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Nach Coming-out von JanktoFußballwelt reagiert: klares Statement von Julian Nagelsmann

Nachdem sich der Tscheche Jakub Jankto als erster europäischer Spitzenfußballer als homosexuell geoutet hat, regiert nun die Fußball-Welt auf das Coming-out.

Am Montag, 13. Februar 2023, sorgte der tschechische Nationalspieler Jakub Jankto (27) mit einem 44 Sekunden langen Video auf seinen sozialen Kanälen für Aufsehen in der gesamten Sportwelt. In dem Clip erklärt der Mittelfeldspieler, der aktuell von Getafe zu Sparta Prag ausgeliehen ist, mit den Worten „Ich bin homosexuell und ich möchte mich nicht länger verstecken“, offen sein Coming-out.

Damit ist Jankto der erste aktive Fußballer im europäischen Spitzenfußball, der den Schritt des öffentlichen Coming-outs geht. Bisher war das Thema Homosexualität im Fußball stark stigmatisiert und galt lange als undenkbar. 

Sehen Sie hier das Video von Jakub Jankto auf Twitter:

Janktko nach Coming-out: Unterstützung aus der ganzen Welt

Janktos Ankündigung könnte ein Dammbruch sein, der auch andere Profis dazu bringen könnte, offen mit ihrer Sexualität umzugehen. Viele Profis befürchten immer noch Repressalien von Fans und Vereinen.

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Die Reaktionen auf das öffentliche Coming-out des Tschechen kamen schnell. Sein Verein Sparta Prag unterstütze Jankto bei dessen Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen und kommentierte das Video ihres Spielers mit den Worten: „Keine weiteren Kommentare. Keine weiteren Fragen. Du hast unsere Unterstützung. Lebe dein Leben, Jakub. Das ist alles, was zählt.“

Auch die größte Fußballliga der Welt, die Premier League, kommentierte auf Twitter unter dem Outing mit den Worten: „Wir sind mit dir, Jakub. Fußball ist für alle.“

Auch aus Deutschland gab es Reaktionen auf Janktos öffentliche Erklärung. Thomas Hitzlsperger (40), der sich selber nach seinem Karriereende zu seiner Homosexualität bekannte, lobte den Tschechen auf Twitter für seinen Mut: „Was ein Spieler! Was für eine Persönlichkeit! Gut gemacht, Jakub, dass du darüber redest und anderen den Weg zeigst.“

Diverse Bundesligavereine, darunter Hertha BSC, Mainz 05, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund zollten dem Mut und der Offenheit des Spielers großen Respekt. Die UEFA bezeichnete Jankto als „Inspiration“ und erklärte „der europäische Fußball steht hinter dir“.

Im Vorfeld des Champions-League-Krachers zwischen Bayern München und Paris-Saint Germain am Dienstagabend (21 Uhr, 14. Februar) war Jankto ebenfalls ein Thema. Bayern-Coach Julian Nagelsmann (35) äußerte sich auf der Pressekonferenz zum Coming-out: „Ich erachte es als mutig, aber es sollte Normalität sein. Die Welt ist sehr bunt. Das tut der Gesellschaft gut. Ich glaube, das kann eine extreme Belastung sein, sich nicht outen zu können. Es sollte Normalität werden. Der Fußball ist bunt. Ich freue mich, dass er es gemacht hat“.

Auch Paris-Star Neymar (31) äußerte sich auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie angesprochen auf Jankto sehr positiv über den Schritt des Tschechen: „Das ist ein wichtiger Tag. Jeder soll frei sein, Vorurteile dürfen keine Rolle spielen, egal ob Homophobie, Rassismus oder jede andere Form der Diskriminierung. Jeder Mensch sollte frei sein zu tun, was er oder sie möchte.“

Wie wichtig Janktos Coming-out für andere homosexuelle Spieler ist, die sich bisher noch gegen einen solchen Schritt entschieden haben, wird sich zeigen. Jankto ist jedenfalls der erste Spieler, der in einer der Top-Ligen Europas seine Homosexualität verkündet. Vor zwei Jahren bewies der australische Profi Josh Cavallo (23, Adelaide United) mit einem ähnlichen Schritt des offenen Coming-outs seinen Mut. (kma)