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EM in England DFB-Frauen winkt Rekordprämie – doch im Vergleich zu den Männern immer noch ein Witz

Die deutschen Spielerinnen jubeln nach dem 0:2 gegen Portugal zusammen.

Die Spielerinnen der deutschen Fußballnationalmannschaft beim WM-Qualifikationsspiel gegen Portugal am 30. November 2019.

Im Fußball könnten die Gehalts- und Prämienunterschiede zwischen Männern und Frauen nicht größer sein. Bestes Beispiel dafür sind nun die veröffentlichen Siegesprämien der deutschen Frauennationalmannschaft.

Ein immer wiederkehrendes Thema in der Welt des Fußballs, die ungleiche Bezahlung für Männer und Frauen. Die Prämien für die Damen der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in England (6. bis 31. Juli 2022) sind mal wieder das beste Beispiel dafür.

Gewinnt die DFB-Auswahl den neunten EM-Titel, erhält jede Spielerin 60.000 Euro. Das gab der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch (1. Juni 2022) bekannt.

England-EM: DFB Frauen winkt Rekordprämie von 60.000 Euro

Demnach gibt es 30.000 Euro für den Finaleinzug, beim Erreichen des Halbfinales werden 20.000 Euro pro Spielerin ausgeschüttet. Überstehen die DFB-Frauen die Gruppenphase und ziehen ins Viertelfinale ein, sind 10.000 Euro sicher.

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Die Titelprämie ist eine erhebliche Steigerung im Vergleich zur EM 2017 (37.500 Euro). Ausgehandelt hat die Prämien der Mannschaftsrat um Kapitänin Alexandra Popp (31) mit Oliver Bierhoff (54) und Holger Blask als Geschäftsführer der DFB GmbH und Co. KG sowie dem Bereichsleiter Management Nationalmannschaften Georg Behlau (53).

„Es ist ein gutes Ergebnis, das der Mannschaftsrat mit dem DFB vereinbart hat und insgesamt eine positive Entwicklung“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54): „Es zeugt vom Charakter des Teams, dass es den Spielerinnen wichtig war, die Prämien stark erfolgs- und leistungsorientiert auszuhandeln.“

Von einer Art „Equal Pay“ wie in den USA ist die Vereinbarung jedoch weit entfernt. Dort schafften es die Fußballerinnen der Nationalmannschaft nach jahrelangem Rechtsstreit, die gleiche Bezahlungen wie das US-Team der Männer zu bekommen. Davon scheint man in Deutschland noch weit entfernt.

EM 2021: DFB-Männer hätten bei Turniersieg 400.000 Euro kassiert

Zum Vergleich: Ein deutscher Nationalspieler hätte im Falle des Titelgewinns bei der vergangenen EM 400.000 Euro kassiert. Die Gesamtpreisgelder der Turniere liegen allerdings auch meilenweit auseinander. Bei der Frauen-EM werden mittlerweile 16 Millionen Euro (2017: 8 Millionen Euro) ausgeschüttet, bei den Männern waren es 331 Millionen Euro.

Andere Sportarten sind dem Fußball schon weit voraus. Im Tennis bekommen die Sportler und Sportlerinnen seit 2007 die gleichen Preisgelder. Im Skisport ist es ähnlich. In der Leichtathletik herrscht seit 1997 Gleichberechtigung zwischen beiden Geschlechtern, was die Gehälter angeht.

Was auffällt, bei den genannten Sportarten handelt es sich immer um Einzelwettkämpfe. Bei Mannschaftssportarten wie Handball und Eishockey verhält sich die Gehaltsverteilung ähnlich wie beim Fußball. Doch ob sich das in Zukunft ändern wird, bleibt ungewiss. (sid/fr)

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