ausweiskontrolle, Personen „mit deutschen Ausweisdokumenten“ werde der Zutritt nicht gestattet.

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Laut Union sei die Maßnahme damit begründet worden, „dass die Anwesenheit deutscher Fans ohne Stadionkarte auf den Straßen, in der Umgebung des Stadions oder im Stadtzentrum die öffentliche Ordnung stören könnte“. Zuvor hatte die UEFA den Verein für die Ausschreitungen im Spiel bei Malmö FF mit einem Gästeverbot für die Partie bestraft.

Union-Präsident Dirk Zingler (58) kritisierte die Maßnahme der belgischen Behörden, die er für „unverhältnismäßig und falsch“ halte: „Sie bestraft mal wieder nicht die Täter, sondern viele friedliche Fußballfans.“

Zudem entspreche der Erlass „auch nicht dem Urteil der UEFA, die kein Reiseverbot gegen Union-Fans verhängt hat, sondern lediglich uns als Klub untersagt hat, Karten für den Gästeblock in Leuven zu verkaufen“.

Union habe sich gemeinsam mit St. Gilloise in den vergangenen Tagen darum bemüht, „eine organisatorische Lösung im Sinne der vielen begeisterten Union-Fans zu finden, die unseren Verein durch Europa begleiten“, erklärte Zingler: „Diese Bemühungen sind aufgrund des Betretungsverbotes, einer nicht nachvollziehbaren Kollektivstrafe, leider hinfällig.“

Die Berliner sind in ihrer Gruppe auf Platz zwei und kämpfen noch um den Einzug in die Play-off-Runde. In dieser müsste man dann einen Gruppendritten der Champions League schlagen, um ins Achtelfinale einzuziehen. (sid)

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