Chance auf WM-Nominierung?Nach schwerer Verletzung: DFB-Star Gwinn meldet sich mit positivem Update

Linda Dallmann (l.) und Giulia Gwinn halten gemeinsam die deutsche Meisterschale in den Händen.

Linda Dallmann (l.) und Giulia Gwinn feiern den Gewinn der deutschen Meisterschaft mit dem FC Bayern München am 28. Mai 2023.

Für die DFB-Frauen steht die WM in Australien und Neuseeland vor der Tür. Nach ihrem Kreuzbandriss ist auch Giulia Gwinn vergangene Woche wieder ins Training eingestiegen und hofft weiter auf eine WM-Nominierung.

Im Oktober vergangenen Jahres erhielt DFB-Star Giulia Gwinn (23) eine Horror-Diagnose. Die 23-Jährige zog sich nach 2020 ihren zweiten Kreuzbandriss zu und fiel monatelang aus. Doch die tapfere Nationalspielerin hat sich wieder ein mal zurückgekämpft.

Am vergangenen Donnerstag (30. Mai 2023) trainierte Gwinn das erste Mal wieder mit den Frauen des FC Bayern, wie sie in einem Beitrag auf Instagram schrieb: „POV: Reha erfolgreich abgeschlossen & meine Laune nach dem ersten Training mit der Mannschaft.“ Doch wie steht es um die kommende WM in Neuseeland und Australien?

FC Bayern: Gulia Gwinn wieder zurück im Mannschaftstraining

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (55) verkündet am Mittwoch (31. Mai) ihren erweiterten Kader für das anstehende Turnier. Die WM-Teilnahme war in der Reha-Zeit immer das große Ziel der Außenverteidigerin. „Stand jetzt ist es rein rechnerisch möglich, wenn alles super läuft“, hatte Gwinn Anfang Mai in einem BR-Podcast gesagt.

In exakt 50 Tagen startet die Weltmeisterschaft, genug Zeit für die Bayern-Spielerin, um noch fit zu werden. Ob Gwinn nach ihrer langen Verletzung aber überhaupt für die WM infrage kommt, ließ die Bundestrainerin nicht durchblicken.

Hier sehen Sie den Instagram-Post von Giulia Gwinn:

Bei der so erfolgreichen EM im vergangenen Jahren gehört sie zu den absoluten Leistungsträgern. Sie absolvierte jedes Spiel und schaffte es mit den deutschen Frauen bis ins Finale. Dort scheiterte man dann aber gegen England mit 1:2.

Mit Verletzungen zu kämpfen hatten zuletzt auch Marina Hegering (33), Linda Dallmann (28) und Lena Lattwein (23). Voss-Tecklenburg hielt sich zuletzt noch bei Personalfragen bedeckt. „Die Themen besprechen wir noch mal individuell mit den Spielerinnen“, danach werde „anhand der aktuellen Situation entschieden“, äußerte die 55-Jährige.

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Fest steht: Nach einem Kurzurlaub starten Alexandra Popp (32) und Co. am 20. Juni – 17 Tage nach dem Champions-League-Finale des VfL Wolfsburg am kommenden Samstag gegen den FC Barcelona – in den ersten Teil der WM-Vorbereitung im „HomeGround“ des DFB-Partners adidas. Dort wurde bereits im Vorjahr der Grundstein zum EM-Höhenflug in England gelegt.

Der „Geist von Herzogenaurach“ soll in der zweiten Hälfte ab dem 1. Juli weiter beschworen werden. Am 24. Juni sowie am 7. Juli wird in Offenbach und Fürth gegen Vietnam und Sambia in den letzten Testspielen die WM-Form überprüft.

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Danach erst wird der offizielle Kader auf 23 Spielerinnen reduziert. Am 11. Juli reisen die Vize-Europameisterinnen dann – womöglich mit zwei oder drei Backup-Spielerinnen – ans andere Ende der Welt.

So hat der zweimalige Weltmeister genug Zeit, sich in seinem Basecamp in Wyong rund 90 km nördlich von Sydney bis zum ersten Vorrundenspiel am 24. Juli zu akklimatisieren. In Gruppe H mit Marokko, Kolumbien (30. Juli) und Südkorea (3. August) ist das DFB-Team klarer Favorit, doch in der K.o.-Phase drohen sofort Kracherduelle mit Frankreich oder Brasilien. (fr, sid)