Seit fast drei Jahren hat Weltmeister Matthias Ginter nicht mehr für Deutschland gespielt. Das sollte sich aus seiner Sicht nach starken Leistungen nun ändern. Doch der Anruf mit Julian Nagelsmann war enttäuschend.
DFB-Comeback geplatzt„Das Gespräch war nicht so toll“
Ein historischer Abend für Freiburg! Mit einem spektakulären 5:1 gegen Genk sichert sich der Sportclub den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale auf europäischer Bühne.
Die Mannschaft machte die 0:1-Pleite aus dem Hinspiel wett und versetzte die Fans in absolute Ekstase. Mann des Spiels war ganz klar Matthias Ginter (32). Er brillierte mit einem eigenen Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor.
Ginter kämpft weiter um WM-Chance
Aber die riesige Freude wird von tiefem Frust überschattet. Für Ginter hatte es vor der Partie eine kalte Dusche von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) gegeben. Der Coach der Nationalelf berief den Abwehrspieler nicht in den Kader für die anstehenden Partien gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März).
Julian Nagelsmann äußerte sich bei einer Pressekonferenz wie folgt: „Matze Ginter spielt eine sehr gute Saison.“ Er hob hervor, dass es unmöglich sei, stets alle Spieler zu berücksichtigen. Trotzdem gab er Ginter Anlass zur Zuversicht: „Der Zug ist nicht abgefahren.“ Der erfahrene Verteidiger kam unter Nagelsmanns Leitung noch zu keinem Einsatz im DFB-Team.
Ginter hat in seiner Karriere 51 Länderspiele bestritten, das letzte davon allerdings vor fast drei Jahren. Dennoch hatte er sich nach durchaus Hoffnung auf eine Nominierung gemacht und wirkte nach dem Abpfiff trotz des Triumphs sichtlich berührt und aufgewühlt. Das berichtet „bild.de“.
„Es war auch nicht so, dass ich vor dem Spiel heute schlecht gespielt habe“, so die Worte von Ginter. Er untermauerte das mit seinen Werten: „Es waren jetzt mein achter und neunter Scorer.“ Die Nichtberücksichtigung sei selbstverständlich eine herbe Enttäuschung.

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Matthias Ginter, hier bei seinem bis dato letzten Länderspiel im Juni 2023, an der Seite von Niclas Füllkrug und David Raum.
Zum Gespräch mit Nagelsmann am Dienstag offenbarte er: „Das Gespräch war, wie man heute erfahren hat, nicht so toll.“ Zwar sei die Entscheidung sportlich und nicht ungerecht, doch der Stachel sitzt tief. Doch ans Aufgeben denkt er keineswegs: „Soweit ich gehört habe, ist es noch nicht endgültig. Also schauen wir mal.“ Es sei erst vorbei, wenn es vorbei sei, so Ginter.
Ginter zeigt sich selbstbewusst bezüglich seiner Qualitäten: „Ich habe unter verschiedensten Trainern gearbeitet und bin ja nicht auf den Kopf gefallen, was Struktur und Abwehrverhalten angeht.“
Auch sein Mannschaftskamerad Noah Atubolu (23) musste eine Enttäuschung hinnehmen, da er ebenso keine Einladung erhielt. Ginter baut ihn auf: „Es gilt für ihn das Gleiche wie für mich. Es wird weitere Chancen geben und es kann viel passieren.“ (red)
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