„Außergewöhnliche Situation“ NRW ruft Notlage aus – wegen Energiekrise

Wilde Szenen bei Frankfurt vs. BVB Sky-Experte entsetzt wegen VAR – Schiri stellt sich

Jesper Lindström (Eintracht Frankfurt) wird von Dortmunds Karim Adeyemi gefoult.

Jesper Lindström (Eintracht Frankfurt) versucht am 29. Oktober 2022 an den Ball zu kommen und das Tor zu erzielen. Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) schubst ihn von hinten. Elfmeter gab es aber nicht.

Das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend – zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund ging es heiß her.

Hitzige Szenen beim Spitzenspiel in der Bundesliga am Samstagabend (29. Oktober 2022) zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund (1:2).

Schon nach 26. Minuten hieß es 1:1. Julian Brandt hatte den BVB in Führung gebracht, in der 26. Minute sorgte Daichi Kamada für den Ausgleich.

Eintracht Frankfurt fordert Elfmeter gegen den BVB

Dann gab es eine Aufreger-Szene im Strafraum der Gäste. Mario Götze setzte sich rechts stark durch, dann kam Kolo Muani zum Abschluss. Sein Schuss landete am linken Innenpfosten und sprang Jesper Lindström vor die Füße.

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Der Frankfurter hätte den Ball locker einschieben können, doch Dortmunds Karim Adeyemi schubste ihn mit beiden Händen zu Boden.

Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied aber auf Handspiel gegen Frankfurt, weil Lindström im Fallen wohl mit der Hand am Ball war. Der BVB im Elfer-Glück, es hätte wohl Strafstoß geben müssen. Es folgten wilde Eintracht-Proteste. Warum griff der VAR hier nicht ein?

Das fragte sich auch Sky-Experte Lothar Matthäus: „Das war ein klarer Elfmeter für mich. Er schiebt mit beiden Händen, wenn der Kölner Keller da nicht eingreift – unverständlich! Ich weiß nicht, warum da kein Elfer gegeben wurde.“

Auch Sportreporter Frank Buschmann (SKy, RTL) war entsetzt, twitterte: „Handspiel, nachdem Du mit den Händen auf dem Ball landest, weil Du volle Lotte 'nen Stoß von hinten bekommst??? Ich kapiere gar nix mehr. Wozu genau gibt es den VAR?“ Den Beitrag sehen Sie hier auf Twitter:

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es wütende Pfiffe der Eintracht-Fans gegen das Schiedsrichtergespann. Doch für die Frankfurter kam es zunächst noch dicker: 1:2 nach 53. Minuten durch Jude Bellingham.

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Die Frankfurter Pfiffe wurden noch lauter als Süle Götze in Torhüter Kobel schob. Es gab einen fiesen Zusammenprall, aber erneut keinen Elfmeter.

In der Folge vergeben die Frankfurter einige gute Chancen, doch ein Treffer wollte nicht fallen. Der Frust entlud sich dann in der Nachspielzeit. Nach einem harten Zweikampf gab es tumultartige Szenen und Rudelbildung. Am Ende feiert der BVB einen eher „dreckigen“ Arbeitssieg.

Überragend: Gregor Kobel im Kasten, der einige Eintracht-Chancen stark entschärfte. Seine Statistik: fünf Paraden, 83 Prozent der Schüsse aufs Tor gehalten.

Mats Hummels spricht über seine BVB-Kritik

Dortmund jetzt Dritter, Frankfurt nur noch Fünfter der Tabelle. Von den Frankfurter Fans gibt es nach Schlusspfiff ein gellendes Pfeifkonzert gegen die Schiedsrichter, die BVB-Profis feiern mit den mitgereisten Fans.

Frankfurts Sportdirektor Markus Krösche war bedient nach der Schubs-Szene, sagte bei Sky: „Natürlich müssen wir das Tor machen, die Chancen nutzen. Aber das sind halt Schlüsselszenen, warum meldet sich da keiner? Das war für mich ein klarer Elfmeter. Der Schiedsrichter hat heute kein gutes Spiel gemacht.“

Mats Hummels sagte bei Sky: „Das war ein schwieriges Spiel, hitzige Stimmung, aber wir haben unsere Chancen besser genutzt als Frankfurt. Wenn sie die besser nutzen, gehen wir als Verlierer vom Platz.

Er sprach auch über seine öffentliche Kritik vor einigen Tagen: „Wir haben einen Prozess im Team weitergeführt. Meine Kritik fiel auch intern, ich habe das dann auch bewusst öffentlich gemacht, eine Art letzter Ausweg, weil der Fokus dann nochmal draufgeht. Wenn man Druck ausgesetzt wird und lernt damit umzugehen, dann wird man dadurch besser.“

BVB im Glück: Schiedsrichter Sascha Stegemann über Elfmeterszene

BVB-Trainer Edin Terzic sagte zufrieden: „Das war großer Kampf und großes Glück, aber auch ein toller Sieg.“ Frankfurts Oliver Glasner sagte zerknirscht: „Das war Elfmeter und Rot. Aber auch wenn wir verloren haben, es war noch nie ein so dominantes Spiel wie heute gegen den BVB. Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen, weil wir die Chancen nicht genutzt haben.“ 

Stegemann stellte sich dann auch und sprach über die strittige Szene: „Auf dem Spielfeld habe ich einen normalen Körperkontakt gesehen, kein klares Foul. Das habe ich zum VAR transportiert. Da wurde die Szene gecheckt und als nicht falsch eingeschätzt. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, hätte es klar einen Elfmeter für Frankfurt geben müssen. Wir werden die Szene aufarbeiten.“

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