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Nach FC-Krawallen in Nizza Drakonische Vorschriften für Eintracht-Fans in Marseille

Fans von Eintracht Frankfurt werden von einer Sondereinheit der Polizei ins Stadion eskortiert.

Die französische Polizei ist in Marseille präsent und eskortiert die Anhänger von Eintracht Frankfurt am Dienstag (13. September 2022) vor dem Champions-League-Spiel bei Olympique in Richtung Stadion.

Die Fans von Eintracht Frankfurt hofften auf einen traumhaften Trip. Doch nach den Krawallen zwischen Nizza und Köln gab es drakonische Vorschriften für die Fans der Eintracht. Nicht immer hielt man sich dran.

Die schlimmen Szenen auf Tribüne des OGC Nizza beim Conference-League-Spiel gegen den 1. FC Köln haben ein Nachspiel – nicht nur für die beiden Klubs und ihre Anhänger.

Denn nur 200 Kilometer weiter westlich treffen am Dienstag (13. September 2022) in der Königsklasse wieder ein französischer und ein deutscher Klub aufeinander. Olympique Marseille trifft auf Eintracht Frankfurt – und die Reise zum früheren Champions-League-Sieger sollte für die SGE-Fans ein Highlight auf ihrer Tour in der Vorrunde werden.

Marseille verhängt einige Verbote gegen Fans von Eintracht Frankfut

Doch die Auswärtsreise wird ihnen nun gründlich vermiest. Denn um weitere gewalttätige Ausschreitungen zu vermeiden, ist den Frankfurtern so ziemlich alles verboten, was einen erfüllten Fan-Trip im Europapokal ausmacht.

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Das fängt schon in den Kneipen und auf den Plätzen der Stadt an: Es ist dort verboten, Fan-Devotionalien wie Trikots oder Schals zu tragen. Auch Fan-Lieder dürfen selbst zu bierseliger Stunde nicht angestimmt werden. All das, so die Befürchtung der Behörden, könnte Marseille-Anhänger animieren, die Konfrontation mit den Frankfurt-Fans zu suchen.

Im ersten, zweiten, sechsten und siebten Distrikt dürfen Eintracht-Fans sich nicht auf öffentlichen Plätzen aufhalten. Während einige Tausend Anhänger des 1. FC Köln sich zu einem Fan-Marsch in Richtung Stadion verabredet hatten, wurde auch das den Frankfurtern untersagt. Eine Anreise zur Arena ist ausschließlich mit gesondert eingesetzten Bussen möglich.

Oliver Glasner mit Appell: „Wollen ein Fußball-Fest feiern“

Frankfurts Trainer Oliver Glasner (48) hatte vor der Partie einen Appell an die Anhänger beider Vereine gerichtet. „Wir wollen alle ein Fußball-Fest feiern in einem tollen Stadion, mit tollen Mannschaften, mit zwei Traditionsvereinen. Stimmungsvoll, aber ganz klar friedlich“, sagte der Coach: „Unterstützt einfach eure Mannschaften.“

Ganz geklappt hatte das bisher nicht, am Abend vor der Partie gab es bereits fünf Festnahmen. Für den Dienstag hoffen nun alle aber auf ein gewaltfreies Fußball-Fest. (ach)

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