Böses Barça-Erwachen Lewandowski greift Kollegen öffentlich an – CL-Aus fast schon besiegelt 

Robert Lewandowski gestikuliert beim Spiel des FC Barcelona in der Champions League.

Robert Lewandowski musste nach dem 3:3 des FC Barcelona gegen Inter Mailand am Mittwoch (12. Oktober 2022) reichlich Dampf ablassen.

Auch sein Doppelpack gegen Inter Mailand konnte Robert Lewandowski nicht trösten. Das 3:3 des FC Barcelona in der Champions League sorgte für reichlich Frust beim Barça-Torjäger.

Das Ende seiner Torlos-Durststrecke von 285 Minuten in der Champions League kam gerade noch zur rechten Zeit, doch über den Doppelpack beim 3:3 gegen Inter Mailand konnte sich Robert Lewandowski (34) am Mittwoch (12. Oktober 2022) nur kurz freuen.

Zwar rettete der für die wichtigen Tore in entscheidenden Spielen zum FC Barcelona geholte Pole die Katalanen vor dem ganz frühen Gruppen-Aus in der Königsklasse, doch der Abstieg in die Europa League scheint trotzdem nur noch eine Frage der Zeit. Seinem Frust ließ der Torjäger im TV-Interview nach Schlusspfiff freien Lauf.

FC Barcelona: Robert Lewandowski kritisiert Defensive

Dass die Offensive mit drei Treffern gegen die defensivstarken Italiener ihre Hausaufgaben machte, reichte wegen der erneut wackligen Barça-Verteidigung am Ende nicht für den so dringend benötigten Heim-Erfolg. „Für einen Stürmer ist Inter ein schwieriger Gegner“, sagte Lewandowski über die engen Fesseln der Gäste-Abwehr, aus denen er sich erst mit dem Treffer zum 2:2 in der 82. Minute lösen konnte.

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Eine ähnlich konzentrierte Defensiv-Vorstellung hätte er sich allerdings auch von der eigenen Mannschaft gewünscht, die noch in keinem der vier Gruppenspiele die Null hatte halten können.

„Inter hat sich viel zu einfach vor unser Tor gespielt“ kritisierte er die Arbeit der Kollegen im letzten Drittel, die den gefährlichen Gegenstößen der Gäste oft erst in höchster Not etwas entgegenzusetzen hatten – wenn überhaupt. Besonders auf Routinier Gerard Pique (35), der beim 1:1 mit einem Anfängerfehler das Abseits aufgehoben hatte, schoss sich auch die heimische Presse ein, die Tageszeitung „Sport“ schrieb von einem „unwürdigen Fehler“.

„Wir waren so heiß darauf, Tore zu schießen, dass wir manchmal die Abwehr und die Konter des Gegners vergessen haben“, beklagte der Star-Zugang die fehlende Balance in der zuletzt auch durch mehrere Verletzungen geschwächten Mannschaft: „Uns fehlt die Stabilität, vielleicht passieren deshalb solche Spiele.“

Robert Lewandowski und Barça droht die Europa League

Dass Lewandowski mit seinem Doppelpack den Platz als drittbester Torschütze in der Geschichte der Champions League mit jetzt 91 Treffern weiter festigte, blieb an einem insgesamt enttäuschenden Abend ein Muster ohne Wert. Wenn alles normal läuft, bleiben ihm in seiner ersten Saison beim FC Barcelona nur noch zwei Spiele, um die Bilanz weiter auszubauen.

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Schließlich kann Barça nur noch mit reichlich Schützenhilfe das Achtelfinale erreichen. Gewinnt Inter Mailand schon am nächsten Spieltag das auf dem Papier mehr als machbare Heimspiel gegen den punktlosen Gruppen-Zwerg Viktoria Pilsen (Torverhältnis 3:16), ist die erneute Teilnahme an der Europa League bereits besiegelt.

Laut „Sport“ hatte der finanziell angeschlagene Klub mindestens den Viertelfinal-Einzug im Saisonbudget eingeplant, das frühe Aus würde ein Loch von rund 20 Millionen Euro in den ohnehin auf Kante genähten Etat reißen. Lewandowski und Co. bliebe dann zwar ein erneuter Anlauf in der Europa League – sportlich und wirtschaftlich wäre das nach der rauschenden Shopping-Party im Sommer aber nur ein schwacher Trost für die stolzen Katalanen.

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