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Trotz AusschlussNeapel-Kapitän warnt Fans vor Frankfurtern: „Lasst euch nicht provozieren“

Giovanni Di Lorenzo (r.) und Chwitscha Kwarazchelia jubeln im Hinspiel in Frankfurt nach Di Lorenzos Tor zum 2:0 für Neapel.

Giovanni Di Lorenzo (r.) und Chwitscha Kwarazchelia jubeln im Hinspiel in Frankfurt am 21. Februar 2023 nach Di Lorenzos Tor zum 2:0 für Neapel.

Frankfurter sind beim Champions-League-Spiel in Neapel nicht zugelassen. Der süditalienische Klub hat dennoch große Angst vor Ausschreitungen und lässt seinen Kapitän zu den Fans sprechen.

Beim Achtelfinal-Rückspiel von Eintracht Frankfurt (Hinspiel 0:2) in Neapel sind keine Auswärtsfans zugelassen. Dennoch befürchten die Italiener offenbar Ausschreitungen. Der Kapitän des Serie-A-Spitzenreiters richtete sich nun sogar in einer Videobotschaft an die Tifosi.

In dem 35 Sekunden langen Clip, den die SSC Neapel am Dienstag (14. März 2023) über ihre Social-Media-Accounts verbreitete, spricht Giovanni Di Lorenzo (29) die Fans direkt an.

Di Lorenzo mit Appell an die Neapel-Fans

„Liebe Napoli-Fans, hier spricht euer Kapitän“, beginnt der Rechtsverteidiger seine Ansprache. „Wir erleben eine außergewöhnliche Saison und morgen können wir Vereinsgeschichte schreiben, indem wir zum ersten Mal das Viertelfinale der Champions League erreichen.“

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Die Lorenzo weiter: „Wir müssen alle, alles dafür tun, um einen schönen Tag zu erleben. Ohne Unruhen und ohne Auseinandersetzungen mit denen, die in diese Stadt kommen werden. Nicht nur im Stadion, sondern auf den Straßen, auf den Plätzen und überall in unserer wunderbaren Stadt.“ Dann folgt ein Appell des italienischen Nationalspielers: „Als Kapitän bitte ich euch also: Lasst euch nicht provozieren!“ Das Twitter-Video sehen Sie hier:

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Für das Rückspiel von Eintracht Frankfurt im Achtelfinale der Champions League am Mittwoch (15. März 2023, 21 Uhr, DAZN) hatte das Innenministerium in Rom zunächst den Verkauf von Eintrittskarten an alle Anhänger aus Deutschland verboten. Die Entscheidung wurde von vielen Seiten heftig kritisiert.

Am Dienstag meldete sich sogar die für Sport zuständige Bundesinnenministern Nancy Faeser zu Wort. „Bei Hochrisikospielen sollte jede mögliche Sicherheitsmaßnahme sehr genau geprüft werden, bevor man als allerletzte Option alle Fans einer Mannschaft ausschließt“, erklärte die SPD-Politikerin am Dienstag auf dpa-Anfrage. „Denn eine so einschneidende Maßnahme trägt womöglich nicht zur Deeskalation bei.“

Nachdem ein Eilantrag der Eintracht vor Gericht erfolgreich und der Bann für ungültig erklärt worden war, sprach die Präfektur Neapels am Sonntag (12. März 2023) ein Ticket-Verbot ausschließlich für Anhänger aus der Stadt Frankfurt aus. Eine Frankfurter Beschwerde dagegen wurde abgewiesen.

Bereits zuvor hatte die Eintracht mitgeteilt, auf ihr Auswärtskontingent an Tickets zu verzichten. Eintracht-Fans werden trotzdem in Neapel erwartet. Viele haben ihre Reise längst gebucht.

In der süditalienischen Stadt wird befürchtet, dass gewaltbereite Frankfurt-Anhänger auch ohne Eintrittskarten anreisen, um Krawall zu machen. Medienberichten zufolge werden die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt am Vesuv verstärkt. Am Flughafen Capodichino werden Passagiere auf Flügen aus Deutschland besonders überwacht, wie die „Gazzetta dello Sport“ am Montag (13. März 2023) meldete. Nehmen Sie an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Dario Minden aus dem Vorstand der Frankfurter Fanabteilung hält das Ticket-Verbot der italienischen Behörden für Eintracht-Anhänger aus der Stadt Frankfurt auch unter Sicherheitsaspekten für falsch und kontraproduktiv.

„Das Sicherste ist immer, die Leute in einem Gästeblock zu haben. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet: realistischerweise wird Neapel trotz aller Bemühungen keine Frankfurt-Freie-Zone sein“, sagte Minden der dpa. „Die Gefahrenlage ist durch die vermeintlichen ‚Sicherheitsmaßnahmen‘ größer geworden.“ (are/dpa)